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Sony Alpha SLT-A55

Digitalkamera Test

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Ausstattung

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Design-und-Handling
Sony Alpha SLT-A55
Seite 9

Bedienung

  • Motivprogramme sind in den Tiefen des Menüs versteckt
  • Live Bild Modus ist hervorragend
  • Fokussieren ist zackig und schnell, etwas langsamer bei Schwachlicht
  • 10 Bilder pro Sekunde im Serienbildmodus hat ein paar Einschränkungen
  • Einige zusätzliche Aufnahmemodi sind nützlich (Panorama, Handgehalten bei Dämmerung)

Aufnahmemodi

Am Moduswahlrad der A55 können 10 Aufnahmemodi eingestellt werden:

Aufnahmemodi
Automatik

Die Kamera stellt die meisten Funktionen selbständig ein. Betriebsart, Blitz, Gesichtserkennung und Lächelerkennung können aber manuell eingestellt werden.

Auto+

Automatische Szenenerkennung und stellt bei Bedarf eines der speziellen Aufnahmemodi ein.

Programmautomatik

Kamera stellt Verschlusszeit und Blende automatisch ein, der Rest ist Benutzerdefiniert.

Blendenpriorität

Der Fotograf stellt die Blende manuell ein, die Verschlusszeit wird automatisch verändert.

Verschlusszeitpriorität

Blende wird von der Kamera automatisch angepasst, nachdem der Nutzer die Verschlusszeit eingestellt hat.

Manuelle Belichtung

Blende und Verschlusszeit werden manuell eingestellt

Serienaufnahme mit hoher Geschwindigkeit

Nimmt etwa 10 Bilder pro Sekunde auf.

Panorama

Für waagrechte, senkrechte oder 3D Panoramaaufnahmen.

Szenenwahl

Fotograf kann aus 8 Motivprogrammen auswählen.

Blitz aus

Wie der Automatikmodus, nur dass der Blitz ausgeschaltet ist.

Die A55 ist ständig in Liveview: Die Vorschau, die im Sucher oder auf dem Monitor angezeigt wird ist das, was der Sensor einfängt. Es ist also nicht verwunderlich, dass die Kamera in diesem Modus sehr gut funktioniert mit einem zackigen und schnellen Fokus und scharfem und klarem Bildschirm. Im Serienbildmodus wird der Bildschirm aber nur einmal in der Sekunde, und das bei 10 Aufnahmen pro Sekunde, und auch die Schärfentiefenvorschau bei schlechteren Lichtbedingungen ist sehr langsam. Das liegt daran, dass die niedrige Blendenstufe weniger Licht reinlässt und die Kamera eine längere Belichtung benutzen muss um die Vorschau anzuzeigen.

Es gibt vier Anzeigen, die mit der DISP-Taste eingestellt werden können. Das letzte Bild unten zeigt Gitterlinien, die auf jede Anzeige angewendet werden können. Mit dem hochauflösenden Monitor ist die Anzeige leicht zu lesen.

Live View Anzeige
Einfache Anzeige

Einfache Aufnahmeinformationen: Belichtungsmodus, Speicherkarte, Anzahl verbleibender Bilder, Bildgröße.

Erweiterte Anzeige

Wie einfache Anzeige plus Messfelder, Verschlusszeit- und Blendenanzeige.

Komplette Informationsanzeige

Anzeige der Aufnahmeinformationen und des Funktionsmenüs

Wasserwaage

Digitale Wasserwaage um gerade Aufnahme zu vereinfachen.

Gitter

Gitternetzanzeige um bei der Aufnahme zu helfen, mit 3 Einstellmöglichkeiten.

Viele Motivprogramme hat die SLT-A55 nicht, verglichen mit anderen Kameras, neun insgesamt, das sind aber die wichtigsten.

Motivprogramme
Porträt

Hautfarben werden weicher wiedergegeben. Um einen verschwommenen Hintergrund aufzunehmen und das Motiv scharf, wird der Blendenwert sehr niedrig eingestellt.

Sportaktion

Schnelle Verschlusszeit und Serienbildaufnahme werden eingestellt, um sich bewegende Motive aufzunehmen.

Makro

Schaltet Blitz und SteadyShot aus, damit aus nächster Distanz gut scharfgestellt werden kann.

Landschaft

Kleine Blendeneinstellung um Szene im Fokus zu behalten und leuchtende Farben aufzunehmen.

Sonnenuntergang

Rottöne werden hervorgehoben.

Abendszene

Wegen der Nutzung von Langzeitbelichtungen für Nachtaufnahmen, sollte die Kamera auf einem Stativ angebracht werden.

Handgehalten bei Dämmerung

Nimmt 6 Bilder auf und verarbeitet diese zu einem Foto um Unschärfen, Verwacklungen und Rauschen zu reduzieren, ohne die Kamera auf ein Stativ zu montieren.

Nachtaufnahme (Porträt)

Wegen Langzeitbelichtung, wird die Verwendung eines Stativs empfohlen.

Die Bildeffekte der Kamera (Kreativmodus) sind keine Spezialeffekte, sondern eher modifizierte Farbmodi mit denen auch Schärfe und Kontrast eines Fotos eingestellt werden können.

Kreativmodus
Standard

Genaueste Farbwiedergabe und beste Farbsättigung.

Lebhaft

Sättigung und Kontrast werden verstärkt

Porträt Hauttöne werden hervorgehoben und weichgezeichnet.
Landschaft

Für lebendigere Farben werden Sättigung, Kontrast und Schärfe verstärkt.

Sunset Boosts reds
Schwarz/Weiß

Alle Farbinformationen werden entfernt.

Beim Fokus hat Sony in der A55 versucht die Flexibilität von Spiegelreflexkameras (die einen eigenen Fokus-Sensor haben) mit der Geschwindigkeit von spiegellosen Kameras (die den Bildsensor zur Scharfstellung benutzen) zu kombinieren. Da die Kamera einen fest eingebauten, lichtdurchlässigen Spiegel hat, lässt es Licht zum Bildsensor und gleichzeitig in das Suchergehäuse. Theoretisch ist damit Fokussieren und Fotografieren gleichzeitig möglich, da die Kamera nicht zuerst scharf stellen und dann darauf warten muss, dass der Spiegel aufgeklappt wird um das Foto aufzunehmen. Und das funktioniert auch in der Praxis. Der Fokus ist schnell und die Verzögerung zwischen Auslösen und der tatsächlichen Aufnahme ist viel geringer. Außerdem kann die Kamera gleichzeitig und kontinuierlich fokussieren und fotografieren, was die Aufnahmereihe der A55 viel schneller und genauer macht.

Focus Image
Das Layout der Fokusmessfelder

Es gibt 15 AF-Punkte und drei Möglichkeiten diese zu nutzen. Bei “Breit” wählt die Kamera die AF-Felder, bei Spot benutzt die Kamera ausschließlich die 7 im mittleren Bereich angeordneten und bei Lokal wählt der Fotograf das gewünschte Feld aus. In den meisten Situationen ist die Scharfstellung der A55 schnell, nur bei Lowlight hat die Kamera ganz leichte Schwierigkeiten. Die mittleren Fokuspunkte sind für Lowlight-Aufnahmen am besten geeignet, da es sich um Kreuzsensoren handelt – und weil uns aufgefallen ist, dass die Kamera kleine Probleme mit Motiven die nicht im mittleren Bereich waren hatte.

Einstellungsmöglichkeiten Fokus
Einzel-AF

Wird der Auslöser halb heruntergedrückt, fokussiert die Kamera und speichert den Fokus.

Automatischer AF

Wechselt, entsprechend der Bewegung des Motivs, zwischen Einzel- und Nachführ-AF.

Nachführ-AF

Kontinuierliche Fokussierung, wenn der Auslöser halb heruntergedrückt wird und während der Aufnahme.

Wird die Taste Belichtung gedrückt kann die Belichtungskorrektur der SLT-A55 mit dem Einstellrad vorne zwischen ±2 EV in Schritten von 1/3 eingestellt werden.
Auch Reihenaufnahmen sind möglich, sowohl Belichtungs- als auch Weißabgleichsreihen, mit entweder 0,3 oder 0,7 Schritten für Belichtung oder Hoch/Niedrig für den Weißabgleich.

Belichtungsausgleich Automatische Belichtungsreihe
3 Bilder in Schritten von 1/3 oder 2/3 EV

Bildserie (10,0)

Da der Spiegel nicht bewegt wird, ist die A55 ziemlich schnell. Wir haben 10 Bilder pro Sekunde gemessen, was die Angaben von Sony bestätigt. Der Nachteil ist, dass diese Geschwindigkeit nur für 39 Bilder hintereinander eingehalten werden kann. Danach nimmt die Kamera nur noch 4 bis 6 Bilder pro Sekunde auf, das hängt sehr von der Geschwindigkeit der Speicherkarte ab. Eine Serienbildaufnahme hat die Kamera auch, die etwa 6 Bilder pro Sekunde aufnimmt, die einzige Einschränkung ist die Größe der Speicherkarte.

Mit dieser Geschwindigkeit ist die A55 die schnellste DSLR, und schneller als alle unsere Vergleichskameras. Die einzigen Spiegelreflexkameras, die an diese Geschwindigkeit herankommen sind die Canon 7D und die Nikon D300, die beide zwischen 7 und 8 Bilder pro Sekunde aufnehmen können – und auch viel mehr kosten als die A55.

Zeitvergleich Bilderserie

Reihenaufnahmen (7,0)

Für die Reihenaufnahmen bietet die SLT-A55 gute Einstellmöglichkeiten: ein 10fps Modus, der bis zu 39 Bilder aufnimmt (JPEG, für RAW+JPEG sind es nur noch 20), und ein 6 fps der kontinuierlich Bilder aufnimmt. Die Verschlusszeit wird während der Bildserie automatisch angepasst, die Blende kann aber nur dann eingestellt werden, wenn die Kamera auf AF-S eingestellt wird, also nur bei Beginn der Bildserie fokussiert. Der Fotograf muss sich also entscheiden, ob er lieber einen kontinuierlichen Fokus hat oder die Blende ohne zu fokussieren einstellt. Mit dem 10fps Modus wird die Kamera nach einiger Zeit auch langsamer, da es doch seine Zeit braucht, bis die Dateien gespeichert sind. Damit ist dieser Modus nicht ganz so flexibel wie wir gehofft hatten.

Da die Kamera den Bildsensor für die Vorschau benutzt hat die SLR-A55 keine Schärfentiefeprüfung im normalen Aufnahmemodus. Dafür hat die Kamera eine Taste auf der Vorderseite, mit der zuerst die Blende eingestellt wird und so eine Vorschau der Tiefenschärfe möglich macht. Bei kleinen Blendenwerten wird die Vorschau etwas dunkler und körnig, und im Lowlight ist es schwierig die Effekte richtig zu erkennen.

Um die Belichtung zu messen hat die A55 einige Sensoren, laut Sony gibt es insgesamt 1200 entlang der Fokussensorem im Suchergehäuse. Damit kann die Kamera angeblich genauere Bleichtungsmessungen durchführen. Die Kamera hat drei Messmethoden: Mehrfehld, Mittenbetont und Spot.

Einstellungsmöglichkeiten Messmethoden
Mehrfeld

Kamera misst das Licht in jedem Bereich und korrigiert die Belichtung.

Mittenbetont

Betonung der Helligkeitsmessung auf der Bildmitte

Spotmessung

Das Licht wird nur im Spotmesskreis in der Mitte des Bildes gemessen.

Die A55 bietet ziemlich viele Verschlusszeiten, die von 1/4000 einer Sekunde bis maximal 30 Sekunden reichen. Es gibt auch eine Langzeitbelichtung (Bulb), wo der Verschluss offen bleibt, solange der Auslöser gedrückt ist.

Verschlusszeiten
1/4000 bis 30 Sek., Bulb, (1/3 EV Schritt)

Es gibt die üblichen Optionen für den Selbstauslöser: eine 2 und eine 10 Sekunden Verzögerung sowie eine Lächelerkennung, mit der die Kamera nur dann ein Foto aufnimmt wenn sie ein Lächeln erkennt.

Zusätzlich hat die SLLT-A55 einen Anschluss für eine IR Fernbedienung, die für den Selbstauslöser verwendet werden kann.

Einstellungsmöglichkeiten Selbstauslöser

Dynamikbereich Optimierer (DRO) – Durch Aufteilung des Bildes in kleine Bereiche analysiert die Kamera den Kontrast von Licht und Schatten zwischen Motiv und Hintergrund und erhöht die Gammakurve des Bildprozessors. Damit werden Details in schattigen Bereichen deutlicher, das heißt aber nicht dass der Dynamikbereich des Sensors erweitert wird.

Belichtungsdifferenz (Auto HDR)  – Die Kamera nimmt drei Bilder mit verschiedenen Belichtungseinstellungen auf und fügt sie zu einem Bild zusammen. Damit wird ein Bild mit einem weiteren Dynamikbereich produziert als die Kamera aufnehmen kann. Der Belichtungsunterschied kann zwischen 1 EV (für einen eher subtilen Effekt) und 6 EV eingestellt werden.

Multiframe-Rauschminderung (Multiframe-RM) – In dieser speziellen ISO-Einstellung nimmt die Kamera 3 Bilder auf und kombiniert diese um so ein Bild mit weniger Rauschen zu erzeugen. Damit kann auch die ISO-Empfindlichkeit bis auf 25600 erhöht werden. Das funktioniert auch in der Praxis ganz gut und die Bilder haben sichtlich weniger Rauschen, allerdings nur bei stillstehenden oder langsamen Motiven. Alles was sich innerhalb des Aufnahmefeldes bewegt wird unscharf.

Handgehalten bei Dämmerung Diese Szene ist auf vielen Kompaktkameras von Sony zu finden. Bei diesem Motivprogramm werden sechs Bilder aufgenommen, die schärfsten Abschnitte der einzelnen Bilder werden dann als ein Foto gespeichert. Auch dieser Modus ist für sich bewegende Motive nicht geeignet.

Panorama (Schwenkaufnahme) – Für Panoramabilder nimmt die SLT-A55 mehrere Fotos Bilder auf während der Fotograf die Kamera schwenkt. Diese werden dann zu einem Bild zusammengefügt. Der Unterschied zwischen vielen anderen Panoramaaufnahmen ist, dass die A55 tatsächlich mehrere Bilder aufnimmt, nicht wie Kompaktkameras die nur ein Bild aufnehmen. Man kann die Schwenkrichtung (horizontal und vertikal) und die Größe (Standard und Weit) einstellen.

3D Panorama – Die SLT-A55 kann auch 3D Panoramabilder aufnehmen. Dafür werden beim Schwenken der Kamera mehrere Bilder aufgenommen und zu einem 3D Bild zusammegefügt. Der Prozess ist allerdings ungewöhnlich und wir haben mehrere Versuche gebraucht, bis wir alles richtig gemacht haben. Oft haben wir uns zu schnell oder zu langsam bewegt. Auch das ergebnis hat uns nicht beeindruckt. Überall da, wo die Bilder falsch zusammengesetzt waren, war das deutlich zu sehen und auch der 3D-Effekt war nicht konsistent. Außerdem braucht man einen 3D Fernseher um die Bilder auch wiedergeben zu können und es gibt keine Möglichkeit sich das Endergebnis auf der Kamera anzusehen. Im Grunde ist das also eine ziemlich schlecht umgesetzte Spielerei und nicht sehr nützlich.

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