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Nikon D5000

Digitalkamera Test
Nikon D5000
Seite 12

Video Bewegungserfassung & Bildschärfe

• Videos werden mit 24p und einer maximalen Auflösung von 1280 × 720 aufgenommen
• Die Kamera hat einen erheblichen Rolling-Shutter-Effekt bei schwankenden und ruckartigen Bewegungen
• Das Filmmaterial zeigt hohe Frequenzstörungen, gerade Kanten sehen schroff aus

Umfassende Videotests und Analysen zur Verfügung gestellt von Andrea Soares

Video: Bewegungserfassung (5,95)


Die Bewegungserfassung ist definitiv etwas, dass in Betracht gezogen werden sollte, wenn eine DSLR Kamera für Videoaufnahmen genutzt wird. Die Nikon D5000 nimmt Videos mit 24p auf und hat keine zweite Bildwiederholrate oder andere Aufnahmemodi. Diese 24p Aufnahme ist vielleicht der größte Unterschied der Videoaufnahmen der D5000 zu herkömmlichen Camcordern. Die meisten Camcorder nehmen mit einer Bildfrequenz von 50i auf, die mit dem Zeilensprungverfahren 50 Felder pro Sekunde aufnimmt. Videos, die mit 24p aufgenommen sehen ganz anders aus als 50i-Videos. 24p ist langsamer, erscheint manchen ein bisschen abgehackt, und sieht mehr wie ein Kinofilm aus. Mit der D5000 ist die Bewegungserfassung des Videos also nicht so flüssig wie mit Camcordern. Ob das nun gut oder schlecht ist, ist reine Geschmackssache und kommt auch darauf an, wie das Endprodukt aussehen soll. Manche lieben die 24p Aufnahmen, andere können sie nicht ausstehen. Beim Betrachten unserer YouTube Videos bitte beachten, dass sie während des Hochladens sehr komprimiert wurden. Mehr zu CamcorderInfos Testverfahren Bewegungserfassung



Nikon D5000
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Insgesamt hat die Nikon D5000 die Bewegungen nicht sehr gut erfasst. Die 24p Aufnahme war lange nicht so gleichmäßig wie die herkömmlichen 50i Videos und das Material zeigte viele Artefakte. Es waren auch Störungen im rechten Windrad zu sehen, das die schwarzen Balken gezackt aussehen ließ (wie ein Blitz). Da die D5000 nur progressive 24p Videos aufnimmt, hat sie nicht viele Nachzieheffekte oder Unschärfen produziert. Die Nikon D5000 hat auch einen schlimmen Rolling-Shutter-Effekt, was uns auch bei der Nikon D90 aufgefallen ist. Bei schnellem Schwenken oder ruckartigen Bewegungen entsteht ein Wobbeln – die Aufnahme sieht aus wie Wackelpudding. Dieses Problem hat auch die Canon 500D und ist etwas, das vielen DSLR Kameras Probleme bereitet aber kein Problem für HD-Camcorder. Der Rolling-Shutter-Effekt liegt an den großen CMOS-Sensoren in den Spiegelreflexkameras und dessen Verhältnis zur Verarbeitung der Kamera.  



Canon EOS 500D
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Die Canon 500D kann Videos mit 30p im 720p Modus aufnehmen, bei Full-HDim 1080p Modus aber nur mit 20p. Merkwürdigerweise hat die Canon weder einen 50i noch einen 24p Modus für Videoaufnahmen. Der 20p Modus ist so langsam, dass es mehr aussieht wie eine Zeitlupenaufnahme als eine reguläre. Es gibt aber auch gutes zu berichten in diesem Abschnitt. Artefakte sind nicht so vorherrschend wie bei der D5000 und Nachzieheffekte sind ebenfalls sehr gering wegen der progressiven Bildfrequenzen. Die 500D hat auch kein Problem mit Bildstörungen im schwarzweißen Windrad, wie die Nikon.



Canon HF S100
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Die Canon HF S100 bietet zusätzlich zu den 50i Aufnahmen noch eine 25p Bildwiederholrate. Dieses Aufnahmemodus ist nicht echt progressiv, wie die bei den DSLR Nikon und Canon 500D. Stattdessen wird sie in 50i aufgenommen und in 25p herunter gerechnet. Nur wenige werden einen kleinen Unterschied zur echt progressiven Bildfrequenz der D5000 und dem herunter gerechneten Angebot der Canon HF S100 erkennen. Der Effekt ist aber so ziemlich der gleiche, trotz der unterschiedlichen Technik.



Sanyo VPC-HD2000
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Die Sanyo VPC-HD2000 ist ein sehr interessanter Camcorder, und das aus vielerlei Gründen. Der auffälligste ist die Möglichkeit Full-HD Videos mit 60p aufzunehmen – also echt progressiven 60 Bildern pro Sekunde. Der Camcorder hat auch einen 60i und einen 30p Aufnahmemodus, aber keinen 24p Modus. Leider nimmt die Sanyo nur in NTSC (also 60 Bildern) statt in PAL (50 Bilder) auf, bei der Wiedergabe kann aber auf PAL umgeschaltet werden.

Eine kleine Randbemerkung zu den ganzen Bildwiederholraten: Die Nikon D5000 hat weit weniger Artefakte in den Bildern als beide Camcorder. Der 24p Modus hat auch natürlicher und gleichmäßiger ausgesehen als der 24Produkts der Canon HF S100.


Video: Bildschärfe (9,34)


Die Nikon D5000 hat eine horizontale Bildschärfe von 575 Bildpunkten pro Zeile (lw/ph) und eine Vertikalauflösung von 625 lw/ph. Das sind ganz gute Zahlen für eine Kamera die mit einer maximalen Auflösung von 1280 x 720 aufnimmt. Vergleicht man das aber mit einem Full-HD Camcorder ist das nicht überzeugend. Bei High-End Consumer Camcordern ist die Messung immer über 700 lw/ph, manchmal 800 lw/ph oder höher in unserem Bildschärfetest. Das bedeutet sie nehmen wesentlich mehr Details auf als die Nikon D5000. Die Canon 500D, die einen Full HD 1080/20p Modus hat, hat eine Horizontalauflösung von 650 lw/ph und 775 lw/ph vertikale Bildschärfe. Sowohl die Canon HF S100 als auch die Sanyo VPC HD2000 hatten ebenfalls bessere Bildschärfen als die Nikon. Mehr zu CamcorderInfos Testverfahren Bildschärfe

Video: Ergebnisvergleich Bildschärfe
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