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Canon EOS 550D

Digitalkamera Test

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Ausstattung

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Design & Handling
Canon EOS 550D
Seite 9

Bedienung

  • Große Auswahl an Aufnahmemodi
  • Autofokus in Live View ist schwierig
  • Bildschärfe, Kontrast, Sättigung und Farbton kann in allen Farbmodi angepasst werden
  • AF-Hilfslicht ist an den eingebauten Blitz gebunden (keine eigene AF-Hilfslampe)
  • Enger Belichtungskorrekturbereich (±2)
  • Serienbildmodus mit 3,4 Bilder pro Sekunde
  • Genug Auswahl an Messmethoden

Aufnahmemodi

Zusätzlich zu den Standarmodi Blendenpriorität, Verschlusspriorität und Manuell hat die 550D einen A-Dep-Modus (Schärfentiefenautomatik), Kreativ-Automatik und eine Vollautomatik.

Aufnahmemodi
Vollautomatik

Die einzigen Funktionen, die in der Vollautomatik eingestellt werden können sind Selbstauslöser und Bildgröße

Kreativ-Programm

Im Kreativ-Programm soll Anfängern der Übergang auf die komplexeren Funktionen der SLR einspielen. Statt eines Blendenwerts einzustellen, stellt der Fotograf ein, ob der Hintergrund scharf oder unscharf aufgenommen werden soll (mit 5 Stufen). Über- oder Untersättigungen können genauso eingestellt werden. Die meisten anderen Funktionen können ebenfalls eingestellt werden, allerdings mit Einschränkungen.

Programmautomatik

Hier werden Verschlusszeit und Blendenwert von der Kamera eingestellt, können aber mit dem Einstellrad angepasst werden. Bei der 550D wird aber auf die Defaulteinstellung zurückgestellt, wenn eine Menü geöffnet oder eine andere Funktion geändert wird.

Blendenautomatik

Von Canon Tv (Time Value) genannt. Mit der Blendenautomatik stellt der Fotograf die Verschlusszeit ein, die Kamera kalkuliert den entsprechenden Blendenwert für eine ausbalancierte Belichtung.

Verschlusszeitautomatik

Av (Aperture Value) genannt. Die Verschlusszeitautomatik stellt die Verschlusszeit automatisch für einen manuell eingestellten Blendenwert ein.

Manuell

Volle Kontrolle über Verschlusszeit und Blendenwert. Um die Blende einzustellen muss die Taste Belichtungskorrektur gedrückt und das Einstellrad bedient werden. Das Drehen des Einstellrads allein verstellt die Verschlusszeit.

Schärfentiefenautomatik

Mit diesem Modus werden Objekte im Vorder- oder Hintergrund automatisch scharf gestellt und alle AF-Messfelder zur Bestimmung eingesetzt. Die Blende wird dabei automatisch angepasst.

Blitz aus

Stellt Bildstil “Standard”, Einzelbildaufnahme und AI Servo AF. Vor allem aber, wird der Blitz nie ausgelöst – egal was für Lichtbedingungen herrschen.

Motivprogramme

Auf diese gehen wir weiter unten detailliert ein.

Movie Modus

Damit werden Videos aufgenommen, die Kamera startet automatisch die Live View und erinnert freundlicherweise gleich daran, dass die Taste AE-Speicher für die Scharfstellung benutzt werden muss.

Seit der Einführung von Livebildern bei DSLR ist die Technologie stetig besser geworden. Die Live View der 500D letztes Jahr hat wesentlich besser funktioniert als die älterer Modelle – und die der 550D reagiert sogar noch schneller. Wahrscheinlich liegt der Hauptgrund für diese Verbesserung darin, dass die Kamera videofähig ist, aber auch die Foto-Modi profitieren davon.

Das größte Problem mit Live View ist der langsame bzw. schwerfällige Autofokus. Die 550D hat drei AF-Modi: Live, Quick und Gesichtserkennung. In der Theorie ist LiveModus perfekt, die Fokussierung ist aber sehr langsam und nicht immer genau. Der Modus Gesichtserkennung hat das gleiche Problem: Die Erkennung von Gesichtern funktioniert einwandfrei, die Scharfstellung dauert aber so lange, dass die Person sich bewegt, wenn die Kamera mit dem Fokussieren fertig ist. Am schnellsten und genauesten ist der QuickModus, der zwar super funktioniert aber das Livebild kurz unterbricht (das geschieht, damit die Kamera den Spiegel zur Fokussierung hochstellen kann). QuickModus ist der einzige AF-Modus in Live View, das mit Phasenerkennung arbeitet; LiveModus und Gesichtserkennung arbeiten mit Kontrasterkennung.

Dazu kommt, dass auch der manuelle Fokus nicht ganz einfach ist. Es wäre einfach, wenn man das LCD für die Scharfstellung benutzen könnte, aber damit erhält man keinen exakten Fokus. Um das Motiv besser scharf zu stellen kann gezoomt werden, das geht aber nur mit den Zoomtasten, die auch als Belichtungsspeicher dienen. Es ist nicht der einfachste Prozess, deshalb ist es wohl am gescheitesten Motive beim manuellen fokussieren mit dem Sucher scharf zu stellen.

Natürlich hat das Livebild auch Vorteile, der größte ist wohl die Möglichkeit alle Veränderungen in Farbmodi und Weißabgleich sofort zu sehen und so die mögliche, finale Aufnahme vor dem Auslösen zu sehen. Es gibt sogar eine Schärfentiefenvorschau, die mit einer Taste unter dem Objektiv aktiviert wird. Ein weiterer Vorteil der Live View ist, dass man mehr von dem aufzunehmenden Objekt sehen kann – das Bildfeld ist 100 % und es kann bis auf das 10x in das Motiv hineingezoomt werden. Außerdem ist das Fotografieren mit Live View einfach komfortabler.

Live View Anzeige
Nur Bild

Nur das Bild wird angezeigt.

Einfache Anzeige

Anzeige von Belichtungsstufe, verbleibende Aufnahmen, ISO und Akkulevel

Anzeige detaillierter Informationen

Zeigt zusätzlich Autofokus, Bildstil, Weißabgleich, Aufnahmeodus und Bildgröße an.

Histogrammanzeige

Das gleiche wie in der einfachen Anzeige, mit Histogramm

Vergrößerte Ansicht

1,5 bis 10-fache Vergrößerung

Gitter

Es gibt zwei Größen, die eingestellt werden können.

Die Informationsanzeige auf dem LCD kann, wie bei der Wiedergabe, in Live View mit der Display-Taste verändert werden, wie oben dargestellt.

Über das Modus-Wahlrad können mit der 550D fünf Motivprogramme eingestellt werden:

Motivprogramme
Porträt

Bildstil wird auf Porträt gestellt, mit Serienbildaufnahme und One-Shot AF.

Landschaft

Dieser Bildstil nutzt helle Farben, Einzelbildaufnahmen und One-Shot AF

Nahaufnahme

Dieser Modus stellt den Bildstil auf Standard, nutzt One-Shot AF und Einzelbildaufnahme.

Sport

Im Sportmodus wird der Bildstil Standard, Serienbildaufnahme und AI Servo AF eingestellt. Die letzten beiden Funktionen sind sehr gut für sich bewegende Objekte.

Nachtporträt

Bildstil Standard, Einzelbildaufnahme und -fokus. Merkwürdig ist, dass Canon nicht den Bildstil “Porträt” für diesen Modus einstellt, wäre die logischere Wahl.

Manche Einsteiger-DSLR, z.B. von Pentax oder Olympus, haben viele interessante Filter und Effekte. Die EOS 550D hat weniger Optionen und ist mehr auf die Farbmodi (Bildstile) ausgerichtet, auf die wir im Abschnitt Farben näher eingegangen sind. Die Einstellungsmöglichkeiten sind: Standard, Porträt, Landschaft, Neutral und Natürlich. In jedem Bildstil können Bildschärfe (in einem Bereich von 0 bis 7), Kontrast, Sättigung und Farbton (je einem Bereich von -4 bis +4) weiter angepasst werden. Bei Anpassung des Schwarzweiß-Stils können Bildschärfe, Kontrast, Filtereffekt und Tonungseffekt eingestellt werden. Außerdem können die Anpassungen in drei “Benutzerdefinierten” Einstellungen gespeichert werden.

Es gibt auch eine automatische Belichtungsoptimierung (Auto Lighting Optimizer), mit dem Belichtung und Kontrast angepasst werden und zwar auf Standard, Niedrig oder Stark.

Wie die meisten Canon DSLR hat auch die 550D 9-AF-Messfelder. Acht davon sind rautenförmig angeordnet, einer ist genau in der Mitte. Man kann entweder manuell scharf stellen, die Kamera den Fokus automatisch mit Hilfe aller 9 Fokuspunkte einstellen lassen oder einen der 9 für den Autofokus benutzen.

Focus Image
Die 550D hat einen 9 Punkt-Fokus

Im Großen und Ganzen fühlt sich der Fokus sehr schnell an, auch wenn er bei Lowlight ein wenig langsamer wird. Doch selbst bei schlechtem Licht ist der Autofokus der 550D schnell und genau. Der Motor ist nicht allzu laut, aber für Videoaufnahmen ist die Nähe am Mikrofon ein Problem. Das ist aber bei fast allen DSLR der Fall. Mehr über Audiofunktionen kann im Abschnitt Videofunktionen gelesen werden.

Es gibt auch ein AF-Hilfslicht, das aber mit dem eingebauten Blitzgerät verbunden ist. Dieser feuert einige Blitze ab um der 550D beim Autofokus im Lowlight zu assistieren. Ein Infrarot AF-Hilfslicht ist nicht vorhanden. Wer lieber Infrarot benutzt hat die Möglichkeit sich ein externes Blitzgerät mit dieser Funktion zu kaufen, und die Kamera darauf einzustellen, dass das AF-Hilfslicht nur dann aktiviert werden kann, wenn das Infrarot-Hilfslicht verfügbar ist.

Die 550D hat drei Fokusmodi:

Einstellungsmöglichkeiten Fokus
One-Shot AF

Die Scharfeinstellung wird mit dem halb durchgedrückten Auslöser vorgenommen und bleibt solange bestehen.

AI Servo

Fokus bleibt auf das Motiv gerichtet, solange der Auslöser halb durchgedrückt wird. Eignet sich für sich bewegende Motive.

AI Focus

Die Kamera wechselt automatisch von One-Shot zu AI-Servo AF, wenn ein Objekt anfängt sich zu bewegen

An Einstellungen für die Belichtung bietet die 550D weniger als viele andere Kameras. Es wäre toll, wenn die Belichtungskorrektur wenigstens einen Bereich von ±3 LW statt ±2 LW abdecken würde und die automatische Belichtungsreihe mehr als drei Fotos aufnehmen würde. Wer mehr Belichtungseinstellungen will, kann die Belichtungskorrektur auf Maximum oder Minimum einstellen und mit der Belichtungsreihe kombinieren. Damit wird der Bereich auf +4 bis -4 erweitert.

Belichtungsausgleich Automatische Belichtungsreihe
3 Aufnahmen, ±2 LW in 1/3 oder 1/2 Schritten

Bildserie (3,4)

Im Handbuch der 550D steht, dass die Kamera 3,7 Bilder pro Sekunde im Serienbildmodus aufnehmen kann. Im Labor sind wir, mit 3,4 Bildern pro Sekunde, nahe dran gewesen. Das ist die gleiche Geschwindigkeit, die wir bei der 500D letztes Jahr gemessen haben. Viele ähnliche Kameras können schneller aufnehmen, aber das ist sicherlich nicht der langsamste Serienbildmodus, den wir je getestet haben.

Zeitvergleich Bilderserie

Reihenaufnahmen (6,5)

Es gibt nur eine Einstellung für Reihenaufnahmen mit den oben genannten 3,4 Bilder pro Sekunde im Serienbildmodus. Technisch gesehen gibt es keine Einschränkungen wie viele Fotos in diesem Modus aufgenommen werden können, aber die Aufnahmegeschwindigkeit verlangsamt sich drastisch nach etwa 11 Fotos (bzw. 5 wenn RAW-Bilder aufgenommen werden). Mit eingeschaltetem Blitz oder einer hohen ISO-Einstellung sind es auch weniger als 3,4 bps; in diesem Fällen ist die Serienbildaufnahme viel langsamer.

Gleich unter dem Objektiv befindet eine Taste, mit der die Schärfentiefenprüfung eingeschaltet wird. Damit wird die Blendeneinstellung des Objektivs abgeblendet, um sehen zu können wie viel von der aufgenommenen Szene mit den eingestellten Parametern fokussiert ist. Diese Funktion ist in der Live View sogar noch besser. Nicht viele Einsteiger-DSLR haben eine Schärfentiefnprüfung – und wir finden es klasse, dass Canon sie auch in der 550D eingebaut hat.

Die 550D hat eine TTL-Offenblendenmessung mit 63 Messsektoren und hat vier Messmethoden, wie unten beschrieben:

Einstellungsmöglichkeiten Messmethoden
Mehrfeldmessung

Misst die gesamte Szene und wählt die beste Belichtung, entsprechend der Aufnahmesituation

Selektivmessung

Misst über 9% der Mitte des Bildes.

Spotmessung

Misst nur die Mitte des Bildes, ca. 4 % des Sucherbildfelds.

Mittenbetonte Integralmessung

Gemessen wird in einem größeren, zentralen Bereich.

Für diese Kamera-Klasse ist der Verschlusszeiten-Bereich sehr normal. Sie gibt dem Fotografen genug Kontrolle für die meisten Aufnahmesituationen, auch wenn etwas teurere Modelle einen viel größeren Bereich hat.

Verschlusszeiten
1/4000s - 30s in Schritten von 1/2 oder 1/3, Bulb

Die 500D hat Selbstauslöser-Einstellungen. Die Fernbedienungs-Funktion funktioniert sowohl mit einer verkabelten als auch einer kabellosen Fernbedienung.

Einstellungsmöglichkeiten Selbstauslöser
Self-timer/Remote Control

You can either use this mode as a standard 10-second self-timer or use it in conjunction with a remote control. (This is the only self-timer mode that works with a remote control.)

Self-timer: 2 Second

Takes a single photo after a two-second delay.

Self-timer: Continuous

Chose anywhere between 2 and 10 photos, which are then taken after a 10-second delay.

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