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Nikon D5100

Digitalkamera Test

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Ausstattung

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Design & Handling
Nikon D5100
Seite 9

Bedienung

Die D5100 hat die volle Bandbreite an automatischen und manuellen Kontrollen, ihr fehlt aber die umfangreiche benutzerdefinierte Anpassung von höherwertigeren Modellen.

Aufnahmemodi

Insgesamt sind 13 Aufnahmemodi auf dem Funktionswählrad der D5100: Manuell, Zeit-, Blenden- und Programmautomatik, Vollautomatik, Blitz aus, Motivprogramme, Porträt, Landschaft, Kinder und Tiere, Sport Makro und der neue Effektmodus. Mit dem Effektmodus hat der Fotograf schnellen Zugriff auf eine Reihe von Bildeffekten, worauf wir weiter unten näher eingehen.

Aufnahmemodi
Automatik

Die meisten Einstellungen werden, je nach den Aufnahmebedingungen, durch die Kamera gesteuert.

Automatik (Blitz aus)

Belichtung wird durch die Kamera gesteuert ohne den Blitz auszulösen.

Motivprogramme

Aus einer Reihe von Motivprogrammen kann der Nutzer das für das Motiv geeignete aussuchen, die Kamera optimiert die Einstellungen automatisch.

Porträt

Für weiche, natürlich aussehende Hauttöne, automatische Einstellung von hohen Blendenwerten.

Landschaft

Für lebendige Landschaftsaufnahmen bei Tageslicht, begünstigt niedrige Blendenwerte.

Kinder

Kleidung und Hintergrunddetails werden in lebendigen Farben wiedergegeben, während die Hauttöne weich und natürlich bleiben.

Sport

Mit kurze Belichtungszeiten und Reihenaufnahmen werden die Bewegungen in dynamischen Sportaufnahmen eingefroren, AF-Hilfslicht und Blitz werden ausgeschaltet.

Nahaufnahme

Herkömmlicher Makromodus für Nahaufnahmen von kleinen Motiven.

Effektmodus

Zugriff auf die vielen speziellen Effekte der D5100, wie z.B. Miniatureffekt oder High Key.

Manuelle Belichtungssteuerung

In diesem Modus stellt der Fotograf sowohl Belichtungszeit als auch Blende selbst ein.

Zeitautomatik

Bei der Zeitautomatik wählt der Fotograf eine Blende aus, die Kamera stellt automatisch die passende Belichtungszeit ein.

Blendenautomatik

Bei der Blendenautomatik wird die Belichtungszeit vom Nutzer gewählt, während die Kamera automatisch die passende Blende einstellt.

Programmautomatik

Kamera passt die Belichtungszeit und die Blende für eine optimale Belichtung in den meisten Situationen automatisch an, der Nutzer kann Funktionen wie ISO usw. ändern.

Die Liveview der D5100 ist, wegen des beweglichen LCDs, viel besser. Einziger Nachteil ist das Autofokus-System, das langsamer ist als das des Suchers. Zwar hat die D5100 einen permanenten Autofokus für Liveview, der scheint aber das Motiv weniger zu verfolgen als darauf zu warten, dass die Kamera auf das Motiv gerichtet wird um wieder scharf zu stellen.

Aktiviert wird die Liveview mit einem Schalter am Moduswahlrad, ist also immer in Fingerreichweite. Auf dem Bildschirm unten erscheinen dann die Grundinformationen, wie sie auch im Sucher zu sehen sind. Beim Bedienen der Info-Taste kann zwischen den Anzeigeoptionen umgeschaltet werden: Nur die Grundinformationen, Gitterlinien und erweiterte Aufnahmeinformationen (Fokus, Messmethode, verbleibende Aufnahmezeit usw.). Es gibt ein paar Macken, wie z.B. die Liveview schränkt Menüoptionen ein selbst für Funktionen wie das Retuschieren von Bildern auf der Speicherkarte, warum ist aber nicht klar.

Außer den fünf Motivprogrammen auf dem Moduswahlrad hat die Kamera, im Szenenmodus, weitere 13 Motivprogramme, die mit dem hinteren Einstellrad ausgewählt werden können. Das ist das gleiche Setup wie bei der D5000 und nicht sehr intuitiv, und das Einstellrad funktioniert in den anderen Automatikmodi nicht, außer im Effektmodus. Im Modus “Scene” gibt es unter anderem Kerzenlicht, Nachtlandschaft, Tier, Party, Herbstfarben, Blüten, Food, Strand/Schnee, Sonnenuntergang und Dämmerung.

Motivprogramme
Nachtporträt

Für Porträtaufnahmen unter schlechten Lichtverhältnissen.

Nachtaufnahmen

Für Nachtaufnahmen von Landschaften, einschließlich Straßenbeleuchtung und Neonschildern.

Innenaufnahme

Für Innenaufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen, wie Partys usw.

Strand/Schnee

Für das Einfangen der Helligkeit der Sonnenlichtflächen von Wasser, Schnee oder Sand ein.

Sonnenuntergang

Bewahrt die tiefen Farbnuancen, die man bei Sonnenaufgängen (und -untergängen) sieht.

Dämmerung

Bewahrt die lebendigen Farben die man bei Dämmerungen sieht.

Tiere

Für die Aufnahme von lebhaften Tieren.

Kerzenlicht

Erhält das Umgebungslicht, das von Kerzen erzeugt wird.

Blüten

Für die Aufnahmen von Blumenfeldern, Obstbäumen in der Blüte usw.

Herbstfarben

Fängt die brillanten Rot- und Gelbtöne in Herbstblättern ein

Food

Für lebendige Fotos von Lebensmitteln.

Die Bidleffektfunktion der D5100 kann direkt über das Moduswahlrand aufgemacht werden, eine Grafik zeigt verfügbaren Effekte an, die dann mit dem Einstellrad ausgewählt werden. In der Liveview führt die D5100 den Effekt aus, auch wenn gerade keine Aufnahme gemacht wird – da der Prozessor benutzt wird, verlangsamt das die Reaktion des Monitors.

Es gibt keine großen Überraschungen hier, aber die Effekte funktionieren auch bei 1080p Aufnahmen, sind einfach und kreativ. Im Videomodus macht vor allem der Miniatureffekt sehr viel Spaß, es gibt aber auch Effekte für Silhouette, Nachtsicht, High- und Low Key sowie Selektive Farben.

Die Nikon D5100 hat verschiedene Bildstile für Videos und Fotos, die der Fotograf entweder im Hauptmenü oder im Schnellmenü finden kann. Zu den verfügbaren Picture Controls gehören Neutral, Brillant, Monochrom, Porträt und Landschaft. Jede Picture Control Einstellung kann an einem Balken abgebildet werden, das anzeigt, wie viel Kontrast oder Sättigung sie anwenden.

In jedem Picture Control haben Fotografen die Möglichkeit feine Einstellungen vorzunehmen, die Schärfe, Kontrast, Helligkeit, Sättigung und Farbton anpassen. Diese können dann für spätere Aufnahmen gespeichert werden.

Die Nikon D5100 bietet auch zahlreiche Filtereffekte, die über die Bildbearbeitung eingestellt werden können: Skylight, Warmer Farbton, Rot-, Grün- und Blauverstärkung, Sterneneffekt und Weichzeichnung. Bilder, die mit einem Filter versehen werden, werden neu abgespeichert. Auch die Intensität des Filters kann angepasst werden und es gibt ein Vorschau.

Der D5100 fehlt etwas, dass das höherwertige Modell, die D7000, hat: der integrierte Fokusmotor. Wer alle Vorteile des Autofokus nutzen will, muss deshalb AF-S- und AF-I-Objektive mit der D5100 nutzen. Nikon macht das seit dem Einsteigermodell D40 und scheint das auch weiterhin tun zu wollen. Durch den fehlenden Motor ist die Kamera natürlich viel leichter, schränkt aber die Anzahl vollfunktionsfähiger Nikkor-Objektive für die D5100 ein. Wird ein AF-S-Objektiv angeschlossen ist der Fokus ziemlich schnell und hat einen permanenten Autofokus für Videoaufnahmen (was die älteren Modelle nicht haben).

Für Fotos hat die D5100 drei Fokusmodi: Einzelautofokus, Kontinuierlicher Fokus, AF-Automatik. Der Einzelautofokus wird mit dem Auslöser aktiviert (halb durchgedrückt), der kontinuierliche AF fokussiert, wie der Name schon andeutet, ständig oder verfolgt das Motiv. Die AF-Automatik wählt zwischen den beiden. In Liveview oder bei Videoaufnahmen sind die Optionen AF-Automatik, Einzelautofokus und manueller Fokus.

Die D5100 hat einige Messfeldeinstellungen: Einzelfeld-AF, Dynamisch und 3D-Tracking mit allen 11 AF-Feldern und einer automatischen Messfeldsteuerung. Einzelfeld-AF fokussiert einen Punkt im Bild, Dynamisch nutzt Informationen um diesen Punkt, wenn das Motiv den Bereich verlässt. Mit 3D-Tracking wird ein neues Messfeld fokussiert, sollte sich das Motiv bewegen und die automatische Messfeldsteuerung sucht einen Punkt aus, von dem die Kamera ausgeht, es ist das Motiv. In Live View gibt es Porträt-AF, großes Messfeld, Motivverfolgung und Normal.

Die Belichtungsmessung reicht von 0 bis 20 LW mit 3D-Farbmatrixmessung II oder mittenbetonter Messung und einer Spotmessung mit eingeschränkter Reichweite (2 bis 20 LW). Meistens hat die Kamera während der Messung die Farben um etwa eine halbe Stufe untersättigt, aber damit werden mehr Details in den Schatten erhalten, was normalerweise schwieriger ist als andersherum. Um die Belichtungskorrektur einzuschalten muss die ist hinter dem Auslöser bedient werden, eingestellt wird sie dann mit dem Einstellrad. Das ganze funktioniert ein bisschen anders als bei anderen Kameras, die positiven Zahlen sind links, aber das kann im Menü verändert werden.

Belichtungsausgleich Automatische Belichtungsreihe

Bildserie (7,02)

Die D5100 nimmt bis zu vier Fotos mit voller Auflösung pro Sekunde auf, genau das, was Nikon angibt. Damit ist sie beser als die Canon 600D, aber langsamer als die teureren D7000 und Pentax K-5.

Reihenaufnahmen (8,0)

Es gibt verschiedene Aufnahmebetriebsarten: Der Standardmodus ist Einzelbild, andere Einstellungen sind Serienaufnahmen, Fernauslösung mit oder ohne Vorlauf, Leise Auslösung oder Selbstauslöser. Die Leise Auslösung reduziert die Geräusche des Auslösers, man kann aber immer noch das “klicken” hören.

Nikon hat die Taste für die Schärfentiefe bei der D5100 weggelassen, wie bei allen seinen Einsteigermodellen. Für manche Fotografen ist es zwar eine wichtige Funktion, aber es ist nicht das Ende der Welt. Die Schärfentiefe kann im Liveview-Modus gut gesehen werden – der Liveview-Modus ist aber ziemlich laut wer aber beim Aufnehmen leise sein will, sollte das nicht unbedingt tun.

Es stehen drei Messmethoden in der D5100 zur Verfügung: Matrixmessung, Spotmessung und eine Mittenbetonte Messung, die herkömmlichen also. Die Spotmessung nutzt die Daten eines Fokusmessfeldes um die Belichtung richtig zu bewerten, die mittenbetonte Messung mehr Betonung auf die Details in der Mitte der Szene legt. Die D5100 profitiert auch Nikons 3D Farbmatrixmessung II, die ein 480 Pixel RGB Lichtmesser benutzt um Szenen anhand ihrer Bilddatenbank richtig zu gewichten. Informationen über Farbe, Entfernung und Helligkeit werden über den Sensor genommen.

An Verschlusszeiten bietet die D5100 von 30 Sekunden bis zu 1/4000 Sekunden in Schritten von 1/3 LW. Es gibt auch eine Langzeitbelichtung, die im manuellen Aufnahmemodus aktiviert werden kann. Im Modus “Manuell” und in der Zeitautomatik dient das hintere Einstellrad als Steuerung für die Verschlusszeit. In anderen Modi stellt die Kamera die Verschlusszeiten automatisch, je nach Betriebsart und Belichtung ein.

Es gibt eine Reihe von Selbstauslösermodi in der D5100 mit der Möglichkeit einer zwei, fünf, zehn oder zwanzig Sekunden langer Verzögerung und einer Reihenaufnahme von bis zu 9 Fotos. Wer mehrere Aufnahmen in einem bestimmten Intervall aufnehmen will, hat diese Option über das Menü. Mit dem Zeitraffer können bis zu 999 Fotos in einem Intervall von bis zu 24 Stunden gemacht werden. Das ist eine wirklich gute Funktion, weil die Kamera, sobald der Selbstauslöser aktiviert und die Fotos aufgenommen sind, automatisch in die vorige Betriebsart umschaltet.

Die D5100 hat eine automatische Funktion, mit der alles auf Fabrikeinstellungen zurückgesetzt werden kann. Man muss nur die Informationstaste für etwa zwei Sekunden gedrückt halten, hat aber keinen Effekt auf das benutzerdefinierte Menü, nur das Aufnahmemenü.

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