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Canon EOS 550D

Digitalkamera Test

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Video Lowlight Verhalten

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Vergleich Canon EOS 7D
Canon EOS 550D
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Videofunktionen

  • Video wird mit dem MPEG-4 Codec komprimiert
  • Die 550D hat zwei 1080p Aufnahmemodi, einen 720p Modus und zwei Standard-Definition Modi
  • Die Kamera hat kein kontinuierliches Autofokussystem, aber Blende, Verschlusszeit und ISO können auch im Videomodus manuell eingestellt werden
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Video: Komprimierung (7,50)

Videos werden im MPEG-4 Codec komprimiert. Die 550D kann außerdem Full-HD Videos in 24p oder 30p, 720p HD Videos mit einer Bildrate von 60p und Standardqualität-Videos mit einer Auflösung von 640 × 480 und 60p aufgenommen. Es gibt auch eine reduzierte 640 × 480 Aufnahme in Standardqualität, mit der ein etwa 7facher Teleobjektiveffekt erreicht wird. Das sind die gleichen Funktionen, wie auch in der Canon 7D.

Außerdem kann die 550D zwischen PAL und NTSC schalten. Bei PAL nimmt sie dann mit Bildraten von 25p bzw. 50p auf, statt 24p und 60p. Alle unsere Tests wurden mit NTSC (also 24p, 30p und 60p) durchgeführt.

Laut Canon passen etwa 49 Minuten HD-Videos auf eine 16 GB Speicherkarte, mit Standardqualität verdoppelt sich diese Zeit fast (1 Stunde 39 Minuten). Aber die Kamera hat eine Größeneinschränkung von 4 GB oder 30 Minuten für Videodateien. Wird eine der beiden Einschränkungen erreicht, stoppt die Kamera die Aufnahme automatisch. Natürlich kann sofort wieder losgelegt werden.

Format Auflösung Codec Bildrate
1920 x 1080 MPEG-4 AVC/H.264 24p
1920 x 1080 MPEG-4 AVC/H.264 30p
1280 x 720 MPEG-4 AVC/H.264 60p
640 x 480 MPEG-4 AVC/H.264 60p
Belichtungseinstellungen
-5 bis +5 in Schritten von 1/3 LW
Blendeneinstellungen
f/3,5, f/4, f/4,5, f/5, f/5,6, f/6,3, f/7,1, f/8, f/9, f/10, f/11, f/13, f/14, f/16, f/18, f/20, f/22
Verschlusszeiten
1/30, 1/40, 1/50, 1/60, 1/80, 1/100, 1/125, 1/160, 1/200, 1/250, 1/320, 1/400, 1/500, 1/640, 1/800, 1/1000, 1/1250, 1/1600, 1/2000, 1/2500, 1/3200, 1/4000
Weißabgleichseinstellungen
Auto, Tageslicht, Schatten, Bewölkt, Kunstlicht, Weißes Fluoreszenzlicht, Blitz, Custom
ISO-Einstellungen
100, 200, 400, 800, 1600, 3200, 6400

Im Videomodus der Canon EOS 550D stehen sowohl einen automatischen als auch einen manuellen Belichtungsmodus. In der Automatik kann nur die Belichtung manuell angepasst werden, nicht aber Verschlusszeit, Blende oder ISO.

Automatikbetrieb

Die 550D hat keinen kontinuierlichen Autofokus, wie die meisten videofähigen DSLR, nur Mikro Four Thirds oder andere, spiegellose Wechselobjektivkameras haben einen. Das heißt, dass eine Taste oder ein Knopf gedrückt werden muss um auf ein Motiv scharf zu stellen. Damit kann es manchmal ganz schön lange dauern (manchmal bis zu 5 Sekunden), bis das Bild fokussiert ist – das ist viel länger als es bei einem Camcorder dauern würde.

Die automatische Belichtung der 550D angeht, ist nicht schlecht und die Anpassungen werden gleichmäßig und abgestuft vorgenommen. Allerdings ist auch die automatische Belichtung ein bisschen langsam und lange nicht so schnell oder präzise wie die von Camcordern.

Zoom: Bedienung und Faktor

Zoom wird am Objektiv eingestellt, egal welches Objektiv angeschlossen wird. Im Kit wird der 550D ein 18 – 55 mm Objektiv, was in etwa einem 3-fachen optischen Zoom entspricht.

Fokus

Wie vorhin erwähnt, hat die 550D keinen kontinuierlichen Autofokus im Videomodus. Der Fokus kann manuell mit dem Objektivring oder mit dem Autofokus-Knopf eingestellt werden. Das dauert aber ganz schön lange, ist nicht so gleichmäßig wie bei einem regulären Camcorder und ist extrem laut.

Belichtung, Blende und Verschlusszeit

Diese drei können im Videomodus der 550D manuell eingestellt werden, Belichtung allerdings nur dann, wenn die Kamera im automatischen Belichtungsmodus ist. Verschlusszeit und Blende können nur im manuellen Belichtungsmodus verändert werden. Jede Funktion kann vor oder während der Videoaufnahmen eingestellt werden – und das ist immer gut.

ISO und Andere Funktionen

Auch ISO kann im Videomodus manuell eingestellt werden (nur im manuellen Belichtungsmodus), vor oder während der Aufnahme. Weitere Funktionen, die auch im Videomodus zur Verfügung stehen sind: Mehrere Farb- und Bildvoreinstellungen, auf die wir im Abschnitt “Video: Farben & Bildrauschen”: http://stage.digitalcamerainfo.de/content/Canon-EOS-550D-Testbericht/Video-Farben-und-Bildrauschen.htm schon näher beschrieben haben. Außerdem gibt es die Tonwert Priorität, die den Dynamikumfang im Videomodus erweitert (die Gradation zwischen Grau und Lichtern wird weicher). Diese Funktion kann aber nur im manuellen Belichtungsmodus eingestellt werden.

Für Tonaufnahmen bietet die Canon 550D zwei Möglichkeiten: Entweder es werden Mono-Aufnahmen mit dem eingebauten Mikro gemacht oder ein externes Mikrofon über den 3,5 mm Klinkenanschluss angeschlossen, der sich auf der linken Seite der Kamera befindet. Alle, die gute Audioaufnahmen machen wollen, sollten die Finger vom eingebauten Mikrofon lassen – der nimmt viele, ungewollte Kamerageräusche auf und die Qualität ist einfach schlecht. Egal was für die Tonaufnahmen benutzt wird, die Kamera komprimiert alles mit dem PCM Codec.

Audio Features Image
Man sollte nicht zu viel von dem eingebauten Mikrofon der 550D erwarten
Canon 550D Canon 7D Nikon D5000 Samsung NX10
Externer Mikrofonanschluss Ja, 3,5 mm Ja, 3,5 mm Nein Nein
Integriertes Mikrofon Mono (Stereo mit ext. Mikro) Mono (Stereo mit ext. Mikro) Mono Mono
Kopfhörer Nein Nein Ja Nein
Lautstärkeregler Nein Nein Nein Nein
Zubehörschuh Ja Ja Nein Ja
Mikrofon Hi/Low Nein Nein Nein Nein
Windrauschunterdrückung Nein Unknown Nein Ja

In der Handhabung ist die Canon 550D wie die 500D und die 7D. Die Kamera hat auch in etwa dieselben Maße und dasselbe Gewicht wie die 500D, ist aber viel leichter als die 7D. Das LCD aller drei Kameras ist gleich groß (3 Zoll), allerdings hat der Bildschirm der 550D eine höhere Auflösung (1,04 Megapixel).

Für eine DSLR fühlt sich die 550D ziemlich leicht an, ist aber viel klobiger als die meisten Mittelklasse-Camcorder. Was das Gesamtgewicht angeht, so zieht die 550D in etwa gleich mit den High-End Camcorder von Canon, Sony und JPC (die alle um die 500 g wiegen). Nur der Panasonic HDC-TM700 ist viel kleiner und leichter als der Rest.

Handling Front Image

Eines der größten Probleme, die wir bei Videoaufnahmen mit der 550D haben ist, dass das LCD fest auf die Rückseite der Kamera montiert ist. Das macht es schwierig das Bild richtig einzufangen, vor allem wenn es in einem unüblichen Winkel aufgenommen werden muss. Das ist etwas, das wir bei der Nikon D5000, deren LCD nach unten geklappt und geschwenkt werden kann, wirklich gut fanden.

Handling Back Image

Die 550D hat auch Probleme mit Überhitzung, was aber bei vielen videofähigen DSLR der Fall ist. Unklar ist allerdings, wie lange die Kamera weiter aufnimmt, bevor sie sich wegen Sensor-Überhitzung automatisch abschaltet. In unserem Test erschien nach etwa 45 Minuten durchgehender Videoaufnahmen eine Temperaturwarnung bei der 550D. Canon empfiehlt die Videoaufnahme sofort zu unterbrechen, wenn diese Warnung erscheint und die Kamera erst mal beiseite zu legen um sie abzukühlen. Das wird wahrscheinlich nicht immer gut gehen.

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