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Olympus PEN E-P1

Digitalkamera Test

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Ausstattung

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Design & Handling
Olympus PEN E-P1
Seite 9

Bedienung

  • Automatik hat Szenenerkennung um einen geeigneten Aufnahmemodus zu wählen
  • Zwei Einstellscheiben machen die manuelle Einstellung der Belichtung einfach
  • Benutzerdefinierte Modi sind zwar ganz nett, aber schwer verständlich und anzusteuern
  • Große Auswahl an Live View Ansichten einschließlich Histogramm, Bildschirmeinblendung einer Skala
  • Justierung zeigt Ausgleich von Kippbewegungen an – das ist innovativ und sinnvoll
  • Viele Motivprogramme zur Auswahl
  • Effektfilter produzieren schöne Effekte ohne viel Aufwand
  • Geschwindigkeit des Autofokus kann es nicht mit den Panasonic G-Kameras aufnehmen, schränkt die Möglichkeit von Actionaufnahmen ein
  • Aufnahmereihe nur 3 Bilder pro Sekunde
  • Tiefenschärfevorschau ist wirkungsvoll muss aber über den programmierbaren Funktionsknopf bedient werden
  • Messmethoden mit Einstellungen für sehr helle oder dunkle Szenen

Aufnahmemodi (12,00)


Mit er E-P1 hält Olympus an der Grundausstattung fest, einschließlich des Automatikmodus mit Szenenerkennung, das bei Consumer-Spiegelreflexkameras immer beliebter wird. Die Kamera hat zwei Einstellwahlscheiben, was sehr nützlich ist. In der Programmautomatik können beide Einstellräder für den Program-Shift-Modus benutzt werden. In Zeit- und Blendenautomatik verändern sie den ausgesuchten Parameter und im manuellen Modus stellt das Haupteinstellrad die Verschlusszeit ein, mit dem Sub-Einstellrad werden die Blendenwerte eingestellt.

Aufnahmemodi
x
x Auto
Die Kamera wählt, mit Hilfe der Szenenerkennung, den passenden Aufnahmemodus (Porträt, Landschaft, Nacht, Sport oder Macro). Es sind nur wenige Benutzereinstellungen, wie Blitz an/aus, Bildformat und Fokusmodus, verfügbar.


x Programmautomatik
Die Kamera stellt Verschlusszeit und Blende ein, der Fotograf alles andere. Ebenfalls verfügbar ist der Program-Shift-Modus, der über beide Einstellräder verändert werden kann: Blende und Verschlusszeit werden in Kombination verändert während die Belichtung gleich bleibt. 
x Zeitautomatik
Der Nutzer stellt die Blende ein, die Kamera verändert die Verschlusszeit. Sehr nützlich, wenn die Tiefenschärfekontrolle höchste Priorität hat.
x Blendenautomatik
Die Verschlusszeit wird manuell, der Blendenwert automatisch eingestellt. Vor allem dann nützlich, wenn der Schärfe- oder Unschärfegrad in einer Aufnahme mit sich bewegenden Objekten wichtig ist.


x Manueller Modus
Manuelle Einstellung von Blende und Verschlusszeit. Das Haupteinstellrad verändert die Verschlusszeit, das Sub-Einstellrad den Blendenwert. Auf dem LCD erscheint ein Belichtungsindikator.


Im ersten Aufnahmemenü kann die Kamera auf die Grundeinstellungen ab Werk oder auf eines von zwei gespeicherten Einstellungsprofile (Einst. 1 und Einst. 2) zurückgesetzt werden. Das ist eine gute Methode um Einstellungspräferenzen auf bestimmte Aufnahmebedinungen zu zuschneiden, aber die Handhabung ist verwirrend. Statt diese Einstellungsprofile einfach "Benutzereinstellungen" zu nennen und in einem richtigen Menüslot unterzubringen wurden sie im Menü "Benutzer Reset" vergraben.

Fast genauso skurril ist die Funktion "Mein Modus", in den häufig verwendete Einstellungen im Mein Modus 1 oder Mein Modus 2 gespeichert werden können. Um auf diese zuzugreifen muss zuerst die aktuelle Kameraeinstellung als Mein Modus 1 oder 2 abgespeichert, dann ausgesucht welcher der beiden verfügbar sein soll, und schließlich die Fn-Taste gehalten und gleichzeitig der Auslöser gedrückt werden um die Einstellungen zu aktivieren. Die Idee ist gut, aber rätselhaft komplizierte Ausführung.

Überschaubarer ist die Funktion Anti-Schock. Damit wird eine Auslöseverzögerung von 1/8 bis 30 Sekunden hinzugefügt. In Situationen in denen die Kamera absolut ruhig gehalten werden muss ist das eine sehr wertvolle Funktion.

Live View (3,50)


Ohne elektronischen Sucher zur Verfügung zu haben, ist Live View die einzige Möglichkeit das Motiv zu sichten. Glücklicherweise geht der Bildschirm mit Außenbelichtung richtig gut um, auch wenn die Ansicht etwas körnig wird (vor allem, wenn der Helligkeitslevel auf die höchste Stufe gestellt wird). Zwar wird der Bildschirm bei Schwachlicht unattraktiv, aber wenigstens hat er nicht das ärgerliche Problem mit dem Verschluss, wenn die Kamera schnell geschwenkt wird das die Panasonic GH1 plagt. 

Die E-P1 bietet viele verschiedene Livebild-Anzeigen, die bei Drücken des Infoknopfes wechseln:

Live View Anzeigen
Informationsanzeige
Die Informationsanzeige ist normalerweise sehr einfach gehalten und zeigt nur Aufnahmemodus, ISO, Auslösemodus, Bildgröße, Verschlusszeit, Belichtungsausgleich und Bildnummer an. 
Erweiterte Informationsanzeige
Wird der Aufnahmemodus oder die Program-Shift-Einstellung geändert, zeigt die Kamera zusätzlich Blitzeinstellung,Messmethode, Fokusmodus, Gesichtserkennung, Weißabgleich und Bildstabilisation an. Nach einigen Sekunden kehrt aber die Grundanzeige zurück.
Live-Kontrolle
Durch Drücken der OK Taste, in der Informationsanzeige, nur Bild, Skalenanzeige oder Justierungsanzeige, wird die Live-Kontrolle angezeigt mit der sich Einstellungen schnell ändern lassen. Detailliertere Informationen hierzu im Abschnitt Menüs.
Histogrammanzeige
Blendet ein Live-Histogramm ein, das nicht bewegt werden kann.


Zoomanzeige
Zeigt Aufnahmemodus, Verschlusszeit, Zeitautomatik und verbleibende Bilder an. Außerdem wird ein Zoomrechteck, das mit dem Steuerkreuz bewegt werden kann. Das Drücken der Taste OK öffnet den Zoommodus, in dem Vergrößerungen von 7x und 10x verfügbar sind (mit den Wahlrädern einstellbar).


Multi-Bild-Anzeige
Vorschau auf vier Bilder um die Ergebnisse der Belichtungs- und Weißabgleich-Veränderungen zu zeigen.
Nur Bild
Zeigt nur das Motiv auf einem ansonsten leeren Bildschirm. Die Aufnahmeinformationen werden aber bei Drehen des Einstellrads angezeigt.


Skalenanzeige
Blendet einen von drei Gitteranzeigen ein. Standardmäßig ist das eine X-Y-Achse (wie gezeigt). Ein Gitter mit vier oder acht Linien ist ebenfalls möglich. Alle drei können nacheinander eingeblendet werden.


Justierungsanzeige
Standardmäßig ausgeschaltet, zeigt diese nützliche Funktion die aktuelle Kameraposition an; wird die Kamera gerade gehalten, leuchtet sie grün.



Wenn nicht alle vorhandenen Displays benutzt werden, können über das Benutzermenü alle, bis auf die originalen Informationsanzeigen ausgeschaltet werden. Das macht es schneller zwischen den Anzeigen zu schelten.  


Motivprogramme (8,00)


Die E-P1 bietet 19 Motivprogramme, eine großzügige Auswahl für diejenigen, die ihre Kamera auf die jeweilige Aufnahmesituation einstellen wollen ohne zu viel mit den manuellen Einstellungen hantieren zu müssen.  

Motivprogramme
x Porträt
Optimal für Porträtaufnahmen
x e-Porträt
Für gleichmäßige Hautdarstellung
x Landschaft
Höhere Tiefenschärfe, Fokus auf Unendlich, verstärkt Blau und Grün
x Landschaft und Porträt
Tiefenschärfe über Vorder- und Hintergrund, verstärkt Blau und Grün
x Sport
Sportaufnahmen oder andere sich schnell bewegende Motive


x Nachtaufnahme
Langsame Verschlusszeiten für beleuchtete Nachtszenen


x Nacht und Person
Blitz und langsame Verschlusszeit um ein vorderes Motiv und den Hintergrund gut zu fotografieren
x Kinder
Für die Aufnahme von aktiven Kindern 
x High Key
Verstärkt helle Bereiche
x Low Key
Verstärkt dunkle Bereiche
x DIS Modus
Verringert Unschärfen digital
x Nahaufnahme
Für Nahaufnahmen...
x Natur-Nahaufnahme
Für Nahaufnahmen in der freien Natur
x Kerzenlicht
Für Aufnahmen bei Kerzenlicht
x Sonnenuntergang
Verstärkt Rot und Gelb für dramatische Bilder von Sonnenuntergängen und -aufgängen


x Dokumente
Erhöhter Kontrast für leserliche Ergebnisse


x Panorama
Für Aufnahmen mit Live View, die mit der Olympus Master Software zusammengefügt werden sollen
x Feuerwerk
Langsame Verschlusszeit für Feuerwerksaufnahmen
x Strand und Schnee
Für Hochkontrastbilder

Der Aufnahmemodus Panorama hat Potential. Die Aufnahmen können entweder waagrecht oder senkrecht gemacht werden und eine Sequenz kann bis zu 10 Bilder halten, mit der man eine 360-Grad-Aufnahme machen kann. Doch es gibt ein paar sonderbare Eigenschaften. Wie unten gezeigt wird, blendet die Kamera zwei Orientierungsmarken ein, mit denen sich die einzelnen Aufnahmen besser positionieren lassen. Aber es zeigt kein "Phantombild" der vorigen Aufnahme, eine weit verbreitete Funktion für Panoramaaufnahmen bei den Kompaktkameras. Das Zusammenfügen der Aufnahmen kann auch nicht in der Kamera vorgenommen werden, noch eine Funktion die in jeder Kompaktkamera zu finden ist. Schließlich muss die Richtung der Aufnahmen vor dem ersten Bild eingestellt werden. Als wir den Time Square fotografiert haben, haben wir das vergessen. Egal was wir auch mit der Olympus Master 2 Software probiert haben, wir konnten die französischen Touristen einfach nicht auf die linke Seite des Bildes bekommen, wo sie hingehört hätten.

x
Für die Panoramaaufnahmen muss man sich merken,
wo die letzte Aufnahme aufgehört hat





Die E-P1 hat auch sechs Effektfilter, die inzwischen Standardfunktionen in den Spiegelreflexkameras von Olympus sind. Diese virtuellen Filter haben einen dramatischen Effekt auf die fotografieren Szenen, und es gibt keine Möglichkeit die Intensität zu ändern. Sollen die Aufnahmen als JPEG gespeichert werden, muss der Effektfilter eingestellt sein, es wird aber, für den Fall der Fälle, kein Foto ohne den Effekt gespeichert. Für Aufnahmen in RAW + JPEG wird eine unveränderte RAW-Datei und eine JPEG-Datei mit angewandtem Effekt gespeichert. Es ist auch möglich, eine RAW-Datei zu speichern und den Effektfilter mit der Kamerabildbearbeitung später hinzufügen.


Die Effektfilter brauchen ein paar Sekunden, bis sie angewendet werden, was zu Verzögerungen zwischen den Aufnahmen führt. Außerdem sind die Effektfilter auch während der Videoaufnahmen verfügbar, aber die Verarbeitung dauert und vermindert die Bildfrequenz – manchmal sogar wesentlich.


Wir waren nicht gleich von den Effektfiltern überzeugt. Nachdem wir inzwischen aber einige Kameras mit dieser Funktion getestet haben, mussten wir feststellen, dass sie manchmal ein ziemlich langweiliges Foto in etwas sehr interessantes verwandeln können. Vor allem die Modi Pop Art und Monochrom Film.

Effektfilter

Pop Art
Produziert eine sehr hohe Farbsättigung.
Soft Fokus
  Erzeugt digitalen Soft-Fokus Effekt
Blasse Farben
  Ändert die Farben in Pasteltöne
Weiches Licht
  Helle und schattige Bereiche werden abgeschwächt


Monochrom Film
Körniger schwarzweißer Effekt 


Lochkamera
  Verringert äußere Belichtung um einen Tunneleffekt zu schaffen




Bildeffekte (6,00)


Mit dem bewährten System, das schon die E-30 und die E-620 Kameras hatten, bietet auch die E-P1 fünf Bildeffekte plus die Möglichkeit die Einstellungen zu verbessern und eine eigene Version zu speichern. Außer die Farbtöne zu beeinflussen, können auch Kontrast, Schärfe und (ausßer für Monoton) Sättigung für jeden Bildeffektmodus angepasst werden. Im Monoton-Modus kann eine Bildtönung (Sepia, Blau, Lila und Grün) vorgenommen werden. Mit dem virtuellen Filter wird der gleiche Effekt erzielt wie eine Schwarzweißaufnahme mit einem farbigen Filter. Gelb zum Beispiel bringt Wolken besser hervor.


Bildstile
Vivid
Für besonders lebendige Farben
Natural
Für natürliche Farben
Muted
Für gedeckte Farbtöne
Portrait
Für schöne Hauttöne
Monotone
Erstellt ein Schwarzweißbild
Anpassen
Benutzerdefiniert: In diesem Beispiel wurden Schärfe und Kontrast auf +2 gestellt, die Sättigung auf -2 gesenkt.

Die Mehrfachbelichtung der E-P1, die sowohl während beim Fotografieren als auch bei der  Kamerabildbearbeitung verfügbar sind, sind spaßig und können sehr schöne Fotos produzieren. Beim Fotografieren können zwei aufeinander folgende Aufnahmen zu einem Foto zusammengefügt werden. Eine bereits gespeicherte RAW-Datei kann ebenfalls für die Überlagerung benutzt werden. Damit können unzählig viele Einzelbilder für die Überlagerung gespeichert werden um damit zu Experimentieren. Standardmäßig ist jedes Bild auf halbe Belichtung eingestellt, das kann aber überschrieben werden und die Bilder mit voller Belichtung überlagert werden. Um die Aufnahmen abgleichen zu können wird, während der Livebild-Aufnahme des zweiten Fotos, eine halb durchsichtige Ansicht des ersten Fotos angezeigt. Wem zwei Aufnahmen nicht reichen, kann mit RAW-Dateien arbeiten, und die neueste Mehrfachbelichtung als Teil einer älteren Kombination abspeichern. Trotzdem ist die Mehrfachbelichtung in Wiedergabemodus flexibler.


Fokus (15,50)


Der Autofokus ist das Hauptunterscheidungsmerkmal zwischen Panasonics MicroFourThirds und der Olympus E-P1. Panasonics Kameras fokussieren außerordentlich schnell – das erste wirklich geeignete System für die Aufnahme sich bewegender Objektive im Live View Modus. Die E-P1 braucht seine Zeit um den Autofokus einzustellen, und das ist ein großes Problem – das auch viele andere Spiegelreflexkameras mit Live View haben. Sportaufnahmen oder Aufnahmen von aktiven Kindern mit der Kamera sind fast sinnlos.

Ein anderer Bereich, wo wir Schwierigkeiten erwartet hätten, hat sich aber als Problemlos herausgestellt. Da es keine Autofokushilfslicht gibt, sind wir vom Schlimmsten ausgegangen. Als wir unsere Testfotos bei minimaler Beleuchtung gemacht haben, hat die Kamera die Scharfstellung erfolgreich vorgenommen, bis hinunter zu sehr schwacher Belichtung. Wer also nicht gerade plant, Bilder in totaler Dunkelheit aufzunehmen, sollte keine Probleme haben.

Die E-P1 benutzt elf Fokusfelder, die folgendermaßen angeordnet sind:   

x
Die AF-Felder der E-P1

Wird im AF Messfeld Modus fotografiert, wählt die Kamera automatisch eines dieser elf Felder. Beim Einzel AF Messfeld Modus kann der Fotograf ein AF-Feld auswählen, indem er den Bildschirmindikator mit dem Steuerkreuz bewegt (sehr simpel) oder mit den beiden Einstellrädern (eins für die waagrechte, eins für die senkrechte Bewegung und viel zu kompliziert). Die Messfelder zu wechseln ist wirklich mühsam, egal wie die Aufgabe angegangen wird. Man kann den Einzel AF Modus aus einem der Menüs noch mal aufrufen, dann das Messfeld um positionieren, was eine längere Prozedur ist. Oder aber, man schaltet die Direktzugriffsfunktion des Einstellrads (ISO, Autofokus, Weißabgleich und Auslösemodus) aus und nutzt es nur um das gewollte Messfeld zu bewegen. Dann aber muss man sich mit den Menüs abplagen, wenn eine der Grundeinstellungen verändert werden soll. Die E-620 und E-30 haben einen eigenen AF-Messfeld Knopf, einfach aber effektiv. Das Weglassen dieses Knopfes bei der E-P1 war ein Fehler.

Außerdem gibt es noch die Möglichkeit den, überbesetzten, Fn-Knopf mit einer Autofokus-ähnlichen Funktion zu besetzen. Es kann eine standardmäßige Position für ein Messfeld ausgewählt werden (mit ein paar ungeschickten Tastenbetätigungen), die bei jeder Betätigung des Fn-Knopfs zurückgesetzt wird, sollte sie das als Fn-Zugriffsfunktion angewählt werden.

Einstellungsmöglichkeiten Fokus
x Einzel-Autofokus
Die Scharfstellung erfolgt einmal, wenn der Auslöser halb heruntergedrückt wird und bleibt beim gleichen Fokus solange bis der Auslöser ganz gedrückt ist.
x Kontinuierlicher Autofokus
Die Kamera versucht den Fokus beizubehalten, auch wenn das sich Motiv (oder Fotograf) bewegt, solange der Auslöser halb gedrückt bleibt.
x Manueller Fokus
Durch Drehen des Objektivrings wird das Motiv scharf gestellt. Ist der Fokus erreicht, leuchtet ein Indikator auf.
x Kombinierte Einzel-Fokus und Manuelle Scharfstellung
Die Kamera nutzt den Einzel-Fokus um einen anfänglichen Fokuspunkt zu erreichen, der dann manuell angepasst werden kann.

Gesichtserkennung stellt Fokus und Messmethode automatisch auf das wieder zu erkennende Gesicht ein. Es gibt mehrere Möglichkeiten die Gesichtserkennungsfunktion aufzurufen. Dazu gehören das Standardmenüsystem, die Live-Kontrolle, die Monitor-Funktionsanzeige und die Zuordnung der Gesichtserkennung zum Fn-Knopf. Mit dieser Option werden automatisch zusätzliche Einstellungen verändert, wenn Gesichtserkennung angestellt wird: Die Messmethode wird auf Mittengewichtet, Gradation auf Automatisch, Autofokus auf Einzel-AF und die Messmethode auf Evaluativ eingestellt.

Mit dem Kit-Objektiv ist der manuelle Fokus sehr gleichmäßig, der Ring ist empfindlich genug um schnell gedreht zu werden und gleichzeitig so gut konstruiert, dass er sehr präzise ist. In der Motivanzeige taucht die Möglichkeit eine vergrößerte Anzeige zu haben automatisch auf wenn der Fokusring im manuellen Modus benutzt wird, was wirkliche Genauigkeit ermöglicht.


Belichtung (4,25)


Belichtungsausgleich ist in einem Bereich von ± 3 verfügbar, in 1/3, 1/2 oder 1 EV Schritten. Ohne wirklich ersichtlichen Grund ist das ein kleinerer Bereich als bei der E-620 und E-30, die beide eine ±5-Reichweite haben.

Belichtungsausgleich Automatische Belichtungsreihe
±3 EV in 1/3/ 1/2 und 1 EV Schritten Sequenz von 3 Bildern in Intervallen von 0,3, 0,7 oder 1 EV

Die automatische Belichtungsreihe ist als eine Sequenz von 3 Bildern verfügbar, in Intervallen von 0,3, 0,7 oder 1 EV.

Wer findet, dass seine Bilder immer zu hell oder zu dunkel werden, kann eine Belichtungsverschiebung von ±1 EV in 1/6 Schritten einstellen, die bei jeder Belichtungsmessung angewandt wird.

Olympus bietet ein Kompensationssystem für den Dynamikumfang: Die mysteriöse Gradation, die vier Einstellungsmöglichkeiten hat. Es gibt die Standard-Einstellung Normal und Auto, wo die einzelnen Bereiche des Bildes einzeln beurteilt und angepasst werden. Für extreme Situationen gibt es auch Low Key, für die Erhaltung von Schattendetails von dunklen Objekten und High Key, das helle Bereiche des Bildes vor Überbelichtung schützt. Was fehlt ist die gute alte "Aus" Taste, unsere Wahl, wenn wir das Bildrauschen auf ein Minimum reduzieren wollen.

Serienaufnahmen

Bildserie (2,98)
Laut Olympus hat die E-P1 eine Bildserie von ca. 3 Bildern pro Sekunde und unser Test bestätigt das mit 2,98 fps. Leider vergeben wir Punkte aufgrund der Leistung, nicht Ehrlichkeit, und 3 Bilder pro Sekunde ist nichts, worüber laut geredet werden sollte, vor allem nicht im Vergleich zu anderen DSLRs (wie unten zu sehen ist).  

Zeitvergleich Bilderserie
x

Betriebsart/Reihenbilder (6,00)
Es gibt eine Reihenbildfunktion mit den versprochenen drei Bildern pro Sekunde. Es gibt zwar nicht wirklich festgelegt, wie viele Fotos nacheinander aufgenommen werden können, aber die Geschwindigkeit verringert sich drastisch nach etwa 12 Fotos, sowohl für JPEGs als auch für RAWs.   

Schärfentiefeprüfung (1,00)


Es gibt eine effektive Tiefenschärfevorschau, aber es gibt keinen zugeordneten Knopf, was ein Problem darstellt. Auf die Tiefenschärfevorschau kann nur zugegriffen werden, wenn sie dem Fn-Knopf zugewiesen wird – dem gleichen, den man für den benutzerdefinierten Weißabgleich braucht.  

Messmethoden (7,00)


Olympus hat zwei ungewöhnliche Messmethoden in die E-P1 eingebaut, die dazu dienen sollen mit extrem hellen oder dunklen Szenen klar zu kommen. 

Einstellungsmöglichkeiten Messmethoden
x Digitale ESP Messung
Miss Helligkeit in 324 Bereichen des Bildes und berechnet eine ausgewogene Belichtung
x Mittengewichtete Integralmessung
Bewertet die gesamte Szene aber die Gewichtung liegt in der Bildmitte.
x Spotmessung
Gründet Belichtung auf einen einzigen Punkt in der Mitte des Bildes
x HI Spotmessung - Hellere Belichtung
Bewertet nur den Mittelpunkt aber die Überbelichtung erlaubt eine genaue Weißwiedergabe wenn der Hintergrund sehr hell ist.
x SH Spotmessung - Dunklere Belichtung
Bewertet nur den Mittelpunkt, die Unterbelichtung gibt Schwarz auch wirklich Schwarz und nicht Grau wieder, wenn der Hintergrund sehr dunkel ist.




x x
  Die Muster für Mittengewichtete Integralmessung (links) und Spotmessung (rechts)

 

Verschlusszeiten (10,00)


Verfügbare Verschlusszeiten reichen von 1/4000 bis zu 60 Sekunden (im Vergleich zum typischen30-Sekunden-Maximum) und eine Langzeitbelichtung für erweiterte Belichtungswerte.  

Verschlusszeiten
1/4000 bis 60 Sekunden und Langzeitbelichtung

Es gibt auch eine Auslöseverzögerungsfunktion, die Anti-Shok genannt wird. Damit wird das Foto erst nach einer, vom Nutzer einstellbaren, Verzögerung von zwischen 1/8 und30 Sekunden nach Drücken des Auslösers geschossen. Das ist für extreme Aufnahmebedinungen sehr nützlich.

Selbstauslöser (2,50)


Es gibt zwei Selbstauslösemodi. Merkwürdig ist, dass beide still sind – also keinen beruhigenden Piepten von sich geben der einem mitteilt, dass der Auslöser gedrückt und die Kamera bald das Foto machen wird. Was auch fehlt ist die Option das ganze mit einer Fernbedienung auszulösen (es gibt aber eine verkabelte Fernbedienung).



Einstellungsmöglichkeiten Selbstauslöser
x 12-Sekunden
Der Selbstauslöser-LED leuchtet für ca. 10 Sekunden und blinkt für 2 Sekunden, worauf die Aufnahme folgt. 
x 2-Sekunden
Der Selbstauslöser-LED blinkt für 2 Sekunden, woraufhin die Aufnahme erfolgt.














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