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Einleitung
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01.Produktübersicht
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02.Farben
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03.Bildrauschen
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04.Auflösung
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05.Weißabgleich
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06.Beispielbilder
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07.Wiedergabe
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08.Ausstattung
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09.Bedienung
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10.Design & Handling
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11.Video Farben & Bildrauschen
Olympus PEN E-P1
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Design & Handling
Bedienung
- Automatik hat Szenenerkennung um einen geeigneten Aufnahmemodus zu wählen
- Zwei Einstellscheiben machen die manuelle Einstellung der Belichtung einfach
- Benutzerdefinierte Modi sind zwar ganz nett, aber schwer verständlich und anzusteuern
- Große Auswahl an Live View Ansichten einschließlich Histogramm, Bildschirmeinblendung einer Skala
- Justierung zeigt Ausgleich von Kippbewegungen an – das ist innovativ und sinnvoll
- Viele Motivprogramme zur Auswahl
- Effektfilter produzieren schöne Effekte ohne viel Aufwand
- Geschwindigkeit des Autofokus kann es nicht mit den Panasonic G-Kameras aufnehmen, schränkt die Möglichkeit von Actionaufnahmen ein
- Aufnahmereihe nur 3 Bilder pro Sekunde
- Tiefenschärfevorschau ist wirkungsvoll muss aber über den programmierbaren Funktionsknopf bedient werden
- Messmethoden mit Einstellungen für sehr helle oder dunkle Szenen
Aufnahmemodi (12,00)
Mit er E-P1 hält Olympus an der Grundausstattung fest,
einschließlich des Automatikmodus mit Szenenerkennung, das bei
Consumer-Spiegelreflexkameras immer beliebter wird. Die Kamera hat zwei
Einstellwahlscheiben, was sehr nützlich ist. In der
Programmautomatik können beide Einstellräder für den
Program-Shift-Modus benutzt werden. In Zeit- und Blendenautomatik
verändern sie den ausgesuchten Parameter und im manuellen Modus
stellt das Haupteinstellrad die Verschlusszeit ein, mit dem
Sub-Einstellrad werden die Blendenwerte eingestellt.
| Aufnahmemodi | |
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Auto
Die Kamera wählt, mit Hilfe der Szenenerkennung, den passenden Aufnahmemodus (Porträt, Landschaft, Nacht, Sport oder Macro). Es sind nur wenige Benutzereinstellungen, wie Blitz an/aus, Bildformat und Fokusmodus, verfügbar. |
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Programmautomatik
Die Kamera stellt Verschlusszeit und Blende ein, der Fotograf alles andere. Ebenfalls verfügbar ist der Program-Shift-Modus, der über beide Einstellräder verändert werden kann: Blende und Verschlusszeit werden in Kombination verändert während die Belichtung gleich bleibt. |
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Zeitautomatik
Der Nutzer stellt die Blende ein, die Kamera verändert die Verschlusszeit. Sehr nützlich, wenn die Tiefenschärfekontrolle höchste Priorität hat. |
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Blendenautomatik
Die Verschlusszeit wird manuell, der Blendenwert automatisch eingestellt. Vor allem dann nützlich, wenn der Schärfe- oder Unschärfegrad in einer Aufnahme mit sich bewegenden Objekten wichtig ist. |
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Manueller Modus
Manuelle Einstellung von Blende und Verschlusszeit. Das Haupteinstellrad verändert die Verschlusszeit, das Sub-Einstellrad den Blendenwert. Auf dem LCD erscheint ein Belichtungsindikator. |
Im ersten Aufnahmemenü kann die Kamera auf die
Grundeinstellungen ab Werk oder auf eines von zwei gespeicherten
Einstellungsprofile (Einst. 1 und Einst. 2) zurückgesetzt werden.
Das ist eine gute Methode um Einstellungspräferenzen auf bestimmte
Aufnahmebedinungen zu zuschneiden, aber die Handhabung ist verwirrend.
Statt diese Einstellungsprofile einfach "Benutzereinstellungen" zu
nennen und in einem richtigen Menüslot unterzubringen wurden sie im Menü "Benutzer Reset" vergraben.
Fast genauso skurril ist die Funktion "Mein Modus", in den
häufig verwendete Einstellungen im Mein Modus 1 oder Mein Modus 2
gespeichert werden können. Um auf diese zuzugreifen muss zuerst
die aktuelle Kameraeinstellung als Mein Modus 1 oder 2 abgespeichert,
dann ausgesucht welcher der beiden verfügbar sein soll, und
schließlich die Fn-Taste gehalten und gleichzeitig der
Auslöser gedrückt werden um die Einstellungen zu aktivieren.
Die Idee ist gut, aber rätselhaft komplizierte Ausführung.
Überschaubarer ist die Funktion Anti-Schock. Damit wird eine
Auslöseverzögerung von 1/8 bis 30 Sekunden hinzugefügt.
In Situationen in denen die Kamera absolut ruhig gehalten werden muss
ist das eine sehr wertvolle Funktion.
Live View (3,50)
Ohne elektronischen Sucher zur Verfügung zu haben, ist Live View die einzige Möglichkeit das Motiv zu sichten. Glücklicherweise geht der Bildschirm mit Außenbelichtung richtig gut um, auch wenn die Ansicht etwas körnig wird (vor allem, wenn der Helligkeitslevel auf die höchste Stufe gestellt wird). Zwar wird der Bildschirm bei Schwachlicht unattraktiv, aber wenigstens hat er nicht das ärgerliche Problem mit dem Verschluss, wenn die Kamera schnell geschwenkt wird das die Panasonic GH1 plagt.
Die E-P1 bietet viele verschiedene Livebild-Anzeigen, die bei Drücken des Infoknopfes wechseln:
| Live View Anzeigen | ||
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| Informationsanzeige Die Informationsanzeige ist normalerweise sehr einfach gehalten und zeigt nur Aufnahmemodus, ISO, Auslösemodus, Bildgröße, Verschlusszeit, Belichtungsausgleich und Bildnummer an. |
Erweiterte Informationsanzeige Wird der Aufnahmemodus oder die Program-Shift-Einstellung geändert, zeigt die Kamera zusätzlich Blitzeinstellung,Messmethode, Fokusmodus, Gesichtserkennung, Weißabgleich und Bildstabilisation an. Nach einigen Sekunden kehrt aber die Grundanzeige zurück. |
Live-Kontrolle Durch Drücken der OK Taste, in der Informationsanzeige, nur Bild, Skalenanzeige oder Justierungsanzeige, wird die Live-Kontrolle angezeigt mit der sich Einstellungen schnell ändern lassen. Detailliertere Informationen hierzu im Abschnitt Menüs. |
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| Histogrammanzeige Blendet ein Live-Histogramm ein, das nicht bewegt werden kann. |
Zoomanzeige Zeigt Aufnahmemodus, Verschlusszeit, Zeitautomatik und verbleibende Bilder an. Außerdem wird ein Zoomrechteck, das mit dem Steuerkreuz bewegt werden kann. Das Drücken der Taste OK öffnet den Zoommodus, in dem Vergrößerungen von 7x und 10x verfügbar sind (mit den Wahlrädern einstellbar). |
Multi-Bild-Anzeige Vorschau auf vier Bilder um die Ergebnisse der Belichtungs- und Weißabgleich-Veränderungen zu zeigen. |
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| Nur Bild Zeigt nur das Motiv auf einem ansonsten leeren Bildschirm. Die Aufnahmeinformationen werden aber bei Drehen des Einstellrads angezeigt. |
Skalenanzeige Blendet einen von drei Gitteranzeigen ein. Standardmäßig ist das eine X-Y-Achse (wie gezeigt). Ein Gitter mit vier oder acht Linien ist ebenfalls möglich. Alle drei können nacheinander eingeblendet werden. |
Justierungsanzeige Standardmäßig ausgeschaltet, zeigt diese nützliche Funktion die aktuelle Kameraposition an; wird die Kamera gerade gehalten, leuchtet sie grün. |
Wenn nicht alle vorhandenen Displays benutzt werden, können
über das Benutzermenü alle, bis auf die originalen
Informationsanzeigen ausgeschaltet werden. Das macht es schneller
zwischen den Anzeigen zu schelten.
Motivprogramme (8,00)
Die E-P1 bietet 19 Motivprogramme, eine großzügige Auswahl für diejenigen, die ihre Kamera auf die jeweilige Aufnahmesituation einstellen wollen ohne zu viel mit den manuellen Einstellungen hantieren zu müssen.
| Motivprogramme | |
|
Porträt
Optimal für Porträtaufnahmen |
|
e-Porträt Für gleichmäßige Hautdarstellung |
|
Landschaft Höhere Tiefenschärfe, Fokus auf Unendlich, verstärkt Blau und Grün |
|
Landschaft und Porträt
Tiefenschärfe über Vorder- und Hintergrund, verstärkt Blau und Grün |
|
Sport Sportaufnahmen oder andere sich schnell bewegende Motive |
|
Nachtaufnahme Langsame Verschlusszeiten für beleuchtete Nachtszenen |
|
Nacht und Person Blitz und langsame Verschlusszeit um ein vorderes Motiv und den Hintergrund gut zu fotografieren |
|
Kinder Für die Aufnahme von aktiven Kindern |
|
High Key Verstärkt helle Bereiche |
|
Low Key Verstärkt dunkle Bereiche |
|
DIS Modus Verringert Unschärfen digital |
|
Nahaufnahme Für Nahaufnahmen... |
|
Natur-Nahaufnahme Für Nahaufnahmen in der freien Natur |
|
Kerzenlicht Für Aufnahmen bei Kerzenlicht |
|
Sonnenuntergang Verstärkt Rot und Gelb für dramatische Bilder von Sonnenuntergängen und -aufgängen |
|
Dokumente Erhöhter Kontrast für leserliche Ergebnisse |
|
Panorama Für Aufnahmen mit Live View, die mit der Olympus Master Software zusammengefügt werden sollen |
|
Feuerwerk Langsame Verschlusszeit für Feuerwerksaufnahmen |
|
Strand und Schnee Für Hochkontrastbilder |
Der Aufnahmemodus Panorama hat Potential. Die Aufnahmen können
entweder waagrecht oder senkrecht gemacht werden und eine Sequenz kann
bis zu 10 Bilder halten, mit der man eine 360-Grad-Aufnahme machen
kann. Doch es gibt ein paar sonderbare Eigenschaften.
Wie unten gezeigt wird, blendet die Kamera zwei Orientierungsmarken
ein, mit denen sich die einzelnen Aufnahmen besser positionieren
lassen. Aber es zeigt kein "Phantombild" der vorigen Aufnahme, eine
weit verbreitete Funktion für Panoramaaufnahmen bei den
Kompaktkameras. Das Zusammenfügen der Aufnahmen kann auch nicht in
der Kamera vorgenommen werden, noch eine Funktion die in jeder
Kompaktkamera zu finden ist. Schließlich muss die Richtung der Aufnahmen vor dem ersten Bild
eingestellt werden. Als wir den Time Square fotografiert haben, haben
wir das vergessen. Egal was wir auch mit der Olympus Master 2 Software
probiert haben, wir konnten die französischen Touristen einfach
nicht auf die linke Seite des Bildes bekommen, wo sie hingehört
hätten.
wo die letzte Aufnahme aufgehört hat
Die E-P1 hat auch sechs Effektfilter, die inzwischen
Standardfunktionen in den Spiegelreflexkameras von Olympus sind. Diese
virtuellen Filter haben einen dramatischen Effekt auf die fotografieren
Szenen, und es gibt keine Möglichkeit die Intensität zu
ändern. Sollen die Aufnahmen als JPEG gespeichert werden, muss der
Effektfilter eingestellt sein, es wird aber, für den Fall der
Fälle, kein Foto ohne den Effekt gespeichert. Für Aufnahmen
in RAW + JPEG wird eine unveränderte RAW-Datei und eine JPEG-Datei
mit angewandtem Effekt gespeichert. Es ist auch möglich, eine
RAW-Datei zu speichern und den Effektfilter mit der
Kamerabildbearbeitung später hinzufügen.
Die Effektfilter brauchen ein paar Sekunden, bis sie angewendet werden,
was zu Verzögerungen zwischen den Aufnahmen führt.
Außerdem sind die Effektfilter auch während der
Videoaufnahmen verfügbar, aber die Verarbeitung dauert und
vermindert die Bildfrequenz – manchmal sogar wesentlich.
Wir waren nicht gleich von den Effektfiltern überzeugt. Nachdem
wir inzwischen aber einige Kameras mit dieser Funktion getestet haben,
mussten wir feststellen, dass sie manchmal ein ziemlich langweiliges
Foto in etwas sehr interessantes verwandeln können. Vor allem die Modi Pop Art und Monochrom Film.
| Effektfilter |
||
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![]() |
![]() |
| Pop Art Produziert eine sehr hohe Farbsättigung. |
Soft Fokus Erzeugt digitalen Soft-Fokus Effekt |
Blasse Farben Ändert die Farben in Pasteltöne |
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![]() |
![]() |
| Weiches Licht Helle und schattige Bereiche werden abgeschwächt |
Monochrom Film Körniger schwarzweißer Effekt |
Lochkamera Verringert äußere Belichtung um einen Tunneleffekt zu schaffen |
Bildeffekte (6,00)
Mit dem bewährten System, das schon die E-30 und die E-620
Kameras hatten, bietet auch die E-P1 fünf Bildeffekte plus die
Möglichkeit die Einstellungen zu verbessern und eine eigene
Version zu speichern. Außer die Farbtöne zu beeinflussen,
können auch Kontrast, Schärfe und (ausßer für
Monoton) Sättigung für jeden Bildeffektmodus angepasst werden.
Im Monoton-Modus kann eine Bildtönung (Sepia, Blau, Lila und
Grün) vorgenommen werden. Mit dem virtuellen Filter wird der
gleiche Effekt erzielt wie eine Schwarzweißaufnahme mit einem
farbigen Filter. Gelb zum Beispiel bringt Wolken besser hervor.
| Bildstile | ||
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![]() |
| Vivid Für besonders lebendige Farben |
Natural Für natürliche Farben |
Muted Für gedeckte Farbtöne |
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![]() |
![]() |
| Portrait Für schöne Hauttöne |
Monotone Erstellt ein Schwarzweißbild |
Anpassen Benutzerdefiniert: In diesem Beispiel wurden Schärfe und Kontrast auf +2 gestellt, die Sättigung auf -2 gesenkt. |
Die Mehrfachbelichtung der E-P1, die sowohl während beim Fotografieren als auch bei der Kamerabildbearbeitung verfügbar sind, sind spaßig und können sehr schöne Fotos produzieren. Beim Fotografieren können zwei aufeinander folgende Aufnahmen zu einem Foto zusammengefügt werden. Eine bereits gespeicherte RAW-Datei kann ebenfalls für die Überlagerung benutzt werden. Damit können unzählig viele Einzelbilder für die Überlagerung gespeichert werden um damit zu Experimentieren. Standardmäßig ist jedes Bild auf halbe Belichtung eingestellt, das kann aber überschrieben werden und die Bilder mit voller Belichtung überlagert werden. Um die Aufnahmen abgleichen zu können wird, während der Livebild-Aufnahme des zweiten Fotos, eine halb durchsichtige Ansicht des ersten Fotos angezeigt. Wem zwei Aufnahmen nicht reichen, kann mit RAW-Dateien arbeiten, und die neueste Mehrfachbelichtung als Teil einer älteren Kombination abspeichern. Trotzdem ist die Mehrfachbelichtung in Wiedergabemodus flexibler.
Fokus (15,50)
Der Autofokus ist das Hauptunterscheidungsmerkmal zwischen
Panasonics MicroFourThirds und der Olympus E-P1. Panasonics Kameras
fokussieren außerordentlich schnell – das erste wirklich
geeignete System für die Aufnahme sich bewegender Objektive im
Live View Modus. Die E-P1 braucht seine Zeit um den Autofokus
einzustellen, und das ist ein großes Problem – das auch viele
andere Spiegelreflexkameras mit Live View haben. Sportaufnahmen oder
Aufnahmen von aktiven Kindern mit der Kamera sind fast sinnlos.
Ein anderer Bereich, wo wir Schwierigkeiten erwartet hätten,
hat sich aber als Problemlos herausgestellt. Da es keine
Autofokushilfslicht gibt, sind wir vom Schlimmsten ausgegangen. Als wir
unsere Testfotos bei minimaler Beleuchtung gemacht haben, hat die
Kamera die Scharfstellung erfolgreich vorgenommen, bis hinunter zu sehr
schwacher Belichtung. Wer also nicht gerade plant, Bilder in totaler
Dunkelheit aufzunehmen, sollte keine Probleme haben.
Die E-P1 benutzt elf Fokusfelder, die folgendermaßen angeordnet sind:
Die AF-Felder der E-P1
Wird im AF Messfeld Modus fotografiert, wählt die Kamera
automatisch eines dieser elf Felder. Beim Einzel AF Messfeld Modus kann
der Fotograf ein AF-Feld auswählen, indem er den
Bildschirmindikator mit dem Steuerkreuz bewegt (sehr simpel) oder mit
den beiden Einstellrädern (eins für die waagrechte, eins
für die senkrechte Bewegung und viel zu kompliziert). Die
Messfelder zu wechseln ist wirklich mühsam, egal wie die Aufgabe
angegangen wird. Man kann den Einzel AF Modus aus einem der Menüs
noch mal aufrufen, dann das Messfeld um positionieren, was eine
längere Prozedur ist. Oder aber, man schaltet die
Direktzugriffsfunktion des Einstellrads (ISO, Autofokus,
Weißabgleich und Auslösemodus) aus und nutzt es nur um das
gewollte Messfeld zu bewegen. Dann aber muss man sich mit den
Menüs abplagen, wenn eine der Grundeinstellungen verändert
werden soll. Die E-620 und E-30 haben einen eigenen AF-Messfeld Knopf,
einfach aber effektiv. Das Weglassen dieses Knopfes bei der E-P1 war
ein Fehler.
Außerdem gibt es noch die Möglichkeit den,
überbesetzten, Fn-Knopf mit einer Autofokus-ähnlichen
Funktion zu besetzen. Es kann eine standardmäßige Position
für ein Messfeld ausgewählt werden (mit ein paar
ungeschickten Tastenbetätigungen), die bei jeder Betätigung
des Fn-Knopfs zurückgesetzt wird, sollte sie das als
Fn-Zugriffsfunktion angewählt werden.
| Einstellungsmöglichkeiten Fokus | |
| Einzel-Autofokus
Die Scharfstellung erfolgt einmal, wenn der Auslöser halb heruntergedrückt wird und bleibt beim gleichen Fokus solange bis der Auslöser ganz gedrückt ist. |
|
| Kontinuierlicher Autofokus Die Kamera versucht den Fokus beizubehalten, auch wenn das sich Motiv (oder Fotograf) bewegt, solange der Auslöser halb gedrückt bleibt. |
|
| Manueller Fokus
Durch Drehen des Objektivrings wird das Motiv scharf gestellt. Ist der Fokus erreicht, leuchtet ein Indikator auf. |
|
| Kombinierte Einzel-Fokus und Manuelle Scharfstellung
Die Kamera nutzt den Einzel-Fokus um einen anfänglichen Fokuspunkt zu erreichen, der dann manuell angepasst werden kann. |
|
Gesichtserkennung stellt Fokus und Messmethode automatisch auf das wieder zu erkennende Gesicht ein. Es gibt mehrere Möglichkeiten die Gesichtserkennungsfunktion aufzurufen. Dazu gehören das Standardmenüsystem, die Live-Kontrolle, die Monitor-Funktionsanzeige und die Zuordnung der Gesichtserkennung zum Fn-Knopf. Mit dieser Option werden automatisch zusätzliche Einstellungen verändert, wenn Gesichtserkennung angestellt wird: Die Messmethode wird auf Mittengewichtet, Gradation auf Automatisch, Autofokus auf Einzel-AF und die Messmethode auf Evaluativ eingestellt.
Mit dem Kit-Objektiv ist der manuelle Fokus sehr
gleichmäßig, der Ring ist empfindlich genug um schnell
gedreht zu werden und gleichzeitig so gut konstruiert,
dass er sehr präzise ist. In der Motivanzeige taucht die
Möglichkeit eine vergrößerte Anzeige zu haben
automatisch auf wenn der Fokusring im manuellen Modus benutzt wird, was
wirkliche Genauigkeit ermöglicht.
Belichtung (4,25)
Belichtungsausgleich ist in einem Bereich von ± 3
verfügbar, in 1/3, 1/2 oder 1 EV Schritten. Ohne wirklich
ersichtlichen Grund ist das ein kleinerer Bereich als bei der E-620 und
E-30, die beide eine ±5-Reichweite haben.
| Belichtungsausgleich | Automatische Belichtungsreihe |
| ±3 EV in 1/3/ 1/2 und 1 EV Schritten | Sequenz von 3 Bildern in Intervallen von 0,3, 0,7 oder 1 EV |
Die automatische Belichtungsreihe ist als eine Sequenz von 3 Bildern verfügbar, in Intervallen von 0,3, 0,7 oder 1 EV.
Wer findet, dass seine Bilder immer zu hell oder zu dunkel werden,
kann eine Belichtungsverschiebung von ±1 EV in 1/6 Schritten
einstellen, die bei jeder Belichtungsmessung angewandt wird.
Olympus bietet ein Kompensationssystem für den Dynamikumfang:
Die mysteriöse Gradation, die vier Einstellungsmöglichkeiten
hat. Es gibt die Standard-Einstellung Normal und Auto, wo die einzelnen
Bereiche des Bildes einzeln beurteilt und angepasst werden. Für
extreme Situationen gibt es auch Low Key, für die Erhaltung von
Schattendetails von dunklen Objekten und High Key, das helle Bereiche
des Bildes vor Überbelichtung schützt. Was fehlt ist die gute
alte "Aus" Taste, unsere Wahl, wenn wir das Bildrauschen auf ein
Minimum reduzieren wollen.
Bildserie (2,98)
Laut Olympus hat die E-P1 eine Bildserie von ca. 3 Bildern pro Sekunde
und unser Test bestätigt das mit 2,98 fps. Leider vergeben wir
Punkte aufgrund der Leistung, nicht Ehrlichkeit, und 3 Bilder pro
Sekunde ist nichts, worüber laut geredet werden sollte, vor allem
nicht im Vergleich zu anderen DSLRs (wie unten zu sehen ist).
| Zeitvergleich Bilderserie |
|
Betriebsart/Reihenbilder (6,00)
Es gibt eine Reihenbildfunktion mit den versprochenen drei Bildern pro
Sekunde. Es gibt zwar nicht wirklich festgelegt, wie viele Fotos
nacheinander aufgenommen werden können, aber die Geschwindigkeit
verringert sich drastisch nach etwa 12 Fotos, sowohl für JPEGs als
auch für RAWs.
Schärfentiefeprüfung (1,00)
Es gibt eine effektive Tiefenschärfevorschau, aber es gibt keinen zugeordneten Knopf, was ein Problem darstellt. Auf die Tiefenschärfevorschau kann nur zugegriffen werden, wenn sie dem Fn-Knopf zugewiesen wird – dem gleichen, den man für den benutzerdefinierten Weißabgleich braucht.
Messmethoden (7,00)
Olympus hat zwei ungewöhnliche Messmethoden in die E-P1 eingebaut, die dazu dienen sollen mit extrem hellen oder dunklen Szenen klar zu kommen.
| Einstellungsmöglichkeiten Messmethoden | |
| Digitale ESP Messung Miss Helligkeit in 324 Bereichen des Bildes und berechnet eine ausgewogene Belichtung | |
| Mittengewichtete Integralmessung Bewertet die gesamte Szene aber die Gewichtung liegt in der Bildmitte. | |
| Spotmessung Gründet Belichtung auf einen einzigen Punkt in der Mitte des Bildes | |
| HI Spotmessung - Hellere Belichtung Bewertet nur den Mittelpunkt aber die Überbelichtung erlaubt eine genaue Weißwiedergabe wenn der Hintergrund sehr hell ist. | |
| SH Spotmessung - Dunklere Belichtung Bewertet nur den Mittelpunkt, die Unterbelichtung gibt Schwarz auch wirklich Schwarz und nicht Grau wieder, wenn der Hintergrund sehr dunkel ist. | |
Die Muster für Mittengewichtete Integralmessung (links) und Spotmessung (rechts)
Verschlusszeiten (10,00)
Verfügbare Verschlusszeiten reichen von 1/4000 bis zu 60 Sekunden (im Vergleich zum typischen30-Sekunden-Maximum) und eine Langzeitbelichtung für erweiterte Belichtungswerte.
| Verschlusszeiten |
| 1/4000 bis 60 Sekunden und Langzeitbelichtung |
Es gibt auch eine Auslöseverzögerungsfunktion, die
Anti-Shok genannt wird. Damit wird das Foto erst nach einer, vom Nutzer
einstellbaren, Verzögerung von zwischen 1/8 und30 Sekunden nach
Drücken des Auslösers geschossen. Das ist für extreme
Aufnahmebedinungen sehr nützlich.
Selbstauslöser (2,50)
Es gibt zwei Selbstauslösemodi. Merkwürdig ist, dass
beide still sind – also keinen beruhigenden Piepten von sich geben der
einem mitteilt, dass der Auslöser gedrückt und die Kamera
bald das Foto machen wird. Was auch fehlt ist die Option das ganze mit
einer Fernbedienung auszulösen (es gibt aber eine verkabelte
Fernbedienung).
| Einstellungsmöglichkeiten Selbstauslöser | |
![]() | 12-Sekunden Der Selbstauslöser-LED leuchtet für ca. 10 Sekunden und blinkt für 2 Sekunden, worauf die Aufnahme folgt. |
| 2-Sekunden Der Selbstauslöser-LED blinkt für 2 Sekunden, woraufhin die Aufnahme erfolgt. | |
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