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Nikon D5000

Digitalkamera Test

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Bedienung
Nikon D5000
Seite 10

Design & Handling

• Sehr angenehm zu halten
• Begrenzte Anzahl von Direktzugriffstasten, Multifunktionswähler statt Steuerkreuz
• Interaktives Schnellmenü über das LCD, Standard Nikon Menüsystem

Handling (7,00)


Wir fanden, dass die Nikon D5000 extrem angenehm ist. Mit einer Größe von 127 x 104 x 80 mm und einem Gewicht von 560 Gramm ohne Objektiv und Akku ist sie viel kleiner als die Nikon D90, fühlt sich aber genauso stabil an, ist ausgewogen und leicht zu handhaben. Der Griff für die rechte Hand könnte etwas tiefer sein und das strukturierte Plastik würde von einer Gummibeschichtung profitieren: Das Plastik fühlt sich unangenehm an und neigt dazu bei schwitzenden Händen aus der Hand zu rutschen. Bei der Daumenstütze hat Nikon aber an die Gummibeschichtung gedacht. Diese ist  gut positioniert und hilft die Kamera selbst bei schnellen Bewegungen fest zu halten. 

Für die Aufnahme einer Funktion, die wir bei den Sony SLRs so gerne mögen bekommt Nikon extra Punkte: Wird die Kamera im Hochformat gehalten, dreht sich auch die LCD-Anzeige entsprechend gedreht, egal welche Seite oben gehalten wird. Berücksichtigt man, wie sehr der Fotograf auf sich auf diese Anzeige verlassen muss – sowohl um  Informationen abzulesen als auch für Einstellungsänderungen – ist diese Funktion mehr als willkommen.



x x
Die Nikon D5000 ist kompakt und angenehm zu halten

Bedienteile (8,50)


Nikon hat die Direktzugriffsknöpfe und Wahlräder bei der D500 auf ein Minimum gehalten. Oft enthält das Steuerkreuz mehrere Knöpfe die nicht nur zur Navigation sondern auch für den Zugriff auf Weißabgleich, ISO oder andere Funktionen benutzt werden können. Nikon hat stattdessen einen runden Multifunktionswähler eingebaut, und der kann nicht einmal gedreht, nur in vier Richtungen gedrückt werden. Weil die Kamera so klein ist, gibt es auch nicht viel Platz für viele Direktzugriffsknöpfe. Aber mit diesem kargen System muss sich der Fotograf sehr schnell an die Nutzung der LCD-Informationen für die Aufnahmeeinstellungen gewöhnen, weil es sonst keine andere Möglichkeit gibt.  
 
Der Blitzknopf und der programmierbare Funktionsknopf sind von der Kamerarückseite auf die linke Seite versetzt worden. Für den Blitzknopf ist das ganz in Ordnung, aber die Platzierung der Funktionstaste ist ein bisschen umständlich so weit links. 



  Teilebezeichnung Rückseite
x
x Löschen
Löscht einzelne Fotos durch zweimaliges Drücken.


x Wiedergabe
Wechselt zum Wiedergabemodus 
x Menü
Öffnet das Menüsystem, geht im Menü zurück ohne Einstellungen zu verändern.


x Bildindex/Ausschnittsverkleinerung/Thumbnails
Verringert den Vergrößerungsfaktor in der Wiedergabe wenn eingezoomt, bei Vollbild zeigt es Miniaturansicht und Kalenderansicht an. Während der Aufnahme blendet es Hilfstext auf den Bildschirm.


x Ausschnittsvergrößerung
Vergrößerte Wiedergabe


x Bildinformationen bearbeiten
Schaltet zwischen den verschiedenen Anzeigen um schnellen Zugriff auf die Einstellungen zu ermöglichen.


x AE-L / AF-L
Dieser Knopf kann so programmiert werden, dass er entweder Belichtung und Fokus, nur Belichtung oder nur Fokus speichert. Der Knopf kann auch so eingestellt werden, dass die automatische Belichtung gespeichert wird ohne den Knopf halten zu müssen – bis es wieder betätigt wird (hilfreich bei Videoaufnahmen). Der Knopf kann auch Autofokus einleiten und damit den Auslöser ersetzen.
x Einstellrad
Stellt Verschlusszeit und/oder Blende und Belichtungsausgleich ein. 
x Live View
Direktzugriffsknopf auf Live View Modus
x Multifunktionswähler
Bewegt den Cursor im Menüsystem
x OK
Bestätigt Auswahl

 

Teilebezeichnung Oben
x
x Moduswahlrad
Aktiviert Betriebsarten und Motivprogramme


x Info
Schaltet den Schnellzugriff auf Aufnahmemenü an und aus
x Belichtungskorrektur
Durch Drücken und Drehen des Einstellrads werden die Werte der Belichtungskorrektur
eingestellt.



x Power
Schaltet die Kamera ein bzw. aus

 


Teilebezeichnung Linke Seite
x
x Blitz
Klappt den Blitz auf, wenn er noch nicht offen ist; Greift auf die Blitzeinstellungen zu 
x Fn
Die Funktionstaste kann so programmiert werden, dass sie den Selbstauslöser ein-bzw. ausschaltet, den Aufnahmemodus bestimmt, Bildqualität, ISO, Weißabgleich und Active D-Lighting Einstellung und die Schrittweite der automatischen Belichtungsreihe (Knopf drücken und gleichzeitig Einstellrad drehen) oder um Fotos in RAW zu machen.



Menü (7,250)


Nikon bietet, wie die meisten SLR Kameras, zwei Möglichkeiten Einstellungen während der Aufnahme vorzunehmen: eine Menüanzeige auf dem Bildschirm, die schnellen Zugriff auf die Hauptfunktionen bietet und ein herkömmliches, gründliches Menüsystem, auf das über den Knopf „Menü“ zugegriffen werden kann. 

Das Menü in der Informationsanzeige kann durch Betätigung der Taste „Bildinformationen bearbeiten“ (unten links auf der Rückseite der Kamera) verändert werden. Die Farbgebung verändert sich und ein Cursor, der mit dem Multifunktionswähler gesteuert wird, erscheint. Ob die standardmäßige Grafische Anzeige oder die traditionellere klassische Anzeige eingestellt ist, das Menüsystem benutzt immer das klassische Layout, wie unten zu sehen ist. 

Anders als bei vielen anderen von uns getestete Kameras, kann mit dem Einstellrad nicht durch das Menüsystem der D5000 navigiert werden. Das bedeutet, der Multifunktionswähler muss wiederholt gedrückt werden, um zur gewünschten Einstellung zu kommen. Es gibt auch keine Möglichkeit die Einstellungen vom Schnellmenü aus zu machen. Stattdessen müssen die gewünschten Einstellungen erst mal gefunden und dann mit der OK Taste bestätigt werden um zum Submenü zu gelangen. Es ist zwar sicherlich besser als gar nichts, ein Ausbau würde aber nicht schaden. 

Was das Hauptmenü angeht, ist Nikon beim bewährten System geblieben. Das ist auch ganz gut so: Erfahrene Nikon-Nutzer werden sich sofort auskennen und der Text ist auch gut lesbare und sehr gut organisiert. Das einzige was uns hier stört, ist die Länge einiger Menüs. Sie sind zu lang für den Bildschirm was bedeutet, manche Funktionen sind nicht sichtbar ohne herunter zu scrollen.



Menüs
x Überblick
Das Menüsystem ist in sieben Abschnitte unterteilt. Um zwischen diesen zu navigieren muss der Cursor auf die rechten Spalte bewegt und dann nach oben und unten gescrollt werden
.
x Wiedergabe
Alle Standardfunktionen für Wiedergabe, einschließlich Einzelbild oder mehrere Bilder löschen, an- und ausschalten der Wiedergabeinformationen (Highlight, RGB Histogramm, detaillierte Information), Bildkontrolle an- und ausschalten (die Länge der Ansicht wird jedoch im Individualmenü festgelegt). Es gibt auch eine Diashowfunktion und die Möglichkeit eine DPOF-Datei zur den Direktdruck zu erstellen
.
x Aufnahmemenü
Die meisten dieser Einstellungen können über das Schnellzugriffsmenü leichter geöffnet werden. Im Aufnahmemenü finden sich außerdem noch automatische Verzeichnung und Farbraumauswahl, Rauschreduzierung, Videoeinstellungen und Selbstauslöser Zeiteinstellungen.




x Benutzerdefiniertes Menü
Hier können Autofokus, Belichtung und Verschlusszeit eingestellt werden, Tasten- und Wahlradfunktionen programmiert, Anzeigeoptionen ausgesucht und Belichtungsreihen eingestellt werden.




x Grundeinstellungsmenü
Für die meisten Einstellungen, die normalerweise nur einmal verändert werden plus Speicherkartenformatierung.


x Bildbearbeitungsmenü
Hier findet sich eine Vielzahl an Bildbearbeitungsfunktionen, wie in unserem Abschnitt Bildbearbeitung detailliert beschrieben, sowie Verarbeitung von RAW-Dateien.
x Mein Menü
Dieses Menü kann auf zwei Weisen genutzt werden. Standardmäßig werden hier die letzten Einstellungsänderungen angezeigt. Wie hier gezeigt, können die Menüfunktionen die am abgespeichert werden.  



Handbuch & Tutorien (9,00)


Die Bedienungsanleitung ist in jeder Weise ein beträchtliches Dokument mit 236 Seiten und ungewöhnlich großen Seiten, was zwar gut für die Leserlichkeit ist aber ganz schlecht für die Tragbarkeit. Die Einleitung ist besonders gut gelungen, und für alle gedacht, die noch nie mit einer Spiegelreflexkamera fotografiert haben. Die meisten Handbücher haben nur eine Liste der verfügbaren Motivprogramme. In diesem sind alle ausführlich, mit dazugehöriger Abbildung, erklärt. Die Seiten sind nicht zu voll gepackt und so mit Abbildungen und Text versehen, dass sie gut zu durchsuchen sind. Und das ist gut so, da der einzige mittelprächtige Teil des Handbuchs ausgerechnet das Inhaltsverzeichnis ist, wo wir oft nach einem passenden Synonym für eine bestimmte Funktion gesucht haben wenn die logische Benennung nicht aufgelistet war. Das andere Problem ist das Fehlen eines Handbuchs für die mitgelieferte Software, das aber Industriestandard ist. Dadurch werden die Nutzer dazu verdammt, sich auf die Hilfe des Programms zu verlassen um alles darüber lernen. 

Eine PDF-Version des Handbuchs kann bei Nikon heruntergeladen werden. 
 
Zusätzlich zum Handbuch wird die Kamera mit einem ziemlich guten, einseitigen Kurzanleitung geliefert. Besonders gut sind die Hinweise auf Online-Videotutorien, die alles von den ersten Einstellungen über Aufnahmeeinstellungen für Filme und Fotos, Bildbearbeitung und Wiedergabeoptionen, bis hin zu etwas verwirrenden Sachen wie D-Lighting und Picture Control behandeln. Wären wir Nikon, würden wir einen extra Hinweis darauf in die Kameraverpackung geben, statt sie nur im Handbuch zu erwähnen. Die Videos sind ebenfalls auf Nikons Webseite zu finden.








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