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Olympus PEN E-P1

Digitalkamera Test
Olympus PEN E-P1
Seite 19

Fazit

Olympus E-P1

Dank des MicroFourThirds Formats (das den Spiegel nicht benötigt) und so mancher kluger Technik, hat Olympus eine Kamera gestaltet, die zwar größer als die kompakten Digitalkameras ist, aber auch wesentlich kleiner als Spiegelreflexkameras. Panasonic hat das Design seiner ersten MicroFourThirds Kamera stark an die herkömmlichen Spiegelreflexkameras angelehnt. Olympus hat sich das Design im eigenen Haus abgeschaut: Sie sind haben sich die 1959 PEN zum Vorbild genommen. So wurde aus der E-P1 eine einfach zu bedienende, solide Kamera mit einem tollen Retro-Look.

Neben der Gestaltung und der Handhabung hat die E-P1 eine überlegene Farbwiedergabe und sehr gute Ergebnisse in der Auflösung. Hohes Bildrauschen (was typisch für kleine Sensoren ist) und ein eingeschränkter Dynamikumfang sind zwar problematisch, aber die Ergebnisse sind nicht total schlecht – man sollte nur nicht sein Glück mit hohen ISO-Einstellungen versuchen. Was die Hardware angeht, so fehlt ein integrierter Blitz und irgendeine Art von Sucher. Deshalb denken wir auch nicht, dass die E-P1 die ultimative Kamera ist, trotz dieser tollen Form. Aber die E-P1 konnte bei vielen Gelegenheiten mitgenommen werden, wo andere DSLRs (oder auch Panasonics G-Serie) einfach zu groß war um mitgenommen zu werden, und die aufgenommenen Bilder sehen auch toll aus – das ist mal eine befriedigende Kombination.

Performance:
In den meisten Tests hat die E-P1 sehr gut abgeschnitten und in den beiden Hauptbereichen Farbgenauigkeit und Auflösung sogar geglänzt. Das Bildrauschen ist aber problematisch, genauso wie bei anderen MicroFourThrids und FourThirds Kameras die den gleichen, relativ kleinen Sensor benutzen. Olympus' Entscheidung ein ISO 6400 einer schon von Bildrauschen geplagten Kamera hinzuzufügen ist uns ein Rätsel. Auch der Autofokus ist ein Problemkind: Schnelle Action und Sportaufnahmen können damit nicht gemacht werden, außer man ist in einer sehr hellen Umgebung und kann die Blende sehr niedrig einstellen um mit einer großen Tiefenschärfe den langsamen Fokus auszugleichen. Das andere mittelmäßige Ergebnis war die Serienbildaufnahme, deren Geschwindigkeit wir mit  nur etwas unter 3 Bildern pro Sekunde gemessen haben.


Video-Performance: brought to you by CamcorderInfo.com
Die Videofunktionen der E-P1 sind zwar ganz spaßig zum Ausprobieren, aber nicht so vielseitig oder Leistungsfähig wie bei so manchen hochwertigen videofähigen DSLRs. Die Videos haben gut ausgesehen, sind aber auf eine maximale Auflösung von 1280 x 720 beschränkt. Wegen der kompakten Größe ist sie aber trotzdem eine Überlegung wert.


Komponenten:
Das solide gebaute, metallene Kameragehäuse sieht nicht nur gut aus, es liegt auch gut in der Hand. Das 3-Zoll LCD hat einfache 230.000 Bildpunkte, hält sich aber bei hellem Sonnenschein gut, vor allem wenn die LCD-Helligkeit auf die höchste Stufe gestellt wird. Die zwei Einstellräder sind ein definitives Plus und macht Einstellungsänderungen schnell, vor allem im manuellen Modus. Ein dickes Lob gibt es auch für das innovative 3-fache Kit-Zoomobjektiv: Wenn es nicht benutzt wird, kann es ungefähr bis zur Hälfte eingefahren werden. Eine raffinierte Art den größten Vorteil der Kamera zu stützen.

Handling:
Die Kombination der strukturierten, angewinkelten Grifffläche vorne mit einer gut ausgeführten, gebogenen Daumenablage hinten ist in der Tat hervorragend. Die Kamera liegt gut und sicher in der Hand, ohne zu rutschen oder sich merkwürdig anzufühlen, selbst wenn sie nur in einer Hand gehalten wird. Beide Wahlräder sind gut positioniert und können zwar leicht bewegt werden, aber nicht so sehr, dass sie versehentlich verändert würden. Das einzige, das wirklich fehlt ist der Sucher. Egal ob man das Motiv bei Sonnenschein besser sehen will oder einfach nur die Kamera ruhig gehalten werden soll, er fehlt. Der Sucher verschwindet zwar mehr und mehr aus der Digitalkamera-Welt, aber die E-P1 ist auch keine normale Kompaktkamera. Sie ist größer und kann mit den größeren Teleobjektiven benutzt werden, mit denen Fotos im Live View Modus sehr schnell sehr verwackelt werden.

Bedienteile:
Die E-P1 kombiniert den intelligenten Automodus, der versucht eine Szene vor dem Fotografen zu erkennen und einem der Motivprogramme zuordnet, mit herkömmlichen Programm-, Zeit-, Belichtungsautomatik und manuellen Aufnahmemodi. Neulinge werden die große Auswahl an Motivprogrammen und die Effektfilter (die uns unglaublich albern vorkommen, als wir sie entdeckt haben) willkommen heißen.


  Die Bewertung der Vergleichskameras finden Sie hier:
Canon EOS-500D COMOP2 Olympus E-620 Panasonic GH1
Canon EOS-500D Nikon D5000 Olympus E-620 Panasonic GH1
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