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Nikon D5100

Digitalkamera Test

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Weißabgleich
Nikon D5100
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Auflösung

Die D5100 hat insgesamt eine gute Bildschärfe. Das Kit-Objektiv produziert nur wenige Verzerrungen, vor allem bei Weitwinkelaufnahmen.

Auflösung

Mit dem 18-55 mm Kit-Objektiv hat die D5100 eine gute Auflösung, durchschnittliche Bildschärfe und wenig Verzerrungen oder Farbabweichungen. Das Objektiv nimmt nicht sehr scharf auf, aber es ist ein brauchbares Kit-Objektiv. In ein paar Fotos sind Farbblüten an den Rändern, das liegt aber am Sensor, nicht am Objektiv.

Mehr zu unserem Testverfahren Auflösung

Autofokus und Belichtungsmessung funktionieren mit allen AF-S Objektiven von Nikon, was die Kamera sehr flexibel macht; man kann sich die passenden Objektive einfach raussuchen. Das Kit-Objektiv ist auch ganz gut – und kostet meistens so gut wie nichts – Nikon hat aber viel bessere im Angebot.

Verzeichnung

An den jeweiligen, extremen Enden des Zoombereichs sind die (sehr geringfügigen) Verzeichnungen am deutlichsten.

Distortion Examples
Wide (18,0mm): 0,09% Tubusverzeichnung
Mid (35,0mm): 0,04% Tubusverzeichnung
Tele (55,0mm): 0,54% Trapezverzeichnung

Chromatische Aberration (8,33)

Das 18-55 mm Kit-Objektiv hat minimalste Farbabweichungen produziert, die auffälligste scheint ein milder, blauer Farbsaum bei Szenen mit hohem Lichtkontrast. Ein besseres Objektiv würde diesen Effekt reduzieren.

Bildschärfe (10,12)

Mit dem 18-55 mm Kit-Objektiv hat die D5100 ziemlich scharfe Bilder aufgenommen, und ist nur etwas hinter dem 18-135 mm Objektiv, mit dem wir die D7000 getestet haben. Bei Blendenwerten von f/8 bis f/14 sind die Bilder am schärfsten, und bei den kleinsten Blendenwerten am weichsten. Für ein Kit-Objektiv ist das normal. Wer das Meiste aus der Kamera rausholen möchte, muss sich einfach ein besseres Objektiv zulegen.

Bildschärfe und Chromatische Aberration
Focal Length:
Standard Resolution Chart

Click blue squares to change sample crops below

Top Left Top Right Center Bottom Left Bottom Right
f/3.5 f/10 f/22

Bei Weitwinkelaufnahmen ist das Kit-Objektiv am schärfsten, wenn die Blende zwischen f/8 und f/11 eingestellt wird. Im Zentrum ist das Bild schärfer, zum Rand des Objektivs hin ist eine ziemliche Abnahme des Kontrasts sichtbar.

Im mittleren Zoombereich ist das Kit-Objektiv nicht besonders scharf, und bei diesen Brennweiten kann die Blende sogar auf f/32 eingestellt werden (was absolut nicht empfehlenswert ist). Bei dieser kleinen Blendeneinstellung werden nur wenige Details mit aufgenommen und der Kontrast ist so gut wie nicht mehr vorhanden.

Eine Brennweite von 55 mm ist nicht gerade Tele, der Blickwinkel kommt eher an das, was man mit den Augen sieht, ran. Hier hat die D5100 mit dem Kit-Objektiv nur eine durchschnittliche Bildschärfe, und auch hier sind Kontrast und Bildschärfe bei geringen Blendenwerten (der kleinste bei dieser Brennweite ist f/36) ziemlich schlecht.

Wegen des etwas “weicheren” Objektivs hat die D5100 etwas schlechter abgeschnitten als die D7000. Zwar sind kaum Verzeichnungen sichtbar, aber dafür gibt es keine Punkte (nicht von uns jedenfalls). Sonys A55 und Pentax’ K-5 haben viel schärfere Bilder produziert. Nur die Canon hat sich, mit dem schlechten 18- 135 mm Kit-Objketiv, ins eigene Fleisch geschnitten und die schlechtesten Ergebnisse in dieser Gruppe erhalten. Wir testen alle Kameras mit dem Kit-Objektiv und bei allen Herstellern ist ein qualitativ hochwertigeres Objektiv immer empfehlenswert.

Ergebnisvergleich Auflösung
0

Maximal kann die Nikon D5100 16,2 Megapixel Fotos aufnehmen. Außerdem bietet die Kamera drei Qualitätseinstellungen für JPEG (Fein, Normal und Basic) sowie die Möglichkeit Bilder als NEF RAW Dateien zu speichern. Diese können mit verschiedenen Programmen (z.B. der beigefügten Software) umgewandelt werden. Eines muss hier beachtet werden: Wenn die Kamera wieder auf die Standardeinstellungen umgestellt wird, wird auch die Qualitätseinstellung der JPEG-Dateien von Fein auf Normal umgestellt, was die Bildqualität beeinflusst.

3:2 Auswahl Bildgrößen
Large
4928x3264
3:2 Auswahl Bildgrößen
Medium
3696x2448
3:2 Auswahl Bildgrößen
Small
2464x1632

Über die gesamte ISO-Reichweite hat die D5100 den Dynamikumfang sehr gut beibehalten, mit maximal 8,4 Stufen bei ISO100 und einem Abfall auf 4,65 Stufen bei ISO6400. Das sind super Ergebnisse – die Canon 600D hat bei der gleichen ISO-Empfindlichkeit z.B. nur 2,48 Stufen.

Mehr zu unserem Testverfahren Dynamikumfang

Den Dynamikumfang der D5100 haben wir ohne Nikons Active D-Lighting oder High Dynamic Range getestet. Natürlich haben wir diese Funktionen ausprobiert. Dabei haben wir festgestellt, dass die Belichtung nur verändert wird um Details in schattigen Stellen des Fotos zu erhalten. Dadurch verliert das Foto Details in den Spitzenlichtern.

Da insgesamt vier Kameras in dieser Vergleichsgruppe den gleichen Bildsensor haben, hatten wir ähnliche Ergebnisse erwartet. Stattdessen haben die D7000, die Pentax K-5 und die Sony A55 geringfügig abweichende Ergebnisse, je nachdem wie die Bilder verarbeitet werden. Die Pentax hat den Dynamikumfang sehr gut erhalten, mit etwa drei Stufen bis ISO51200. Sonys A55 und Nikons D7000 haben zwar gute Ergebnisse, bleiben aber sowohl bei den niedrigsten und höchsten ISO-Empfindlichkeiten hinter der D5100 zurück.

In diesem Test hat die D5100 die höchste Punktzahl erhalten, da die Kamera sowohl bei niedriger (ISO100) als auch bei hoher ISO-Empfindlichkeit (ISO6400) den besten Dynamikumfang von allen Vergleichsgeräten aufrecht erhalten hat. Sowohl die Pentax K-5 als auch die Sony A55 bieten höhere ISO-Einstellungen ohne auf eine erweiterte ISO-Funktion zurückgreifen zu müssen, diese erhalten aber nicht so viele Details wie die Nikon D5100.

Ergebnisvergleich Dynamikumfang
5
6
7
8
9
12

Wie alle Nikon-Kameras, hat auch die D5100 keine optische Bildstabilisation im Gehäuse. Stattdessen hat Nikon in vielen Objektiven die sogenannte Vibration Reduction, auch im 18-55 mm Kit-Objektiv der D5100. Mit VR wird die Position eines Objektivelements verändert um Erschütterungen der Kamera entgegenzuwirken. Mehr zu unserem Testverfahren Bildstabilisierung

In unserem Test hat die “Vibration Reduction” leichte Verwacklungen nur sehr geringfügig korrigiert. Bei schnelleren Verschlusszeiten hat das System dazu tendiert zu viel zu korrigieren und die Bilder sind unschärfer als bei ausgeschalteter Bildstabilisation. Bei Verschlusszeiten von 1/60s und länger hat das System wenig bis gar keinen Einfluss auf die Bildschärfe.

Bei hohen Verwacklungen haben wir die gleichen Ergebnisse erhalten. Mit einer Verschlusszeit von 1/125s hat die Bildstabilisation eine 11 %ige Verbesserung der Bildschärfe produziert, ansonsten hat sie keinen Effekt auf die durchschnittliche Bildschärfe. Auch hier hat das System bei schnelleren Verschlusszeiten zu viel korrigiert und die Bildschärfe damit um etwa 25 % reduziert.

Nikon D5100 Bildstabilisierung : Leichte Verwacklung
Horizontal: Schärfe im Verhältnis zu Verschlusszeit
Vertikal: Schärfe im Verhältnis zu Verschlusszeit
Nikon D5100 Bildstabilisierung : Hohe Verwacklung
Horizontal: Schärfe im Verhältnis zu Verschlusszeit
Vertikal: Schärfe im Verhältnis zu Verschlusszeit
Ergebnisvergleich Bildstabilisierung
0
2
4
6
10

Insgesamt stehen diese Ergebnisse im Einklang mit anderen, in Objektiven eingebauten, Stabilisierungssystemen, wie z.B. im 18-105 mm Objektiv der D7000 und das 18-135 mm Objektiv der Canon 600D. Die Sony A55 ist deutlich besser, hat aber auch ein ins Gehäuse eingebautes Stabilisationssystem, das Verwacklungen besser korrigiert.

Unten sind Bildausschnitte aus unseren Fotos im Stabilisationstests, die Vibrationsreduzierung ist ein- bzw. ausgeschaltet.

Vergleichstabelle Bildstabilisierung Erweitern
Leichte Verwacklung
IS Aus
Leichte Verwacklung
IS An
Hohe Verwacklung
IS Aus
Hohe Verwacklung
IS An
1/500
1/250
1/125
1/60
1/30
1/15
1/8
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