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Canon EOS 600D

Digitalkamera Test

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Ausstattung

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Design und Handling
Canon EOS 600D
Seite 9

Bedienung

Die 600D hat ein gut ausgeführtes Layout sowie ein paar benutzerdefinierte Funktionen, die ein ansonsten sehr an Anfänger orientiertes System ergänzen.

Aufnahmemodi

Auf dem Moduswahlrad der 600D gibt es eine gute Auswahl an Modi, von vollmanuellen Aufnahmen bis hin zu Kreativ-Programmen. Wer sich mit der 550D auskennt, wird mit der 600D überhaupt keine Probleme haben. Das einzige, das sich geändert hat ist die Vollautomatik, die jetzt Automatische Motiverkennung heißt und bei der die Kamera versucht Belichtung, Fokus und Farbeinstellungen an der von ihr erkannten Szene einzustellen.

Aufnahmemodi
Automatische Motiverkennung

Bei der 550D war das der Vollautomatikmodus. Die Kamera analysiert das Motiv und legt die optimalen Einstellungen dafür automatisch fest.

Blitz aus

Dieser Modus stellt zwar die Belichtung automatisch ein ohne den Blitz auzulösen (z.B. an Orten, an denen die Verwendung von Blitzlicht untersagt ist).

Kreativ-Automatik

Bei der Kreativ-Automatik können die Einstellungen für Schärfentiefe, Betriebsart und Blitzzündung geändert werden, ohne die Belichtung usw. einstellen zu müssen.

Porträt

Enge Schärfentiefe bildet Hintergrund wird unscharf ab, damit sich Personen besser davor abheben. Außerdem erscheinen die Farben von Haaren und Haut weicher.

Landschaft

Für Landschaften, Nachtaufnahmen oder wenn sowohl der Vorder- als auch der Hintergrund scharf sein sollen. Erzeugt leuchtende Blau- und Grüntöne in sehr scharfen und frischen Bildern.

Nahaufnahme

Für Fotografien von Gegenstände aus der Nähe fotografieren.

Sport

Für Aufnahmen von bewegten Motiven, beispielsweise einem
laufenden Kind oder einem fahrenden Auto, mit schnellen Verschlusszeiten.

Porträtaufnahmen bei Nacht

Für natürlich wirkende Porträtaufnahmen vor dunkler/nächtlicher Hintergrundbelichtung.

Movie-Aufnahmen

Für HD-Videoaufnahmen in 1080/25p.

Programmautomatik

Die Kamera wählt Verschlusszeit und Blendenwert automatisch entsprechend der Helligkeit des Motivs, der Fotograf kann alles andere selbst einstellen.

Blendenautomatik

Nutzer stellt Verschlusszeit manuell ein, die Kamera stellt die Blende entsprechend ein.

Verschlusszeitautomatik

Hier stellt der Fotograf die Verschlusszeit ein, während die Kamera die Blende entsprechend einstellt.

Manuelle Belichtungseinstellung

The manual mode allows users to adjust any of the camera’s settings and to set a desired shutter speed and aperture.

Schärfentiefenautomatik

Mit diesem Modus werden Objekte im Vorder- und Hintergrund, mit Hilfe aller AF-Messfelder, automatisch scharf gestellt. Die zum Erreichen der erforderlichen Schärfentiefe benötigte Blende wird automatisch eingestellt.

Livebild mit der 600D ist vor allem wegen der hohen Auflösung und der Beweglichkeit des LCD super. Mit einem Betrachtungswinkel von 170 Grad gibt es fast keine Position aus der der Bildschirm nicht gesehen werden kann. Die Kamera hat auch eine digitale Zoomfunktion (5x und 10x) in Liveview, um die Scharfstellung am LCD zu überprüfen, aber Autofokus in diesem Modus ist ziemlich langsam.

Live View Anzeige

Während Liveview-Aufnahmen kann schnell auf verschiedene Funktionen zugegriffen werden, ohne das Menü aufzumachen.

Manche Tasten schließen das Livebild, wie z.B. die ISO-Einstellung.

Der größte Nachteil des Livebilds ist der Autofokus mit einem Kontrasterkennungssystem, das ein Programm benutzt um den höchsten Kontrast im Bild, also die schärfste Stelle, zu finden. Es funktioniert zwar ganz gut, ist aber viel langsamer als ein normaler Autofokus und auch bei anderen Kameras ist der Liveview-AF schneller.

Fast alle Motivprogramme der 600D sind auf dem Wahlrad zu finden: Porträt, Landschaft, Nahaufnahmen, Sport und Nachtporträt. Es gibt auch einen Kreativ-Modus, der einige Effekte bietet um Aufnahmen zu verbessern, Motivprogramme selbst sind aber etwas unterrepräsentiert (im Gegensatz zu den teuren DSLR).

Für die Automatik- und Motivprogramme sind mehrere Bildeffekte vorhanden, die bei Canon als Umgebungseffekte bezeichnet werden und Szenen mit leichten Änderungen aufnimmt. Effekte können eingestellt werden auf Lebendig, Weich, Warm, Kräftig, Kalt, Heller, Dunkler und Monochrom (mit Schwarzweiß, Blau und Sepia). Jeder dieser Effekte kann auf Gering, Standard und Stark eingestellt werden.

Bildstil
Automatisch

Der Farbton wird automatisch für das Motiv angepasst. Diese Einstellung hebt vor allem Sättigung hervor und macht das Bild schärfer.

Standard

Produziert lebhafte, scharfe und frische Bilder. Dieser Bildstil eignet sich für die meisten Aufnahmesituationen.

Porträt

Das Porträt für schöne Hauttöne, weichere Bilder.

Landschaft

Bildschärfe wird verstärkt und nutzt leuchtende Blau- und Grüntöne in sehr scharfen und frischen Bildern. Geeignet für eindrucksvolle Landschaftsaufnahmen.

Neutral

Laut Canon ist dieser Bildstil ist für Benutzer geeignet, die Bilder auf dem Computer verarbeiten möchten. Produziert natürliche und gedämpfte Farben.

Natürlich

Dieser Bildstil produziert die genaueste Farbwiedergabe, das Bild sieht matt und gedämpft aus.

Monochrom

Für Schwarzweißbilder.

Anwender Definiert 1-3

Registrierung eines Bildstils mit eigener Einstellung von Schärfe, Farbton, Kontrast und Sättigung.

In der Blenden-, Verschluss- und Programmautomatik sowie in den manuellen Modi der 600D können verschiedene Bildstile eingestellt werden. Damit werden Kontrast, Schärfe, Sättigung und Farbton angepasst, insgesamt stehen 10 zur Verfügung: Automatisch, Standard, Porträt, Landschaft, Neutral, Natürlich, Monochrom und drei Anwender Definierte, die gespeichert werden können.

Im Wiedergabemodus der 600D gibt es auch Kreativ-Filter, die einer Aufnahme verschiedene Effekte hinzufügen können: Körnigkeit S/W, Weichzeichner, Fischaugeneffekt, eine Vignette wie eine Spielzeugkamera oder ein Dioramaeffekt, der ein Objekt kleiner erscheinen lässt. Bei Anwendung der Filter wird das Bild als neue Datei gespeichert.

Der 9-Messfeld-Autofokus der 600D hat einen zentralen Kreuzsensor, das für die meisten alltäglichen Schnappschüsse ausreicht, es ist schnell, aber leider nicht immer vollkommen genau. Im Livebild-Modus nutzt die Kamera die Kontrasterkennung, die wesentlich langsamer und ungenauer ist, und die Zoomtasten vergrößern die LCD-Anzeige um das 5- oder 10-fache, was bei der manuellen Scharfstellung sehr viel weiter hilft.

Focus Image
Die Canon 600D hat einen Phasenerkennungs-AF mit 9-Messfeldern und einem zentralen Kreuz-AF-Messfeld.

Für Aufnahmen mit dem optischen Sucher hat die 600D drei Fokusmodi: One Shot, AI-Focus und AI-Servo. One Shot ist für unbewegliche Motive, und fokussiert nur einmal, auch vor Serienaufnahmen. Bei AI-Servo bleibt der Fokus auf das Motiv gerichtet, eignet sich also für sich bewegende Objekte. Im Modus AI-Focus wechselt die Kamera automatischen zwischen den beiden AF-Modi, wenn ein Motiv anfängt sich zu bewegen.

An der EOS 600D kann der Fotograf festlegen, welches Messfeld (ein einzelnes oder alle) zur Scharfstellung verwendet werden soll. Messfelder lassen sich ganz einfach mit der Taste über der Daumenablage einstellen.

Für ein einzelnes Bild hat die 600D eine Belichtungskorrektur von ±5 Stufen. Für die Belichtungsreihenautomatik kann eine Aufnahme bis auf ±7 Stufen eingestellt werden, wobei die maximale Reichweite für die Reihenaufnahme ±2 Stufen beträgt. Laut Canon hat die Kamera eine Reichweite von 1.0 – 20 LW. Ansonsten hat die Kamera die typischen Belichtungsmodi und bietet auch die Möglichkeit der Programmverschiebung, je nach Geschmack.

Belichtungsausgleich Automatische Belichtungsreihe
3 Aufnahmen mit unterschiedlicher Belichtung (bis zu ±2 Stufen in Drittelstufen)

Bildserie (3,76)

Wie von Canon angegeben, nimmt die 600D 3,7 Bilder pro Sekunde auf. Serienaufnahmen scheinen keinen Buffer zu haben, da die Kamera diese Geschwindigkeit über sehr viele Aufnahmen halten kann. Allerdings können nicht mehr als sechs RAW-Fotos hintereinander aufgenommen werden.

Reihenaufnahmen (7,0)

Viele Optionen für Reihenaufnahmen hat die 600D nicht: Neben dem Selbstauslöser, der bis zu 10 Bilder nach einer Verzögerung von 10 Sekunden aufnimmt, bietet die Kamera weder eine Intervall- noch eine Zeitrafferaufnahmen.

Es gibt eine Schärfentiefeprüfungstaste gleich unter der Objektiventriegelung, die merkwürdigerweise keine Beschriftung hat und so schnell mal übersehen werden kann.

Die 600D hat die gleiche TTL-Offenblendenmessung mit 63 Messsektoren wie die 550D und auch die gleichen Messmodi: Mehrfeld-, Selektiv-, Spot- und Mittenbetonte Messung. Die Mehrfeldmessung kann mit allen 9 Fokusmessfeldern verknüpft werden, während die Spot- und die Selektivmessung nur einen bestimmten Prozentsatz um das mittlere Messfeld benutzen. Insgesamt ist die Messung zwar genau, aber Bilder sind bei durchschnittlichem Lichteinfall oft unterbelichtet.

Einstellungsmöglichkeiten Messmethoden
Mehrfeldmessung

Die Kamera wählt die Belichtung automatisch entsprechend der Aufnahmesituation, über die gesamte Szene gemessen.

Selektivmessung

Ermittelt die Standardbelichtung anhand der gemessenen Helligkeit in der Mitte des Fassungsrahmens (grauer Bereich).

Spotmessung

Misst die Helligkeit in einer bestimmten Stelle des Fassungsrahmens und ermittelt so die Standardbelichtung.

Mittenbetonte Messung

Die Mittenbetonte Messung misst die Helligkeit der gesamten Szene, legt aber mehr Gewicht auf die Mitte.

Mit ihrem elektronisch gesteuerten Schlitzverschluss kann die 600D auf Verschlusszeiten zwischen 30 Sekunden und 1/4000 einer Sekunde eingestellt werden. Auch eine Bulb-Funktion (Langzeitbelichtung) ist verfügbar, wenn auch nur im manuellen Modus, sowie Blitzsynchronisationszeiten zwischen 30s und 1/200 einer Sekunde.

Verschlusszeiten
30 bis 1/4000 Sek. (1/2 oder 1/3 Schritte)

Neben der schon erwähnten Reihenaufnahme (bis zu 10 Bilder) mit 10 Sekunden Verzögerung hat die 600D weitere Selbst- und Fernauslöser im Angebot: Ein Selbstauslöser nach zwei Sekunden und einen Fernauslöser nach 10 Sekunden. Zu den Fernauslösern, die mit der 600D kompatibel sind gehören Canons RC-6, RC-1, und RC-5.

Einstellungsmöglichkeiten Selbstauslöser
Two-second timer

This mode uses a two-second countdown before activating the shutter.

10 seconds / remote control

This mode uses a 10-second countdown before activating the shutter. This mode will also allow you to use a remote.

10 seconds - continuous shooting

This mode uses a 10-second countdown timer and takes up to 10 continuous shots. The user selects how many shots the camera will take.

Kreativ-Automatik

Anders als in der Automatischen Motiverkennung können in der Kreativ-Automatik Farbton, Schärfentiefe, Betriebsart und Blitzzündung eingestellt werden. Das alles geschieht in einem einfach verständlichen Layout, in dem sehr viele Feineinstellungen vorgenommen werden können – ohne Fachausdrücke wie Blende usw. kennen zu müssen.

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