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Panasonic Lumix DMC-GF1

Digitalkamera Test
Panasonic Lumix DMC-GF1
Seite 19

Fazit

Panasonic GF1

Jeder Fotograf kennt das: Es wäre das perfekte Bild, trotzdem geht es einem durch die Lappen, weil man die Spiegelreflexkamera mal nicht mit schleppen wollte. Dafür gibt es die kompakten MicroFourThirds-Kameras. Sie passen leicht in eine Jacken- oder Handtasche und bieten gleichzeitig die Flexibilität und Funktionalität einer Spiegelreflexkamera: Wechselobjektive, externer Blitz, manuelle Bedienung, Belichtungsreihen, Anpassung der Bilder an die eigenen Vorlieben usw. Und obwohl der Sensor einer MicroFourThirds Kamera kleiner ist als die herkömmlicher Spiegelreflexkameras, sind sie immer noch größer als die von kompakten Digitalkameras und produzieren bessere Fotos.

Die ersten Erfahrungen mit diesem Format haben wir mit der Olympus E-P1 sammeln dürfen, die wir, trotz einiger erheblicher Mängel, sehr hoch bewertet haben. Panasonic hat viele unserer Bedenken bei der E-P1 adressiert. Die GF1 hat einen schnellen Autofokus, einen integrierten Blitz und die (wenn auch teure) Möglichkeit mit einem Sucher, zusätzlich zur Live View, zu fotografieren. Ein paar Bereiche sind immer noch Verbesserungswürdig (Farbgenauigkeit ist mittelmäßig, Lowlight-Aufnahmen bleiben weit hinter den full-size DSLR). Die Schärfe und Klarheit der Bilder mit dem Kit-Objektiv waren aber hervorragend. Die Lumix GF1 nimmt sehr schöne Fotos auf. Sie ist einfach zu bedienen und es ist eine Freude mit ihr zu fotografieren,da sie alle Vorteile und die Flexibilität einer DSLR bietet. Und, man muss sich nicht mehr ärgern, die Kamera nicht mitgenommen zu haben: Die Kamera ist so klein, dass man sie überall hin mitnehmen kann

Performance:
Die größte Stärke der Kamera sind die scharfen, klaren Aufnahmen. Die Ergebnisse im Test Auflösung waren weit besser als die der videofähigen full-size Spiegelreflexkameras. Mit einem kleineren Sensor ist das Bildrauschen immer ein Problem. Die GF1 hat aber, mit voll aufgedrehter Rauschreduzierung, noch überraschen viele kleine Details reproduziert. Die Aufnahmerate liegt bei guten 3,3 Bildern pro Sekunde und, sowohl der automatische als auch der benutzerdefinierte, Weißabgleich ist sehr präzise. Beeindrucken war auch die Geschwindigkeit des Autofokussystems der GF1. Es ist nicht so schnell wie das einer anspruchsvollen Spiegelreflexkamera für Sportaufnahmen. Es reicht aber auf jeden Fall für das Fußballspiel der Kinder z.B., und das ohne Frust.


Video-Performance: brought to you by CamcorderInfo.com
Was die Videofunktionen angeht, bietet die Panasonic GF1 nicht Neues. Die kompakte Größe kann aber für Videoaufnahmen von Vorteil sein und der Filmmodus der Kamera ist auch einfach zu bedienen – vor allem wegen dem Live-Autofokus. Es gibt aber einige videofähige DSLR, die mehr Videofunktionen und eine höhere Auflösung als die GF1 haben.


Komponenten:
Die GF1 hat einen schönen, 3 Zoll LCD mit 460.000 Bildpunkten. Außerdem hat die Kamera einen HDMI-Anschluss, mit dem die Kamera direkt an einen HD-TV für die Wiedergabe von Fotos und Videos angeschlossen werden kann (die Diashow-Funktion ist auch besser als der Durchschnitt).Der Aufklappblitz ist super und produziert eine gleichmäßige Beleuchtung. Eine der wichtigsten Komponenten ist Sonderzubehör und kostet: Ein elektronischer Sucher kann angeschlossen werden (mit Live View).    

Handling:
Klein genug um in eine Jackentasche zu passen und trotzdem groß genug um gut in der Hand zu liegen. Das ist die GF1. Die Kombination der erhöhten Kante und der gut positionierte Daumenablage auf der Rückseite garantiert einen sicheren Griff, selbst bei Aufnahmen mit einer Hand. Das neue Modell löst auch zwei Probleme, die wir mit den älteren G-Modellen hatten: Das Einstellrad nicht mehr versehentlich geklickt werden (Klicken aktiviert den Belichtungsausgleich, nichts was aus Versehen geändert werden sollte). Und der praktische Filmmodus-Knopf, der bei der GH1 schlecht platziert war, gleich rechts von der Daumenablage, ist auf die Oberseite versetzt worden.


Bedienteile:
Die Mischung aus Bedienteilen für Einsteiger und Fortgeschrittene ist ausgewogen. Um die Blende und die Verschlusszeit an die Situation anzupassen nutzt die intelligente Automatik Szeneerkennung, eine bessere Lösung als sich nur auf den Belichtungsmesser zu verlassen. Es gibt haufenweise Motivprogramme und ein paar einigermaßen interessante Filtereffekte. Nützlicher ist die Weißabgleichseinstellung: Farben und andere  Anpassungen werden, für eine interaktive Kontrolle, live auf dem Bildschirm angezeigt. Da wir altmodisch genug sind um wissen zu wollen was im Bild fokussiert ist, bevor wir auf den Auslöser drücken, hat die Tiefenschärfevorschau, eine inzwischen gefährdete Funktion bei Consumer-DSLRs, unsere Herzen höher schlagen lassen.


  Die Bewertung der Vergleichskameras finden Sie hier:
Olympus E-P1 COMOP2 Canon EOS 500D Nikon D5000
Olympus E-P1 Panasonic GH1 Canon EOS 500D Nikon D5000
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