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Nikon D7000

Digitalkamera Test

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Ausstattung

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Design & Handling
Nikon D7000
Seite 9

Bedienung

  • Viele Aufnahmemodi und manuelle Steuerung
  • Live View ist gut, die Scharfstellung aber langsam

Aufnahmemodi

Die D7000 bietet viele Aufnahmemodi, auf die direkt über das Moduswahlrad zugegriffen werden kann, einschließlich dem Standard PSAM, zwei Automatikmodi und zwei benutzerdefinierten Einstellungen.

Aufnahmemodi
Automatisch

Die Kamera stellt die meisten Funktionen automatisch ein, nur Verschluss- und Blitzmodus sowie Gesichtserkennung und Lächelerkennung können vom Fotografen eingestellt werden.

Blitz Forciert Aus

Funktioniert wie die Automatik, nur dass der Blitz nie ausgelöst wird.

Programmautomatik

Kamera stellt Blendenwert und Verschlusszeit ein, andere Funktionen können manuell eingestellt werden.

Blendenautomatik

Fotograf stellt Verschlusszeit ein, während die Kamera die Blende steuert.

Zeitautomatik

Kamera stellt Verschlusszeit ein, während der Fotograf den Blendenwert steuert.

Manuelle Steuerung

Der Nutzer stellt Blendenwert und Verschlusszeit ein.

Motivprogramme

Es stehen 19 Motivprogramme zur Auswahl.

Betriebsarten U1 und 2

Zwei benutzerdefinierte Kameraeinstellungen (die auf andere Modi basieren können) werden hier gespeichert.

Der Live View Modus wird mit dem Schalter am Videoauslöser aktiviert. Dieser dreht den Spiegel nach oben und zeigt eine Vorschau des Fotos auf dem Monitor an. Es gibt fünf Anzeigelayouts, die mit der Info-Taste gewechselt werden können:

Live View Anzeige
Fotoeinstellungen

Zeigt Aufnahmeinformationen für Fotos wie Blendenwert, Verschlusszeit, Fokusmodus, Weißabgleich etc. an.

Videoeinstellung

Aufnahmeinformationen für Bewegtbilder (Verschlusszeit, Blende, Videogröße etc.).

Hinweise ausblenden

Zeigt nur die wichtigsten Aufnahmeinformationen als Balken am unteren Bildschirmrand an.

Virtueller Horizont

Zeigt einen Pegel auf dem Bildschirm an ob die Kamera gerade ausgerichtet ist.

Gitterlinien

Ein Gitternetz wird angezeigt um bei der Aufnahme zu helfen.

Die Live View der D7000 reagiert schnell und produziert eine schärfere und realistischere Vorschau als die vieler anderer Kameras. Aber hier ist auch die Achillesferse aller Spiegelreflexkameras in Live View: der Fokus. Im Live View Modus kann die D7000 die 39 Fokuspunkte nicht benutzen, mit denen sie sonst so schnell fokussiert. Stattdessen muss sich die Kamera auf die Kontrasterkennung des Sensors verlassen, der viel langsamer ist und bei Lowlight eher etwas übersieht. Bei uns hat es oft zwei bis drei Sekunden gedauert, bis ein Motiv fokussiert war. Andere Kameras gehen hier einen Kompromiss ein: Der Spiegel wird herunter geklappt, die Fokuspunkte zur Scharfstellung benutzt und der Spiegel wieder hochgeklappt. Das hat die D7000 nicht, bietet aber viel Kontrolle über den Fokusprozess in Live View – einschließlich Gesichtsverfolgung, zwei Größenoptionen für den Fokusbereich und eine AF-Nachführung, das auf ein Motiv fokussiert und es “verfolgt”. Aber all diese Funktionen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Fokus selbst in Live View langsam und umständlich ist, verglichen mit dem AF im Suchermodus.

Es stehen insgesamt 19 Motivprogramme zur Auswahl:

Motivprogramme
Porträt

Gibt Hauttöne natürlicher und weicher wieder.

Kinder

Kleider und Hintergrunddetails werden verstärkt dargestellt, Hauttöne weich und natürlich

Landschaft

Für lebendige Landschaftsaufnahmen während des Tages

Sport

Schnelle Verschlusszeit für die Aufnahme von dynmischen Bewegungen.

Nahaufnahme

Für Nahaufnahme von kleinen Motiven, Stativ empfohlen.

Nachtlandschaft

Ausgleich von Bildrauschen und unnatürlichen Farben bei nächtlichen Aufnahme von Landschaften – einschließlich Straßenbeleuchtung und Leuchtreklamen

Nachtporträt

Natürlicher Ausgleich zwischen dem Hauptmotiv und dem Hintergrund.

Party/Innenaufnahme

Zur Aufnahme von heller Hintergrundbeleuchtung bei Partys u.ä.

Strand/Schnee

Für Hochkontrastaufnahmen im hellen Tageslicht, am Meer usw.

Dämmerung

Erhält Farben bei schwachem natürlichem Licht vor der Morgendämmerung und nach Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

Für Farbtreue bei Sonnenauf- und -untergängen

Tiere

Für Aufnahmen von lebhaften Haustieren

Kerzenlicht

Erhält Farben bei Kerzenlicht

Herbstfarben

Zum Einfangen der Rot-und Gelbtöne von Herbstblättern

Blüten

Reproduktion von Blütenfarben sowie Erhaltung der Schärfentiefe bei Aufnahmen von Blumenfeldern, blühenden Obstgärten etc.

Food

Für lebhafte Food-Aufnahmen

Silhouette

Um Umrisse eines Motivs vor hellem Hintergrund hervorzuheben.

Low Key

Für Aufnahmen von dunklen Bildern, helle Stellen werden hervorgehoben.

High Key

Für Bilder in sehr hellen Szenen, mit hellen Motiven.

Die sechs Bildeffekte der D7000 (Nikon nennt sie Picture Control) können je nach Geschmack angepasst werden. Schärfe, Kontrast, Helligkeit, Sättigung und Farbton können eingestellt werden. Damit hat man mehr Kontrolle über spezielle Effekte, was diese Einstellungen viel nützlicher macht.

Picture Control
Standard

Erzeugt ausgewogene Ergebnisse, für die meisten Aufnahmesituationen geeignet

Neutral

Gedäpftere, natürlichere Farben

Brillant

Erhöht die Farbsättigung für lebhaftere Farben.

Monochrom

Bild wird einfarbig aufgenommen (Schwarzweiß).

Porträt

Nimmt Hauttöne weicher auf

Landschaft

Verstärkt Grüntöne für brillante Landschaftsaufnahmen.

Von den 39 Fokuspunkten der D7000 sind die neun in der Mitte Kreuzsensoren, d.h. sie sind sensibler im Lowlight. Die Punkte sind als Gitter um die Mitte der Anzeige angeordnet. Wem 39 Punkte zu viel sind, kann sie im Menü auf 11 verringern. Außerdem gibt es einen dynamischen Fokusmodus, bei dem der Fotograf einen Ausgangspunkt wählt, die Kamera automatisch zum nächsten Fokuspunkt springt, wenn sich das Motiv bewegt. Diese Funktion kann auf 9, 21 oder alle 39 Fokuspunkte eingestellt werden. Mit dem 3D-Tracking (11 Messfelder) wählt der Nutzer ein einzelnes Messfeld. Im AF-C und AF-A Modus benutzt die Kamera Farbinformationen um einen neuen Fokuspunkt zu wählen, wenn das Motiv sich bewegt.

Focus Image
Die D7000 hat 39 Fokuspunkte

Interessant ist auch die Funktion AF Finetuning mit dem, wie der Name schon sagt, das Fokussystem auf verschiedene Objektive eingestellt wird. Verschiedene Objektive können sehr unterschiedliche Reaktionszeiten zu den AF-Signalen haben. Mit dieser Funktion kann dieses Signal auf die maximale Bildschärfe eingestellt werden. Die meisten Fotografen werden diese Funktion nie brauchen, aber für die beste Performance der Objektiv ist es sehr nützlich.

Einstellungsmöglichkeiten Fokus
AF-Automatik

Kamera wählt automatisch zwischen Einzelautofokus und kontinuierlichem Fokus abhängig vom Verhalten des Motivs.

Nachführ-AF

Fortlaufende Scharfstellung während Motiv sich bewegt

Einzel-AF

Fokussiert wenn Auslöser halb heruntergedrückt wird, Messwert wird gespeichert

Einstellungsmöglichkeiten Fokusbereiche

Sowohl Belichtungskorrektur als auch Belichtungsreihen sind auf der D7000 verfügbar. Die Belichtungskorrektur hat 6 Blendenstufen (+3 bis -3) in Schritten von 1/3 Lichtwerten. Es können Reihenaufnahmen für Belichtung, Blitz, Weißabgleich und Aktiv-D-Lighting mit entweder 2 oder 3 Bildern zwischen 1/3 und 2 Blendenstufen aufgenommen werden.

Belichtungsausgleich Automatische Belichtungsreihe
Exposure, Flash, White Balance, Active D-Lighting. +/- 2 stops

Bildserie (5,97)

Wir haben die Geschwindigkeit der D7000 im CH Modus mit fast 6 Bilder pro Sekunde gemessen (5,97), was fast genau mit den Technischen Daten übereinstimmt. Diese Geschwindigkeit ist gleichbleibend und hat sich im Test kaum verändert.

Zeitvergleich Bilderserie

Reihenaufnahmen (7,0)

Es gibt zwei Serienaufnahmen: CH und CL. CH (continuous – kontinuierlich hoch) nimmt ca. 6 Bilder pro Sekunde auf, während CL (kontinuierlich niedrig) auf zwischen 1 und 5 Bilder pro Sekunde eingestellt werden kann. Die Anzahl der aufgenommenen Bilder in einer Serie hängt von der Speicherkarte ab, kann aber zwischen 1 und 100 eingestellt werden.

Es gibt eine Abblendtaste mit der die Schärfentiefe geprüft werden kann. Die Platzierung (links vom Objektiv) ist etwas umständlich, aber diese Funktion wird meistens benutzt, wenn die Kamera auf einem Stativ montiert ist.

Die D7000 hat einen Belichtungssensor mit 2016 Elementen und bietet drei Messmethoden:

Einstellungsmöglichkeiten Messmethoden
Matrixmessung

Kamera verwendet alle 2016 Belichtungssensoren um einen großen Bildausschnitt zu messen und die Belichtung einzustellen.

Mittenbetont

Kamera misst den ganzen Bildausschnitt, aber gewichtet die Mitte am stärksten.

Spot

Kamera misst aktuelles Fokusmessfeld, die Größe kann nicht verändert werden.

Verschlusszeiten zwischen 1/8000 und 30 Sekunden sind in Schritten von 1/3 verfügbar. Zusätzlich bietet die Kamera einen Bulbmodus (Langzeitbelichtung), der die Blende so lange offen lässt, wie der Auslöser gedrückt wird.

Verschlusszeiten
1/1.800 s bis 30 s in 1/3 oder 1/2 LW Schritten

Die Kamera hat die standardmäßige Verzögerung von 2 und 10 Sekunden, aber auch einen sehr flexiblen Intervallmodus. Letzterer kann auf eine bestimmte Zeit eingestellt werden (oder nach einem bestimmten Intervall), auf eine spezielle Zeit zwischen den Aufnahmen (zwischen 1 und 24 Stunden) und auf eine bestimmte Anzahl von Aufnahmen (bis zu 99) eingestellt werden.

Nikon bietet auch einen Fernauslöser (ML-L3), der statt dem Selbstauslöser benutzt werden kann.

Einstellungsmöglichkeiten Selbstauslöser

Elektronische Wasserwaage – Die D7000 hat einen digitalen Pegel, der bei der Ausrichtung der Kamera hilft.

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