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Samsung NX10

Digitalkamera Test

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Ausstattung

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Design & Handling
Samsung NX10
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Bedienung

  • Gut durchdachtes Smart Auto System
  • PASM Modi – manuelle Blendeneinstellung aber etwas plump
  • Gute Auswahl an Motivprogrammen (inkl. Beauty Shot Gesichtsretuschierung)
  • Manuelle Anpassung von Farbe, Sättigung, Schärfe und Kontrast im Bildassistenten
  • Einrichtung benutzerdefinierter Bildassistenten, hat drei Platzhalter
  • Geschwindigkeit des Autofokus ist gut
  • Manueller Fokus vergrößert die Anzeige automatisch – das kann nicht ausgeschaltet werden
  • Reihenaufnahme bei voller Auflösung nur mittelmäßig, bei geringer Auflösung sehr schnell
  • Vorschau für die Tiefenschärfe
  • Feineinstellung der Vorlaufzeit des Selbstauslösers

Aufnahmemodi

Mit intelligenter Automatik erkennt Kamera verschiedene fotografische Bedingungen automatisch und stellt die Kamera entsprechend ein, was uns sehr gefallen hat. Samsungs Version hat mehr potentielle Treffer als viele ähnliche Systeme und hat viele Aufnahmebedingungen richtig erkannt.

Aufnahmemodi
Intelligente Automatik

Kamera passt Einstellungen an die Umgebung an, mit Hilfe von 16 Szenen, darunter Landschafts-, Nahaufnahmen und Aufnahmen von sich stark bewegenden Motiven. Im intelligenten Automatikmodus hat der Fotograf keine Kontrolle über ISO, Weißabgleich, Messmethode und Blitz (außer ein- und ausschalten).

Programm-Modus

Die Kamera stellt Verschlusszeit und Blendenwert automatisch ein; der Nutzer kann alle anderen Funktionen einstellen. Programmwechsel ist über den Wahlschalter verfügbar. Verschlusszeit und Blende werden gleichzeitig eingestellt um die gleiche Helligkeit beizubehalten.

Blendenpriorität

Fotograf stellt Blendenwert manuell ein, die Kamera passt die Verschlusszeit automatisch an.

Verschlusspriorität

Die Verschlusszeit wird manuell mit dem Wahlschalter eingestellt, der Blendenwert wird automatisch angepasst.

Manueller Modus

Die Verschlusszeit wird mit dem Wahlschalter eingestellt, der Blendenwert durch gleichzeitiges Halten der EV-Taste und Drehen des Wahlschalters.

Display und Sucher haben das gleiche Live View Layout. Es gibt drei Anzeigemöglichkeiten, und alle haben einen schwarzen Streifen am Rand – wie die alten SLR – in dem Aufnahmemodi, Verschlusszeit, Blendenwert, Belichtungskompensation, Anzahl der verbleibenden Fotos und Batteriestand angezeigt werden.

Live View Anzeige

Geändert werden die Anzeigen mit dem Display-Knopf. Bei einmaligem Drücken erscheinen Bildgröße und -qualität, Fokusbereich, Blitzlichteinstellung, Farbraum, Intelligenter Bereich, Verschluss-Modus, Weißabgleich, ISO-Einstellungen, Optionen der Belichtungsmessung und Bildassistent.

Wird Display noch einmal gedrückt erscheint eine benutzerdefinierte Anzeige. Einige Funktionen werden dann nicht angezeigt, dafür Datum und Uhrzeit. Hier kann eingestellt werden welche Funktionseinstellung angezeigt werden sowie ein Histogramm und ein Raster. Es gibt drei Möglichkeiten den Raster einzustellen, mit 2, 3 und 4 Kästchen, sowie eines mit zusätzlichen Diagonalen.

Der OLED Bildschirm kommt mit allem sehr gut zurecht, auch wenn die Kamera schnell bewegt wird. Leider kann das nicht vom EVF behauptet werden. Selbst mit langsamen Bewegungen verschwimmt und ruckelt das Bild im Sucher.

Nacht, Proträt und Landschaft sind auf dem Moduswahlrad zu finden, die anderen sind über SCENE, ebenfalls auf dem Moduswahlrad, verfügbar. Was genau der Unterschied zwischen Sonnenuntergang und Dämmerung ist, ist uns auch ein Rätsel.

Motivprogramme
Nacht
Porträt
Landschaft
Beauty Shot
Kinder
Nahaufnahme
Text
Sonnenuntergang
Dämmerung
Gegenlicht
Feuerwerk
Strand & Schnee

Mit Beauty Shot können zwei Effekte erzielt werden: Gesichtsfarbe einstellen und Gesicht retuschieren. Beide können auf einen von drei Stufen eingestellt werden.

Die NX10 hat neun “Bildeffekte”, die Farbe, Sättigung, Schärfe und Kontrast beeinflussen – wie die Bilder unten zeigen:

Bildassistent
Standard
Lebhaft
Porträt
Landschaft
Natur
Retro
Kühl
Ruhig
Klassisch

Für jedes dieser Bildeffekte, sowie drei benutzerdefinierte Einstellungen, können Farbe, Sättigung, Schärfe und Kontrast weiter angepasst werden. Das ist vor allem deswegen gut, weil die Performance in der Farbwiedergabe, mit der Übersättigung der Farben, nicht gerade die beste ist. Durch einfaches herunter drehen der Sättigung kann das Ergebnis erheblich verbessert werden.

Mit 20 Farbeinstellungen können die Fotos getönt werden. Sättigung, Schärfe und Farbe bieten jeweils 9 Einstellungsmöglichkeiten. Wie mit allen Anpassungen bei der NX10 gibt es eine Vorschau auf dem Bildschirm, bei so viel Text sind die Änderungen aber nur schwer zu sehen.

SAMSUNG-NX10-pwadjust.jpg

Es gibt auch eine Belichtungsreihe für den Bildassistenten, die genauso funktioniert wie die für den Weißabgleich, und der Fotograf hat drei Modi zur Auswahl. Die Kamera nimmt ein Foto auf und speichert drei Versionen, jeweils mit dem ausgewählten Effekt. Damit lassen sich drei Versionen eines Fotos ohne große Mühe machen.

Viele spiegellose Kameras wie die NX10 arbeiten mit Kontrast-AF der Daten direkt vom Bildsensor benutzt. Spiegelreflexkameras dagegen arbeiten mit dem schnelleren Phasenerkennungs-AF, der Licht über den Spiegel auf einen separaten Autofokus-Sensor leitet. Gut ist, dass der Autofokus der NX10 genauso schnell zu sein scheint, wie der AF der Panasonic Micro Four Thirds Kameras, der schneller ist als der AF der Olympus Modelle. Für Sport- oder Naturaufnahmen ist die Verzögerung zwischen dem halb herunter gedrückten Auslöser und der Scharfstellung aber eher lästig. Für alles andere, wie z.B. Fotos einer Party o.ä., wird das kaum ein Problem darstellen. Die Kamera hat drei Fokusmodi:

Einstellungsmöglichkeiten Fokus
Einzelbild-AF

Stellt scharf, wenn Auslöser halb gedrückt wird und fixiert die Schärfe in dieser Position, bis der Auslöser losgelassen wird.

Nachführ-AF

Schärfe wird kontinuierlich, entsprechend des Motivs, fixiert.

Manueller Fokus

Schärfe wird mit dem Fokusring manuell eingestellt.

Sobald der Fokusring für den manuellen Fokus gedreht wird vergrößert die Kamera die Live View Anzeige automatisch, um genauere Scharfstellung zu ermöglichen. Besser wäre es allerdings, wenn diese Funktion ausgeschaltet werden könnte – nicht jeder findet das gut. Vor allem, weil das Gesamtbild durch die Vergrößerung quasi verschwindet und das stört. Direkt unter dem Moduswahlrad ist eine sehr helle, grüne AF-Hilfslampe angebracht, die auch in großen Räumen sehr effektiv ist.

Es gibt zwei einfache Fokusbereich-Einstellungen: Bei der eine wählt die Kamera mehrere Fokuspunkte, die andere überlässt dem Fotografen die Wahl. Zusätzlich gibt es Gesichtserkennung- und Selbstporträt-AF.

Einstellungsmöglichkeiten Fokusbereiche
Auswahl-AF

Fotograf wählt die scharfzustellende Stelle selbst aus und kann diese bewegen und die Größe ändern. Wird OK gedrückt öffnet sich die Fokusbereicheinstellung, was sehr praktisch ist. Der Fokus wird entsprechend für den ausgewählten Bereich eingestellt.

Multi AF

Fokussiert verschiedene Punkte automatisch und zeigt alle Motive für die der Fokus korrekt eingerichtet ist im gesamten Display.

Gesichtserkennungs-AF

Fokus und Belichtung werden entsprechend der Erkennung von bis zu 10 Gesichtern im Display automatisch vorgenommen.

Selbstporträt-AF

Stellt Fokus automatisch auf “Armlänge” ein.

Die Belichtungskorrektur in einem Bereich von ±3 LW kann in Schritten von 1/3 oder 1/2 LW eingestellt werden. Es gibt auch eine 3-Bild Belichtungsreihe im selben Bereich. Wenn der Auslöser gedrückt wird, nimmt die Kamera drei Fotos hintereinander auf, es gibt keine Möglichkeit diesen Vorgang zwischen den Fotos anzuhalten.

Belichtungsausgleich Automatische Belichtungsreihe
3 Bilder zwischen ±3 EV

Die Funktion Intelligenter Bereich versucht Helligkeits- und Detailverlust in verschiedenen Bildschattierungen zu korrigieren. Was die Überbelichtung in hellen Bildbereichen angeht, war hat das zwar funktioniert, aber so viel Unterschied ist nicht sichtbar.

Bildserie (2,99)

Was die Anzahl der Aufnahmen im Serienaufnahmemodus angeht, hat Samsung mit der NX10 Wort gehalten: Die Kamera schießt 3 unspektakuläre, super feine JPEGs mit voller Auflösung pro Sekunde (2,99 um genau zu sein). Bei RAW-Dateien (ohne JPEG) sind es immer noch drei Bilder pro Sekunde. So berauschend ist das aber nicht, denn nach nur drei Bildern wird die Kamera langsamer um die Dateien auf der Speicherkarte zu laden – und das bei einer schnellen SDHC-Karte..

Bei weniger Auflösung ist die Aufnahmegeschwindigkeit schneller. Der Burst-Modus, der nur in geringer Auflösung aufnimmt, verspricht bis zu 30 Bilder pro Sekunde und nimmt 26 Bilder pro Sekunde auf.

Im direkten Vergleich schneidet die Samsung NX10 nicht so gut ab, nur die Olympus ist schlechter.

Zeitvergleich Bilderserie

Reihenaufnahmen (5,75)

Was die Serienbilder angeht, hat die Samsung NX10 die mittelmäßigen 3 Bilder pro Sekunde geliefert. Auch was die Reihenaufnahme angeht kommt die tatsächliche Geschwindigkeit den angegebenen 30 Bildern pro Sekunde sehr nahe. Zwei Sachen sind seltsam im Burst-Modus: Die Bilder können nur mit einer Auflösung von 1472 × 976 (ca. 1,4 MP) aufgenommen werden, was total ungeeignet ist für jegliche Ausdrucke. Außerdem nimmt die Kamera auch dann die 30 Bilder auf, wenn der Auslöser nur kurz gedrückt und sofort wieder losgelassen wird.

Erfreulicherweise hat die NX10 einen eigens für die Schärfentiefeprüfung bestimmten Knopf, mit dem sich überprüfen lässt, wie groß der fokussierte Bereich ist.

Samsungs NX10 hat die üblichen Messmethoden. Im Modus Gesichtserkennung wird die Belichtung entsprechend den Gesichtern im Bild berechnet – es gibt keine Möglichkeit nur den Fokus für die Gesichtserkennung zu benutzen.

Einstellungsmöglichkeiten Messmethoden
Multi

Berechnet die Lichtmenge in jedem Bereich.

Zentrum

Die Lichtmenge im Zentrum der Aufnahme wird gemessen und das Ergebnis wird für das gesamte Bild übernommen.

Spot

Berechnet die Lichtmenge in einem kleinen Punkt.

Verfügbare Verschlusszeiten reichen von 1/4000 bis 30 Sekunden und Langzeitbelichtung (Bulb) bis zu 8 Minuten.

Verschlusszeiten
1/4000 Sek. bis 30 Sek. und Langzeit

Der Selbstauslöser ist unglaublich flexibel und lässt den Fotografen, in 1-Sekunden-Schritten, eine beliebige Zeit zwischen 2 und 30 Sekunden einstellen.

SAMSUNG-NX10-self-timer.jpg

Der Timer kann präzise eingestellt werden

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