Sony Alpha NEX-5

Digitalkamera Test

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Bedienung
Sony Alpha NEX-5
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Design & Handling

  • Kleinste Wechselobjektiv-Kamera auf dem Markt
  • Wenige Knöpfe machen die Nutzung des Menüs unabdingbar
  • Menü ist nicht selbsterklärend
  • Zwei sehr gute Handbücher (ausgedruckt und auf CD)
  • auf dem LCD angezeigte Aufnahmetipps

Die NEX-5 ist ein schönes Gerät, das gut in der Hand liegt. Mit einem Gehäuse von 35,9 × 23,8 × 42,7 mm (BxHxW) und einem Gewicht von 20,4 g ist es eine der kleinsten Wechselobjektiv-Kameras auf dem Markt. Bei der Olympus kann das Objektiv zusammengeschoben werden, was die Kamera auch sehr dünn macht. Die NEX-5 hat aber ein APS-C Sensor, das wesentlich größer ist als die Micro Four Third Sensoren von Olympus. Trotzdem hat es Sony geschafft ein kleineres Gehäuse zu bauen als Olympus. Mit dem 16 mm Pancake-Objektiv passt die Kamera auch in eine größere Jackentasche oder in jede Handtasche.

Handling Front Image
Kleiner Body aber sehr großes Objektiv

Handling Back Image
Die NEX-5 ist klein, passt aber gut in die Hand
Zwischen Objektiv und Griff auf der rechten Seite ist nicht viel Platz, aber selbst mit großen Händen gewöhnt man sich relativ schnell daran und dei strukturierte Daumenablage ist gut platziert. Außerdem mögen wir die Positionierung der One-Touch Videotaste auf der abgeschrägten Fläche – sie ist schnell zu finden und es ist unwahrscheinlich, dass sie versehentlich gedrückt wird. Das und die Größe der NEX-5 machen sie zur idealen Kamera für Aufnahmen mit einer Hand.

An Tasten und Wahlrädern hat die NEX-5 nur das Nötigstse. Das heißt, das Menü muss viel öfter benutzt werden als an den meisten anderen SLRs. Dadurch ist die Kamera aber zwar überschaubar, und auch deswegen viel kleiner als andere, aber es bremst auch ungemein. Vor allem, wenn verschiedene Fotoeinstellungen verändert werden sollen – das ist sehr unpraktisch und stört auch wenn man sich mit der Kamera gut auskennt.

Auf der Oberseite sind der Auslöser, ein separater Drehschalter zum Ein- und Ausschalten und der Wiedergabeknopf.

Bedienknöpfe auf der Rückseite

Alles andere ist im Menü zu finden. Um ISO-Empfindlichkeit, Autofokus oder Weißabgleich zu ändern muss das entsprechende Menü und Submenü geöffnet, dann die gewollte Funktion und die entsprechende Einstellung gesucht werden… Und schon ist der Moment vorbei. Die Änderung des Kreativmodus Standard zu Lebendig braucht 13 Klicks – wer nicht weiß wo was zu finden ist, braucht dementsprechend länger.

Die Softkeys sind ebenfalls wichtige Elemente für die Steuerung der Kamera. Softkeys bedeutet, dass die Funktion, die der Taste zugeordnet ist ständig wechselt, je nachdem in welchem Teil des Systems die Kamera gerade ist. Die gerade verfügbaren Funktionen werden auf dem Bildschirm angezeigt.

Ein Softkey ist in der Mitte des Einstellrads zu finden, die anderen beiden oben und unten davon. Während der Aufnahme ist dem oberen das Menü zugeordnet, der mittlere öffnet die möglichen Aufnahmemodi und der untere öffnet die Aufnahmetipps. Wir haben ja nichts gegen Tipps um bessere Fotos aufzunehmen. Es wäre aber auch großartig gewesen, wenn wenigstens ein Knopf für benutzerdefinierte Funktionen freigehalten worden wäre. Wir hätten liebend gerne einen Schnellzugriff auf ISO-Empfindlichkeiten oder Messmethoden statt der 100 Wörter Aufnahmetipps.

Auslöser, Ein-/Ausschalter, Wiedergabe- und Videoaufnahmeknöpfe

Rechts oben, auf dem abgeschrägten Teil ist die Videoaufnahmetaste. Die Möglichkeit wann immer man will ein Video auf Knopfdruck aufnehmen zu können ist wirklich gut. Die Taste ist auch so angebracht, dass sie leicht zu bedienen ist aber nicht versehentlich gedrückt wird.

Auf der Rückseite befindet sich eine Einstellrad-/Steuerkreuzkombi. Das Einstellrad wird für Einstellungsänderungen benutzt, durch die Aufnahmen zu blättern und durch das Menü zu steuern, was auch mit dem Steuerkreuz gemacht werden kann. Während der Aufnahme aber können mit dem Steuerkreuz ausschließlich Bildschirmanpassung, Belichtungskorrektur, Selbstauslöser/Bildfolge und Blitzmodus eingestellt werden.

Das Menü der Sony NEX-5 ist sieht ganz sicher hervorragend aus. Die 921.000 Bildpunkte des LCD werden mit den Symbolen, schönen Seitenhintergründen und scharfem, gut lesbaren Text voll ausgenutzt. Leider ist gutes Aussehen allein nicht genug, vor allem wenn das Praktische einfach ignoriert wird.

Es gibt zwei Hauptprobleme hier: Zweckmäßigkeit und Organisation

Main Menu Picture
Das Hauptmenü sieht toll aus

Insgesamt gibt es sechs Untermenüs (unten aufgelistet). Um eine bestimmte Funktion zu finden braucht man entweder ein wirklich gutes Gedächtnis oder man muss um die Ecke denken. Ein Menü ist das Helligkeit/Farbe, in welchem die Einstellung von Belichtung (Belichtungs- und Blitzkorrektur, ISO, DRA) und Farbe (Weißabgleich, Kreativmodi). Auch HDR findet sich hier, statt bei den Aufnahmemodi wie andere Reihenaufnahmefunktionen.

Im Untermenü Kamera sind alle Fokuseinstellungen, Bildserien, Panorama und ein paar andere Funktionen. Rauschreduzierung, Bildstabilisation und Videoaudiosteuerung, die für uns alle Aufnahmeeinstellungen sind, wurden dem langen Setup-Menü untergeordnet – mit Datum, Uhrzeit, Ort, Anpassung des Bildschirms und ob die Kamera biepen soll oder nicht.

Dann sind die Menüs auch noch mehrere Seiten lang und müssen mit dem Steuerkreuz gescrollt werden, um herauszufinden, ob das richtige Untermenü geöffnet wurde. Die relativ schwerfälligen Menüs der Sony SLRs werden sicher keinen Designpreis einheimsen, aber wenigstens sind sie einfacher zu bedienen.

Menüs
Aufnahmemodus

Ziemlich überschaubar: Auswahl zwischen PASM (Programm, Blenden- und Zeitenpriorität, Manuell) sowie Intelligente Automatik, Motivprogramme, Anti-Bewegungsunschärfe und Schwenk-Panorama

Kamera

Aufnahmefunktionen wie Serienaufnahme, Selbstauslöser, Blitz- und Fokusmodi, Gesichtserkennung, Panoramarichtgung und Anzeigen – also alles was nichts mit Bildgröße, -helligkeit oder -farbe zu tun hat.

Bildgröße

Einstellung der Bildgröße für Standard- und Panoramafotos sowie Videoaufnahmen.

Helligkeit/Farbe

ISO, Weißabgleich, Kreativmodi, Belichtungskorrektur und Blitzkompensation sowie DRO/Auto HDR können hier eingestellt werden.

Wiedergabe

Hier befinden sich einige Funktionen (Anzahl der Bilder in der Miniaturansicht, Ordnerauswahl), die Diashau-Funktion sowie Einstellungen (Lautstärke, Auswahl eines Bildes), die mit Knöpfen einfacher zu bedienen wären.

Einstellung

Kameraeinstellungen (Datum und Zeit, LCD-Helligkeit, Ordername, etc.) und Rauschunterdrückung und Bildschirmeinstellungen (Gitterlinien, Histogramm).

Die NEX-5 hat zwei Handbücher: Eine ausgedruckte Schnellanleitung und eine auf CD gespeicherte Bedienungsanleitung. Beide sind gut, verständlich geschrieben und logisch aufgebaut. Bei vielen anderen Anleitungen müssen ähnliche Informationen oft in verschiedenen Abschnitten gesucht werden. Sonys Schnellanleitung ist logischer und so aufgebaut wie der Nutzer seine Kamera beim ersten Mal erlebt: Vorbereiten, Aufnahme, Wiedergabe, Übertragung auf einen Computer und Nutzung der mitgelieferten Software. Die Inhaltsangabe ist auch gut, der Index weniger (weder ein Eintrag für Audio noch für Bildstabilisation), alles in allem aber eine gute Leistung.

Die Bedienungsanleitung geht mehr ins Detail, angefangen einer Fotostrecke, die bestimmte Aufnahmesituationen (farbiger Laub, Feuerwerk, bewegende Motive) mit den jeweiligen Funktionen verlinkt. Viele dieser Informationen sind auch im Handbuch zu finden, aber in der Bedienungsanleitung sind sie genauer beschrieben und illustriert. Für alle Motivprogramme z.B. gibt es sowohl eine Erklärung als auch Beispielfotos. Weniger vertraute Konzepte, wie Schwenkpanorama, sind so gut erklärt, dass der Nutzer nicht nur weiß was er machen muss, sondern auch wie die Kameratechnik diese Meisterleistung vollbringt. Der Index ist auch hier relativ kurz, trotzdem sind beide Unterlagen vorbildlich.

Sony Alpha NEX-5 Handbuch

Zusätzlich hat die Kamera eine Hilfe-Anzeige (Erklärung von Menüeinstellungen) und Aufnahmetipps die auf sechs Kapitel aufgeteilt sind: Einfache Aufnahmetechniken, Porträts, Landschaft, Nachtsicht, Nahaufnahmen mit Makro und ein sich bewegendes Motiv fotografieren. Diese Tipps werden mit der jeweiligen Kameraeinstellung angezeigt – man kann aber auch selbst durch alle Tipps blättern. Alle Informationen (Anfänger oder Fortgeschrittene) weisen auf spezielle Kamerafunktionen hin (z.B. auf die Gitterlinien, in der Erklärung für gerade Bilder). Eigentlich ein richtig gutes Feature, wenn man die Zielgruppe bedenkt. Uns stört aber, dass ein Softkey den Aufnahmetipps gewidmet wurde, während wichtige Einstellungen wie Weißabgleich oder ISO keinen Direktzugriff haben.

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