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Nikon D7000

Digitalkamera Test

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Video Lowlight Verhalten

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Vergleich Canon 60D
Nikon D7000
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Videofunktionen

  • Die Kamera hat eine gute Auswahl an manueller Videosteuerung, aber das Interface ist verwirrend
  • Komprimiert mit MPEG-4, das erste Mal, das Nikon diese Komprimierung benutzt (vorher MJPEG)
  • Viele interne Bildbearbeitungsfunktionen
  • Nachführ-AF im Live View ist eine gute Idee, wenn sie denn gut funktionieren würde
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Video: Komprimierung (8,00)

Die Nikon D7000 hat viele Aufnahmeoptionen, was uns sehr freut. Frühere Nikon Spiegelreflexkameras mit Video hatten lange nicht so viele Qualitätsaufnahmen oder Bildraten zur Auswahl. Außerdem ist die D7000 die erste Nikon-Kamera, die mit MPEG-4 aufnimmt, statt mit dem Motion JPEG. MPEG-4 gilt als die bessere Komprimierung für Videos und ist in der Camcorder Industrie weit verbreitet.

Alle Videos werden als MOV-Dateien gespeichert und die Kamera kann ein Video von höchstens 20 Minuten aufnehmen (laut Nikon). Toll sind die verschiedenen Framerates von 24p oder 30p, es wäre noch besser, wenn die Kamera auch eine Bildrate von 60i oder 60p hätte. Ungewöhnlich ist auch, dass Nikon für die Standarddefinition eine Auflösung von 640 × 424, statt den sonst üblichen 640 × 480 oder 720 × 480, bietet. Es könnte schlimmer sein, und wir finden es toll, dass Nikon so viele Aufnahmemodi bietet.

Zusätzlich zu den in der Tabelle unten aufgeführten Aufnahmemodi, kann die D7000 auch auf PAL umgeschaltet werden (im Menüsystem). Im PAL-Modus bietet die Kamera eine Bildrate von 25p statt den 30p bei Auflösungen von 1280 × 720 und 640 × 424; 24p wird aber nicht geändert.

Format Auflösung Codec Bildrate
HQ 1080 1920 x 1080 H.264/MPEG-4 AVC 24p
Normal 1080 1920 x 1080 H.264/MPEG-4 AVC 24p
HQ 720 1280 x 720 H.264/MPEG-4 AVC 30p
Normal 720 1280 x 720 H.264/MPEG-4 AVC 30p
HQ 720 1280 x 720 H.264/MPEG-4 AVC 24p
Normal 720 1280 x 720 H.264/MPEG-4 AVC 24p
HQ 424 640 x 424 H.264/MPEG-4 AVC 30p
Normal 424 640 x 424 H.264/MPEG-4 AVC 30p
Belichtungseinstellungen
-3 bis +3 in Schritten von 1/3 LW
Blendeneinstellungen
f/3.5, f/4, f/4.5, f/5, f/5.6, f/6.3, f/7.1, f/8, f/9, f/10, f/11, f/13, f/14, f/16, f/18, f/20, f/22
Verschlusszeiten
1/30, 1/40, 1/50, 1/60, 1/80, 1/100, 1/125, 1/160, 1/200, 1/250, 1/320, 1/400, 1/500, 1/640, 1/800, 1/1000, 1/1250, 1/1600, 1/2000, 1/2500, 1/3200, 1/4000, 1/5000, 1/6400, 1/8000
Weißabgleichseinstellungen
Auto, Glühlicht, Fluoreszenz, Direktes Tageslicht, Bewölkt, Schatten, Kelvin Einstellung, Manuell
ISO-Einstellungen
100, 125, 160, 200, 250, 320, 400, 500, 640, 800, 1000, 1250, 1600, 2000, 2500, 3200, 4000, 5000, 6400, H 0.3, H 0.7, H 1.0, H 2.0

Die D7000 hat viele manuelle Einstellungsmöglichkeiten, im Videomodus hat die Kamera aber ein verwirrendes Interface. Seit der Markteinführung der D90 (der ersten videofähigen DSLR überhaupt) hat Nikon Probleme damit.

Trotzdem sind wir sehr froh zu sehen, dass die D7000 manuelle Blende, Verschlusszeit und ISO bietet und auch ein neues Autofokussystem hat, dass auch während der Videoaufnahme funktioniert, ohne dass ein Knopf gedrückt werden muss.

Automatikbetrieb

Die D7000 funktioniert im Videomodus vollautomatisch, außer die Videoeinstellungen werden im Menüsystem auf manuell umgestellt. Aber auch in der Automatik kann die Belichtung angepasst werden.

Der neue Nachführ-Autofokus ist eine angenehme Überraschung, hat aber auch Schwierigkeiten. Erstens ist das System extrem laut und die Kamera klickt und macht andere Geräusche wenn sie den Fokus neu einstellt. Außerdem ist der Autofokus manchmal ziemlich ungenau und langsam. Gibt man dieser Funktion Zeit, dann funktioniert sie auch. Die Tatsache allein, dass die Kamera den Nachführ-AF im Videomodus überhaupt hat, ist toll – und mehr als von vielen anderen videofähigen DSLR behauptet werden kann.

Zoom: Bedienung und Faktor

Mit der D7000 kommt ein 18 – 105 mm Kit-Objektiv, das etwa einem 6-fachen optischen Zoom entspricht. Man kann mehr (oder weniger) Zoom haben, je nachdem welches Objektiv benutzt wird. Der Zoom wird mit dem Objektivring eingestellt.

Fokus

Der bereits erwähnte Nachführ-AF ist nicht der einzige Fokusmodus, den die D7000 anbietet. Insgesamt hat die Kamera vier Einstellungen zur Auswahl: Porträt, Großes Messfeld, Normal, Motiv-Verfolgung. Der letzte ist am interessantesten und erinnert uns an die Verfolgungsmodi, die auch in High-End Camcordern zu finden sind. Beim Motiv-Verfolgungs-AF kann die Taste “OK” auf der Rückseite gedrückt werden und die Kamera “Verfolgt” das Motiv, während es sich durch das Bild bewegt (und ganz nebenbei das Motiv auch noch scharf stellt). Überraschenderweise funktioniert das richtig gut, wenn es auch Probleme mit Bildrauschen und Fokusgeschwindigkeit gibt (aber alle Fokusmodi der D7000 haben diese Probleme).

Für weniger Bildrauschen kann der manuelle Fokus der D7000 benutzt werden, der mit dem Objektivring eingestellt wird. Außerdem gibt es einen Autofokus der nicht kontinuierlich arbeitet sondern nur dann, wenn der Nutzer den Auslöser halb durchdrückt.

Belichtung, Blende und Verschlusszeit

Alle drei Funktionen können in der D7000 manuell eingestellt werden, nur das Setup ist verwirrend. Belichtungseinstellungen sind am einfachsten, da sie in jedem Modus vorgenommen werden können (außer im manuellen Modus). Aber die Kamera lässt den Nutzer in dem Glauben, dass die Belichtung zwischen -5 bis +5 in 1/3 LW Stufen eingestellt werden kann; im Videomodus ist die Reichweite aber -3 bis +3. Wir haben keine Ahnung, warum die höheren Werte angezeigt werden – es ändert sich nichts, wenn diese eingestellt werden. Es ist verwirrend, nicht sehr nett von Nikon und schlecht ausgeführt.

Blende und Verschlusszeit können nur im manuellen Aufnahmemodus eingestellt werden. In der Zeitautomatik kann der Nutzer die Blende (aber nicht die Verschlusszeit) einstellen. Das verwirrende Element hier ist, dass die Blende nicht während der Aufnahme manuell eingestellt werden kann, die Verschlusszeit schon. Um die Blende einzustellen muss der Nutzer die Live View komplett verlassen, die Blende einstellen und dann die Live View wieder einschalten. Nikon hat ein ähnliches System bei älteren Modellen, wenigstens wird es jetzt besser im Handbuch erklärt.

ISO und Andere Funktionen

Auch ISO kann im Videomodus eingestellt werden, wird aber gespeichert sobald die Aufnahme beginnt. Die Kamera hat eine große ISO-Reichweite für Videos, was großartig ist. Es ist aber ungewöhnlich, dass ISO nicht auf Automatik gestellt werden kann, wenn im manuellen Videomodus gearbeitet wird. Was wenn der Fotograf Blende und Verschlusszeit anpassen will, ISO aber von der Kamera eingestellt haben will? Mit der D7000 ist das nicht möglich.

Videofähige DSLR sind sicher nicht dafür bekannt, dass sie gute Tonaufnahmen machen, Nikon hat aber wenigstens versucht ein interessantes Paket für die D7000 zusammenzustellen. Leider hat die Kamera nichts, was die D300S nicht auch schon hatte. Wer also alle Audiofunktionen der D300S kennt wird hier nichts neues lernen.

Das eingebaute Mikrofon der D7000 ist ziemlich schlecht und nimmt nur in Mono auf. Außerdem nimmt es viele Aufnahmegeräusche auf (vom Fokus bis hin zu den Klicks der Tasten usw). Es gibt aber einen 3,5 mm Klinkenanschluss, ein Feature, das bei videofähigen DSLR inzwischen sehr beliebt ist. Mit dem externen Mikrofonanschluss können auch Tonaufnahmen in Stereo gemacht werden.

Audio Features Image
Die drei kleinen Löcher unter dem Logo sind das Mikrofon

Im Menüsystem der Kamera gibt es drei Einstellungen für die Aufnahmelautstärke – nicht viel, aber besser als nichts. Leider hat die Kamera aber keine Windreduzierungs- oder Hi-Pass-Einstellung.

Nikon D7000 Canon 60D Sony SLT-A55 Nikon D300S
Externer Mikrofonanschluss Ja, 3,5 mm Ja, 3,5 mm Ja Unknown, 3,5 mm
Integriertes Mikrofon Mono (Stereo mit ext. Mikro) Mono (Stereo mit ext. Mikro) Stereo Unknown
Kopfhörer Nein Nein Ja Unknown
Lautstärkeregler Ja Ja Nein Unknown
Zubehörschuh Ja Ja Ja Unknown
Mikrofon Hi/Low Ja Nein Nein Unknown
Windrauschunterdrückung Nein Ja Nein Unknown

Als Videoaufnahmegerät ist die Nikon D7000 nicht sehr gut geeignet. Das LCD kann nicht gedreht, geschwenkt oder gekippt werden um bei der Aufnahme zu helfen und die Kamera hat keinen speziellen Griff für längere Aufnahmezeiträume. Es ist nun mal eine große DSLR, wie die meisten DSLR, und die Aufnahmezeiten müssen beschränkt werden.

Handling Front Image

Die D7000 hat auch ein paar sehr verwirrende Steuerelemente im Videomodus. Nikon’s DSLR mit Video hatten schon immer Marotten, für die D7000 hat Nikon anscheinend versucht alles weniger verwirrend anzulegen. Das Handbuch enthält mehr Informationen über den Videomodus und das Menü hat ein eigenes Tab, trotzdem ist es noch ziemlich kompliziert.

Handling Back Image

In der D7000 sind unglaublich viele Bildbearbeitungsfunktionen. Wir sind nicht sicher, wie viele Fotografen diese Funktionen tatsächlich benutzen werden, vor allem, weil man alles auf einem 3 Zoll Bildschirm machen muss. Trotzdem ist die Menge an Funktionen sehr beeindruckend: Videos können geschnitten und bearbeitet werden, bestimmte Teile des Videos entfernt oder als Standbild gespeichert werden. Nikon hat ganz klar viel Arbeit in diese Funktionen investiert (aber vielleicht wäre es besser gewesen, wenn sie ihre Zeit mit einem einfacheren Interface für den Videomodus verbracht hätten??).

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