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Einleitung
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01.Produktübersicht
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02.Farben
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03.Bildrauschen
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04.Auflösung
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05.Weißabgleich
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06.Beispielbilder
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07.Wiedergabe
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08.Ausstattung
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09.Bedienung
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10.Design & Handling
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11.Video Farben & Bildrauschen
Panasonic Lumix DMC-GF1
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Video Lowlight VerhaltenWeiter: Seite 15
Vergleich Olympus E-P1
Videofunktionen
• Nicht viele manuelle Einstellungsmöglichkeiten im Videomodus – nur Belichtung und Blende können angepasst werden
• Blendeneinstellung heißt im Videomodus “Randweichzeichnung”, die f-Stopps werden nicht als Zahlen dargestellt, wenn die Einstellungen geändert werden
• Die Kamera hat einen “Live” Autofokus, der ist aber langsamer als in normalen Camcordern
• Nicht viele Audiofunktionen vorhanden, nur ein Mono-Mikrofon ist eingebaut und es gibt eine Windgeräuschreduzierung
• Die Kamera ist zwar kompakt, aber der unbewegliche LCD ist nicht gerade die beste Lösung für Videoaufnahmen
| Umfassende Videotests und Analysen zur Verfügung gestellt von Andrea Soares |
|
Die Panasonic GF1 bietet zwei Möglichkeiten zur Videokomprimierung: Motion JPEG (MJPEG) und AVCHD Lite. MJPEG ist
hauptsächlich in Digitalkameras zu finden aber auch bei
videofähigen DSLR. Diesen Codec gibt es schon länger und er
ist mit den meisten Mediaplayern und Bearbeitungsprogrammen kompatibel.
Deswegen empfiehlt Panasonic auch, Videos mit dem MJPEG-Format
aufzunehmen, wenn sie auf einem Computer wiedergegeben oder bearbeitet
werden sollen.
Die AVCHD Lite Komprimierung ist ein Ableger des AVCHD-Codecs, das
in fast allen Consumer-HD-Camcordern zu finden ist, die nicht auf Band
aufnehmen. Theoretisch sollte es nicht viel Unterschied geben zwischen
dem normalen und dem Lite-Codec. Die Lite-Variante kann höchstens
mit einer 1280 x 720 Auflösung aufnehmen. Interessanterweise haben
wir feststellen müssen, dass einige Programme Schwierigkeiten mit
dem Filmmaterial im AVCHD Lite Format der GF1 hatten. Final Cut Express
hat das Material ohne Probleme importiert, aber die Videos sind auf dem
Computer doppelt so schnell abgespielt worden. Das gleiche ist mit
iMovie und Adobe Premiere passiert. Da AVCHD Lite so neu ist, scheinen
viele Bearbeitungsprogramme noch kein Plug-Ins oder Updates dafür
zu haben. Laut Appel sollte die neueste Version von iMovie HD aber
keine Probleme mit AVCHD Lite haben.
Die GF1 nimmt Videos mit einer maximalen Auflösung von 1280 x
720 auf (sowohl in MJPEG als auch in AVCHD Lite). Mit MJPEG werden die
Videos mit 30p Bildwiederholrate aufgenommen, mit AVCHD Lite mit einer
Bildfrequenz von 50p (wiedergegeben wird das ganze aber mit 30 Bildern
pro Sekunde). Es könnte an dieser 50p Framerate mit 30p
Sensorwiedergabe liegen, dass Bearbeitungsprogramme Schwierigkeiten mit
der Wiedergabe des Filmmaterials haben. Merkwürdig ist nur, dass
die Panasonic GH1 den gleichen Setup für die 50p-Aufnahmen hat –
und wir hatten überhaupt kein Problem mit den Aufnahmen.
Die Panasonic GF1 hat viele Qualitäts- und
Auflösungsvarianten für Videoaufnahmen. Diese Tabelle listet
alle Möglichkeiten auf:
| Format | Auflösung | Bitrate | Codec |
| SH - 50p* | 1280 x 720 | 17 Mbps | AVCHD Lite |
|
H - 50p* |
1280 x 720 | 13 Mbps | AVCHD Lite |
| L - 50p* | 1280 x 720 | 9 Mbps | AVCHD Lite |
| HD - 30p | 1280 x 720 | Keine Daten | MJPEG |
|
WVGA - 30p |
848 x 480 | Keine Daten | MJPEG |
| VGA - 30p | 640 x 480 | Keine Daten | MJPEG |
| QVGA - 30p | 320 x 240 | Keine Daten | MJPEG |
| *Sensorausgabe: 25 Bilder/s |
|||
| Belichtungseinstellungen |
| -3 to +3 in 1/3 EV Schritten |
| Blendeneinstellungen |
| Randweichzeichnung (6 Stufen) |
| Verschlusszeiten |
| Keine manuelle Bedienung im Videomodus |
| Weißabgleichseinstellungen |
| Auto, Tageslicht, Wolken, Schatten, Glühlampenlicht, Blitz, Weißeinstellung1 und 2, Weißabgleich-K-Einstellung (2500K - 10.000 K) |
| Lichtverstärker-Einstellungen |
| Keine ISO-Einstellung im Videomodus |
Die meisten Bedienteile der GF1 laufen im Videomodus automatisch. ISO und Verschlusszeiten können hier gar nicht manuell eingestellt werden. Es gibt aber eine beschränkte Blenden- und Belichtungseinstellung, und alle Motivprogramme, der Intelligente Automatikmodus (iA) und alle anderen Aufnahmemodi stehen ebenfalls zur Verfügung.
Der Blendenwert kann, während der Videoaufnahme, im Video-P-Modus eingestellt werden. Hier können Belichtungsausgleich und die etwas kryptische "Randweichzeichnung" – die eigentlich die Blendeneinstellung ist – angepasst werden.
Automatikbetrieb
Im Intelligenten Automatikmodus (iA)
stellt die GF1 selbständig die Motivprogramme ein. Im Videomodus
der GF1 heißt das: i-Portrait, i-Landschaft, i-Low Light, i-Macro
oder eine Standardeinstellung, wenn keine Szene passt. Wir fanden diese
Intelligente Szeneerkennung nicht sehr praktisch im Videomodus.
Meistens war es besser, ein Motivprogramm selbst auszuwählen.
Bei Aufnahmen in der Programmautomatik (P), Blendenpriorität
(A), Zeitpriorität (S) oder im Manuellen Modus (M), stellt die
Kamera die Blende und die Verschlusszeit automatisch ein (die
Belichtung kann angepasst werden). In keinem dieser Modi macht es einen
Unterschied, auf welchen Wert die Verschlusszeit oder die Blende
eingestellt wird – sobald der Aufnahmeknopf gedrückt wird, stellt
die Kamera alles automatisch neu ein.
Die automatische Belichtung der GF1 hat gut funktioniert und der
Übergang zwischen verschiedenen Lichtquellen hat gut ausgesehen.
Die Kamera hat ein paar unterschiedliche Autofokus-Funktionen, die wir
im Abschnitt "Fokus" näher erläutern.
Zoom: Bedienung und Faktor
Das Kit-Objektiv der GF1 ist ein
14-45mm f/3,5 - f/5,6 MicroFourThirds Objektiv. Es hat nicht das
längste Zoom (ein ca. 3-facher optischer Zoom), vor allem im
Vergleich zu herkömmlichen HD-Camcordern (die zwischen 10 und
16-fache optische Zooms haben). Gezoomt wird mit dem Ring am Objektiv –
und das Mikro nimmt eine ganze Menge damit verbundener Geräusche
auf.
Die GF1 hat auch einen 2-fachen und 4-fachen digitalen Zoom, das im Videomodus benutzt werden kann.
Die GF1 hat ein kontinuierliches, live Autofokus im Videomodus, der aber viel langsamer ist als der herkömmlicher Camcorder. Es dauerte oft 4 - 5 Sekunden, bis ein Motiv scharf gestellt war, die Übergänge sind aber glatt und gleichmäßig. Es ist Geschmackssache, ob einem der gleichmäßige, langsame Fokus der GF1 besser gefällt, als die oft sehr schnelle Scharfstellung der Camcorder.
Der Fokus kann auch manuell eingestellt werden, indem der Auslöser halb durchgedrückt wird – wie bei Fotos. Scharf gestellt wird mit dem Fokusring am Objektiv. Leider kann der Fokus für Videos nur im Manuellen Modus eingestellt werden. Gleichzeitige Einstellung von Auto- und manuellem Modus bei während Videoaufnahmen geht nicht.
Belichtung, Blende und Verschlusszeit
Die Belichtung kann
in den meisten Modi eingestellt werden und während der Aufnahmen
können sogar die Belichtungslevel angepasst werden. Die Belichtung
wird mit dem kleinen Wahlrad an der rechten oberen Ecke der
Rückseite eingestellt.
Die Blende kann zwar manuell angepasst werden, aber nur im
Video-P-Modus, wo Panasonic sie Randweichzeichnung nennt. Eingestellt
wird die Randweichzeichnung mit dem Wahlrad, der auch die Belichtung
einstellt. Zwischen Belichtung und Blende wird gewechselt, indem das Wahlrad gedrückt wird.
Das größte Problem mit der Randweichzeichnungsfunktion
ist, dass die Kamera die f-Stufenwerte nicht anzeigt, die eingestellt
werden. Stattdessen wird ein Balken auf dem LCD angezeigt, wobei ein
Ende einen verschwommenen Hintergrund mit fokussiertem Vordergrund und
das andere Ende sowohl Vorder- als auch Hintergrund scharf gestellt
zeigt. Damit kann die Randweichzeichnung auf die gewollte
Tiefenschärfe
eingestellt werden. Dieses System mag für Anfänger einfacher
verständlich sein, Profis werden eher verstört sein, dass es
keine Ziffernanzeige der f-Stufenwerte im Videomodus gibt.
ISO und Andere Funktionen
Da
die GF1 im Videomodus weder Verschlusszeit- noch ISO-Einstellung gibt,
ist die einzige manuelle Einstellmöglichkeit über die sich zu
reden lohnt, die Farb-Einstellung der Kamera. Diese Einstellung
funktioniert im Videomodus genauso wie im Fotomodus. Es gibt
voreingestellte Farbmodi und die Möglichkeit die Farben
benutzerdefiniert einzustellen.
Die GF1 hat auch eine Funktion zur Verringerung des Bildflackerns
das in manchen Umgebungen durch Leuchtstofflicht verursacht wird. Ist
die Funktion zur Verringerung des Bildflackerns angestellt, ist die
Verschlusszeit auf 1/100 Sekunden festgesetzt und die
Randweichzeichnung kann nicht angepasst werden.
Die Panasonic GF1 hat keine große Auswahl an Audiofunktionen.
Das Mikrofon, das auf der Oberseite der Kamera eingebaut ist, nimmt
Einkanalton auf. Außerdem werden auch Kamerageräusche mit
aufgenommen – der Motor des Objektiv- und Zoomrings usw.
Qualitativ hochwertige Tonaufnahmen gibt die Panasonic GF1 nicht
her.
Die Kamera hat eine Audiofunktion, Windgeräuschunterdrückung, mit der (wie der Name schon sagt), Windrauschen reduziert werden soll. Es gibt einige videofähige DSLRs, die ein Stereomikrofon eingebaut haben und einige haben sogar die Anschlüsse für externe Mikrofone. Die Tabelle unten zeigt einen Überblick über alle Funktionen:
| Panasonic GF1 | Olympus E-P1 | Panasonic GH1 | Nikon D5000 | |
| Mini (1/8") | Nein | Nein | Ja 2,5 mm | Nein |
| Kopfhörer | Nein | Nein | Nein | Nein |
| Lautstärkeregler | Nein | Nein | Nein | Nein |
| Zubehörschuh | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Mikrofon Hi/Low | Nein | Nein | Nein | Nein |
| Windrauschunterdrückung | Ja | Nein | Ja | Nein |
| Stereo/Mono | Mono | Stereo | Stereo | Mono |
Die Panasonic GF1 ist klein, wie die Olympus E-P1 auch, aber das ist
auch schon alles was das Design der GF1 gut für Videoaufnahmen
macht. Die Kamera hat keinen elektronischen Sucher und der LCD ist
feststehend. Und nichts ist schlimmer für Videoaufnahmen als ein
feststehender LCD. Der Bildschirm kann weder für besondere
Aufnahmewinkel rotiert werden, noch geneigt werden um blendendes Licht
zu vermeiden.
|
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Die kompakte Größe der GF1 kann von auch Vorteil sein für Videoaufnahmen |
Die GF1 hat, neben dem feststehenden LCD, auch keinen besonders
guten Griff. Die Kamera ist viel leichter und kleiner als die meisten
Spiegelreflexkameras, hat aber auch keine Wölbung für einen
guten Griff auf der rechten Seite. Außerdem, wie das mit allen
videofähigen DSLR so ist, fühlt sich die Panasonic GF1 als
Videoaufnahmegerät einfach merkwürdig an, vor allem für
die, die an herkömmliche Camcorder gewöhnt sind. Eine Kamera
ist einfach kein Camcorder.
|
|
Der feststehende LCD macht die Aufnahmen in verschiedenen Winkeln schwierig |
Wir müssen Panasonic Anerkennung zollen dafür, dass der
Videomodus der GF1 so einfach ist. Für manche Nutzer könnte
es sogar zu einfach sein. Nur Blende und Belichtung können
angepasst werden. Wer also Verschlusszeiten und ISO-Einstellungen im
Videomodus herumspielen
(Weißabgleich kann im Videomodus auch manuell eingestellt
werden), sollte sich nach einer anderen Kamera umschauen. Es ist etwas
merkwürdig, dass Panasonic die Blendeneinstellung
"Randweichzeichnung" nennt und dass die Kamera die f-Stufenwerte bei
Anpassung der Blende nicht anzeigt. Das ist aber Teil der Einfachheit
der Kamera und wird vor allem die Nutzer ansprechen, die nur einen
Videomodus wollen bei dem sie viel ausprobieren wollen.
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