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Panasonic Lumix DMC-GF1

Digitalkamera Test

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Video Lowlight Verhalten

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Vergleich Olympus E-P1
Panasonic Lumix DMC-GF1
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Videofunktionen

• Nicht viele manuelle Einstellungsmöglichkeiten im Videomodus – nur Belichtung und Blende können angepasst werden
• Blendeneinstellung heißt im Videomodus “Randweichzeichnung”, die f-Stopps werden nicht als Zahlen dargestellt, wenn die Einstellungen geändert werden
• Die Kamera hat einen “Live” Autofokus, der ist aber langsamer als in normalen Camcordern
• Nicht viele Audiofunktionen vorhanden, nur ein Mono-Mikrofon ist eingebaut und es gibt eine Windgeräuschreduzierung
• Die Kamera ist zwar kompakt, aber der unbewegliche LCD ist nicht gerade die beste Lösung für Videoaufnahmen

Umfassende Videotests und Analysen zur Verfügung gestellt von Andrea Soares

Video: Komprimierung (8,00)


Die Panasonic GF1 bietet zwei Möglichkeiten zur Videokomprimierung: Motion JPEG (MJPEG) und AVCHD Lite. MJPEG ist hauptsächlich in Digitalkameras zu finden aber auch bei videofähigen DSLR. Diesen Codec gibt es schon länger und er ist mit den meisten Mediaplayern und Bearbeitungsprogrammen kompatibel. Deswegen empfiehlt Panasonic auch, Videos mit dem MJPEG-Format aufzunehmen, wenn sie auf einem Computer wiedergegeben oder bearbeitet werden sollen.

Die AVCHD Lite Komprimierung ist ein Ableger des AVCHD-Codecs, das in fast allen Consumer-HD-Camcordern zu finden ist, die nicht auf Band aufnehmen. Theoretisch sollte es nicht viel Unterschied geben zwischen dem normalen und dem Lite-Codec. Die Lite-Variante kann höchstens mit einer 1280 x 720 Auflösung aufnehmen. Interessanterweise haben wir feststellen müssen, dass einige Programme Schwierigkeiten mit dem Filmmaterial im AVCHD Lite Format der GF1 hatten. Final Cut Express hat das Material ohne Probleme importiert, aber die Videos sind auf dem Computer doppelt so schnell abgespielt worden. Das gleiche ist mit iMovie und Adobe Premiere passiert. Da AVCHD Lite so neu ist, scheinen viele Bearbeitungsprogramme noch kein Plug-Ins oder Updates dafür zu haben. Laut Appel sollte die neueste Version von iMovie HD aber keine Probleme mit AVCHD Lite haben.

Die GF1 nimmt Videos mit einer maximalen Auflösung von 1280 x 720 auf (sowohl in MJPEG als auch in AVCHD Lite). Mit MJPEG werden die Videos mit 30p Bildwiederholrate aufgenommen, mit AVCHD Lite mit einer Bildfrequenz von 50p (wiedergegeben wird das ganze aber mit 30 Bildern pro Sekunde). Es könnte an dieser 50p Framerate mit 30p Sensorwiedergabe liegen, dass Bearbeitungsprogramme Schwierigkeiten mit der Wiedergabe des Filmmaterials haben. Merkwürdig ist nur, dass die Panasonic GH1 den gleichen Setup für die 50p-Aufnahmen hat – und wir hatten überhaupt kein Problem mit den Aufnahmen.

Die Panasonic GF1 hat viele Qualitäts- und Auflösungsvarianten für Videoaufnahmen. Diese Tabelle listet alle Möglichkeiten auf:

Format Auflösung Bitrate Codec
SH - 50p* 1280 x 720 17 Mbps AVCHD Lite
H - 50p*

1280 x 720 13 Mbps AVCHD Lite
L - 50p* 1280 x 720 9 Mbps AVCHD Lite
HD - 30p 1280 x 720 Keine Daten MJPEG
WVGA - 30p

848 x 480 Keine Daten MJPEG
VGA - 30p 640 x 480 Keine Daten MJPEG
QVGA - 30p 320 x 240 Keine Daten MJPEG
*Sensorausgabe: 25 Bilder/s





Belichtungseinstellungen
-3 to +3 in 1/3 EV Schritten
Blendeneinstellungen
Randweichzeichnung (6 Stufen)
Verschlusszeiten
Keine manuelle Bedienung im Videomodus
Weißabgleichseinstellungen
Auto, Tageslicht, Wolken, Schatten, Glühlampenlicht, Blitz, Weißeinstellung1 und 2, Weißabgleich-K-Einstellung (2500K - 10.000 K)
Lichtverstärker-Einstellungen
Keine ISO-Einstellung im Videomodus
Video: Manuelle Bedienung (5,5)

Die meisten Bedienteile der GF1 laufen im Videomodus automatisch. ISO und Verschlusszeiten können hier gar nicht manuell eingestellt werden. Es gibt aber eine beschränkte Blenden- und Belichtungseinstellung, und alle Motivprogramme, der Intelligente Automatikmodus (iA) und alle anderen Aufnahmemodi stehen ebenfalls zur Verfügung.

Der Blendenwert kann, während der Videoaufnahme, im Video-P-Modus eingestellt werden. Hier können Belichtungsausgleich und die etwas kryptische "Randweichzeichnung" – die eigentlich die Blendeneinstellung ist – angepasst werden.

Automatikbetrieb
Im Intelligenten Automatikmodus (iA) stellt die GF1 selbständig die Motivprogramme ein. Im Videomodus der GF1 heißt das: i-Portrait, i-Landschaft, i-Low Light, i-Macro oder eine Standardeinstellung, wenn keine Szene passt. Wir fanden diese Intelligente Szeneerkennung nicht sehr praktisch im Videomodus. Meistens war es besser, ein Motivprogramm selbst auszuwählen.


Bei Aufnahmen in der Programmautomatik (P), Blendenpriorität (A), Zeitpriorität (S) oder im Manuellen Modus (M), stellt die Kamera die Blende und die Verschlusszeit automatisch ein (die Belichtung kann angepasst werden). In keinem dieser Modi macht es einen Unterschied, auf welchen Wert die Verschlusszeit oder die Blende eingestellt wird – sobald der Aufnahmeknopf gedrückt wird, stellt die Kamera alles automatisch neu ein.

Die automatische Belichtung der GF1 hat gut funktioniert und der Übergang zwischen verschiedenen Lichtquellen hat gut ausgesehen. Die Kamera hat ein paar unterschiedliche Autofokus-Funktionen, die wir im Abschnitt "Fokus" näher erläutern.

Zoom: Bedienung und Faktor
Das Kit-Objektiv der GF1 ist ein 14-45mm f/3,5 - f/5,6 MicroFourThirds Objektiv. Es hat nicht das längste Zoom (ein ca. 3-facher optischer Zoom), vor allem im Vergleich zu herkömmlichen HD-Camcordern (die zwischen 10 und 16-fache optische Zooms haben). Gezoomt wird mit dem Ring am Objektiv – und das Mikro nimmt eine ganze Menge damit verbundener Geräusche auf.


Die GF1 hat auch einen 2-fachen und 4-fachen digitalen Zoom, das im Videomodus benutzt werden kann.

Fokus
Die GF1 hat ein kontinuierliches, live Autofokus im Videomodus, der aber viel langsamer ist als der herkömmlicher Camcorder. Es dauerte oft 4 - 5 Sekunden, bis ein Motiv scharf gestellt war, die Übergänge sind aber glatt und gleichmäßig. Es ist Geschmackssache, ob einem der gleichmäßige, langsame Fokus der GF1 besser gefällt, als die oft sehr schnelle Scharfstellung der Camcorder.

Der Fokus kann auch manuell eingestellt werden, indem der Auslöser halb durchgedrückt wird – wie bei Fotos. Scharf gestellt wird mit dem Fokusring am Objektiv. Leider kann der Fokus für Videos nur im Manuellen Modus eingestellt werden. Gleichzeitige Einstellung von Auto- und manuellem Modus bei während Videoaufnahmen geht nicht.  

Belichtung, Blende und Verschlusszeit
Die Belichtung kann in den meisten Modi eingestellt werden und während der Aufnahmen können sogar die Belichtungslevel angepasst werden. Die Belichtung wird mit dem kleinen Wahlrad an der rechten oberen Ecke der Rückseite eingestellt.


Die Blende kann zwar manuell angepasst werden, aber nur im Video-P-Modus, wo Panasonic sie Randweichzeichnung nennt. Eingestellt wird die Randweichzeichnung mit dem Wahlrad, der auch die Belichtung einstellt. Zwischen Belichtung und Blende wird gewechselt, indem das Wahlrad gedrückt wird.

Das größte Problem mit der Randweichzeichnungsfunktion ist, dass die Kamera die f-Stufenwerte nicht anzeigt, die eingestellt werden. Stattdessen wird ein Balken auf dem LCD angezeigt, wobei ein Ende einen verschwommenen Hintergrund mit fokussiertem Vordergrund und das andere Ende sowohl Vorder- als auch Hintergrund scharf gestellt zeigt. Damit kann die Randweichzeichnung auf die gewollte Tiefenschärfe eingestellt werden. Dieses System mag für Anfänger einfacher verständlich sein, Profis werden eher verstört sein, dass es keine Ziffernanzeige der f-Stufenwerte im Videomodus gibt.

ISO und Andere Funktionen
Da die GF1 im Videomodus weder Verschlusszeit- noch ISO-Einstellung gibt, ist die einzige manuelle Einstellmöglichkeit über die sich zu reden lohnt, die Farb-Einstellung der Kamera. Diese Einstellung funktioniert im Videomodus genauso wie im Fotomodus. Es gibt voreingestellte Farbmodi und die Möglichkeit die Farben benutzerdefiniert einzustellen.


Die GF1 hat auch eine Funktion zur Verringerung des Bildflackerns das in manchen Umgebungen durch Leuchtstofflicht verursacht wird. Ist die Funktion zur Verringerung des Bildflackerns angestellt, ist die Verschlusszeit auf 1/100 Sekunden festgesetzt und die Randweichzeichnung kann nicht angepasst werden.

Audiofunktionen (1,75)


Die Panasonic GF1 hat keine große Auswahl an Audiofunktionen. Das Mikrofon, das auf der Oberseite der Kamera eingebaut ist, nimmt Einkanalton auf. Außerdem werden auch Kamerageräusche mit aufgenommen – der Motor des Objektiv- und Zoomrings usw. Qualitativ hochwertige Tonaufnahmen gibt die Panasonic GF1 nicht her.

Die Kamera hat eine Audiofunktion, Windgeräuschunterdrückung, mit der (wie der Name schon sagt), Windrauschen reduziert werden soll. Es gibt einige videofähige DSLRs, die ein Stereomikrofon eingebaut haben und einige haben sogar die Anschlüsse für externe Mikrofone. Die Tabelle unten zeigt einen Überblick über alle Funktionen: 

  Panasonic GF1 Olympus E-P1 Panasonic GH1 Nikon D5000
Mini (1/8") Nein Nein Ja 2,5 mm Nein
Kopfhörer Nein Nein Nein Nein
Lautstärkeregler Nein Nein Nein Nein
Zubehörschuh Ja Ja Ja Ja
Mikrofon Hi/Low Nein Nein Nein Nein
Windrauschunterdrückung Ja Nein Ja Nein
Stereo/Mono Mono Stereo Stereo Mono

Video: Handling (5,50)


Die Panasonic GF1 ist klein, wie die Olympus E-P1 auch, aber das ist auch schon alles was das Design der GF1 gut für Videoaufnahmen macht. Die Kamera hat keinen elektronischen Sucher und der LCD ist feststehend. Und nichts ist schlimmer für Videoaufnahmen als ein feststehender LCD. Der Bildschirm kann weder für besondere Aufnahmewinkel rotiert werden, noch geneigt werden um blendendes Licht zu vermeiden.

Die kompakte Größe der GF1 kann von auch Vorteil
sein für Videoaufnahmen

Die GF1 hat, neben dem feststehenden LCD, auch keinen besonders guten Griff. Die Kamera ist viel leichter und kleiner als die meisten Spiegelreflexkameras, hat aber auch keine Wölbung für einen guten Griff auf der rechten Seite. Außerdem, wie das mit allen videofähigen DSLR so ist, fühlt sich die Panasonic GF1 als Videoaufnahmegerät einfach merkwürdig an, vor allem für die, die an herkömmliche Camcorder gewöhnt sind. Eine Kamera ist einfach kein Camcorder.

Der feststehende LCD macht die Aufnahmen
in verschiedenen Winkeln schwierig

Wir müssen Panasonic Anerkennung zollen dafür, dass der Videomodus der GF1 so einfach ist. Für manche Nutzer könnte es sogar zu einfach sein. Nur Blende und Belichtung können angepasst werden. Wer also Verschlusszeiten und ISO-Einstellungen im Videomodus herumspielen (Weißabgleich kann im Videomodus auch manuell eingestellt werden), sollte sich nach einer anderen Kamera umschauen. Es ist etwas merkwürdig, dass Panasonic die Blendeneinstellung "Randweichzeichnung" nennt und dass die Kamera die f-Stufenwerte bei Anpassung der Blende nicht anzeigt. Das ist aber Teil der Einfachheit der Kamera und wird vor allem die Nutzer ansprechen, die nur einen Videomodus wollen bei dem sie viel ausprobieren wollen.














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