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Canon EOS 550D

Digitalkamera Test

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Bildrauschen

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Weißabgleich
Canon EOS 550D
Seite 4

Auflösung

  • Hervorragende Bildschärfe mit den meisten Brennweiten und Blendenwerten
  • Bei Nahaufnahmen und Blendenwerten von f/5,6 und f/36 lässt die Bildschärfe drastisch nach
  • Farbabweichungen auf ein Minimum reduziert, selbst an den Rändern
  • Das Kit-Objektiv verursacht weniger Verzerrungen als viele vergleichbare Objektive
  • Dynamikumfang ist etwas unterdurchschnittlich, im Vergleich zu ähnlichen Kameras

Auflösung (10,00)

In unsrem Auflösungstest hat die EOS 550D ziemlich gut abgeschnitten: Die Bilder sind scharf und haben wenig Farbabweichungen. Mit dem 18-55 mm Objektiv sind ein paar wenige Verzerrungen sichtbar, aber weit weniger als bei vergleichbaren Objektiven.

Zur exakten Ermittlung der Auflösung fotografieren wir die Auflösungsgrafik in drei Brennweiten mit jeweils drei Blendenwerten. Mit Imatest werden die Fotos analysiert, wobei mehrere Teile der Bilder abgetastet werden. Analysiert werden Verzeichnungen (die bei Wechselobjektivkameras nicht mit in das Endergebnis einfließen), Farbabweichungen und Bildschärfe.

Mehr zu unserem Testverfahren Auflösung

Verzeichnung

Wie oben erwähnt, haben wir die Verzeichnungen nicht in das Ergebnis der 550D mit aufgenommen, da es ganz vom Objektiv abhängt, das gerade benutzt wird. Das Kit-Objektiv der 550D hat sich aber sehr gut geschlagen, im Vergleich zu anderen Kit-Objektiven. Im mittleren, im Fern- und sogar im Tele-Zoom haben wir kaum Verzeichnungen gemessen.

Distortion Examples
Wide (18,0mm): 2,0% Tubusverzeichnung
Mid (36,0mm): 0,0% Trapezverzeichnung
Tele (55,0mm): 0,37% Trapezverzeichnung

Chromatische Aberration (7,55)

Chromatische Aberrationen sind Farbabweichungen, die dadurch verursacht werden, dass die Kamera verschiedene Lichtwellen nicht genau fokussieren kann. Wie schon das Vorgängermodell, hat auch die 550D in diesem Test gut abgeschnitten – genauso gut wie die meisten Linsen in dieser Preisklasse. Überraschungen gab es hier keine: Chromatische Aberrationen sind vor allem an den Rändern der Bilder zu sehen, die mit dem weitesten Brennwert fotografiert werden.

Bildschärfe (14,34)

Von der Bildschärfe der 550D sind wir beeindruckt, vor allem im Vergleich zu den Ergebnissen, die wir bei der Konkurrenz gemessen haben. Wir haben die 550D im Standardmodus getestet, in dem die Kamera nur minimal nachschärft. Die daraus resultierenden Bilder sind sehr gut, mit den besten Messungen bei einer Brennweite von 18mm: 2124 lw/ph horizontale und 2279 lw/ph vertikale Schärfe.

In den Tabellen unten sind 100% Crops, die aus unseren Testfotos ausgeschnitten wurden. Fotografiert wurden sie in drei Brennweiten, mit je drei Blendenwerten.

Bildschärfe und Chromatische Aberration
Focal Length:
Standard Resolution Chart

Click blue squares to change sample crops below

Top Left Top Right Center Bottom Left Bottom Right
f/3.5 f/9 f/22

Bei 18mm war die Aufnahme mit einem Blendenwert von f/9 am schärfsten. In dieser Brennweite haben wir die besten Werte direkt in der Mitte des Bildes gemessen, die dann zum Rand hin allmählich absinken. Auch die chromatische Aberration wurde zum Rand hin. Das schlechteste Ergebnis haben wir am Rand des Fotos, das wir mit einer Brennweite von f/22 aufgenommen haben, gemessen.

Eine hervorragende Bildschärfe haben wir bei 37mm Brennweite mit den Blendenwerten f/4,5 und f/11 gemessen. Mit einem Blendenwert von f/29 vermindert sich die Bildschärfe allerdings sehr, sogar in der Mitte des Bildes. Bei diesem Blendenwert war auch die Farbabweichung am schlechtesten; in den Ausschnitten kann man das an den blauen Farbsäumen erkennen.

Die höchste Bildschärfe bei 55mm haben die Fotos, die wir mit einem Blendenwert von f/14 aufgenommen haben. Sie sind etwas weicher als die Bilder in den Brennweiten von 18mm und 37mm, aber die 55mm f/14 Fotos sind trotzdem beeindruckend scharf. Bei Blendenwerten von f/5,6 und f/36 dagegen konnte das gute Ergebnis nicht gehalten werden und auch was die Farbabweichung angeht, ist das Ergebnis schlecht.

Insgesamt hat die 550D mit ihrem Kit-Objektiv im Auflösungstest selbst die Ergebnisse der großen Schwester, der Canon 7D, übertroffen.

Ergebnisvergleich Auflösung
Canon EOS 550D
10.0
8
9
12

Mit der 550D können Fotos nur mit einem Bildformat von 3:2 aufgenommen werden. Im Angebot sind drei JPEG-Bildgrößen (siehe Tabelle unten) in den Qualitätseinstellungen Fein und Normal. Es gibt auch die Möglichkeit RAW-Dateien zu erstellen, entweder für sich selbst oder zusammen mit einem JPEG (18M, Fein).

Auswahl Bildgrößen
Aspect Ratio
18M (3:2) 5184x3456
8M (3:2) 3456x2304
4,5M (3:2) 2592x1728

Was den Dynamikumfang betrifft, ist die 550D etwas unter dem Durchschnitt. Bei niedrigen ISO-Einstellungen (ISO100 bis ISO400) hat die Kamera gut abgeschnitten, wurde aber ab ISO1600 und höher wesentlich schlechter. Trotzdem ist das eine Verbesserung: Der Dynamikumfang der 500D letztes Jahr war nur bei ISO-Einstellungen von 100 und 200 gut.

Mehr zu unserem Testverfahren Dynamikumfang

Mit “Tonwert Priorität” kann die 550D den Dynamikumfang optimieren, allerdings auf Kosten der Bildqualität – die Funktion erzeugt mehr Bildrauschen. Dieser Modus wird aber weder getestet, noch in das Ergebnis mit einbezogen.

Dynamikumfang

Die 550D hat, bei den meisten ISO-Empfindlichkeiten, einen Dynamikumfang von 6 bis 7 Stufen, der bei ISO1600 auf 4,7 fällt.

In der Grafik unten wird der Dynamikumfang aller Kameras dieser Gruppe bei ISO200 verglichen (längere Balken bedeuten einen weiteren Dynamikumfang). Wie hier zu sehen ist, hat die 550D einen engeren Umfang, der Unterschied ist aber gering.

Vergleich Dynamikumfang

Obwohl die EOS 550D eine ziemlich gute Leistung gebracht hat, ist sie vergleichsweise unter dem Durchschnitt. Die Nikon D5000 und die Sony A550 haben beide einen weiteren Dynamikumfang. Wenig überraschend ist, dass die große Schwester der 550D, die Canon 7D in diesem Test viel besser abgeschnitten hat.

Ergebnisvergleich Dynamikumfang
3
5
7
9
13

Die in das Kit-Objektiv der 550D eingebaute Bildstabilisation hat nicht viel gebracht. Im besten Fall (Verschlusszeit 1/60s bei geringer Verwacklung) war eine geringe Verbesserung in der Bildschärfe. In anderen Fällen hat die Stabilisation entweder überhaupt nichts verändert oder die Bildqualität verschlechtert. Mehr zu unserem Testverfahren Bildstabilisierung

Canon 550D Bildstabilisierung : Leichte Verwacklung
Horizontal: Schärfe im Verhältnis zu Verschlusszeit
Vertikal: Schärfe im Verhältnis zu Verschlusszeit
Canon 550D Bildstabilisierung : Hohe Verwacklung
Horizontal: Schärfe im Verhältnis zu Verschlusszeit
Vertikal: Schärfe im Verhältnis zu Verschlusszeit
Ergebnisvergleich Bildstabilisierung
0
2
4
8

Verglichen mit den anderen Kameras dieser Gruppe ist das Ergebnis der 550D ziemlich schlecht. Keine der Spiegelreflexkameras hat uns in dieser Kategorie besonders imponiert, aber die Sony A550 und die Nikon D5000 haben wenigsten Ergebnisse, die unserer Meinung nach, die auf die Effektivität des Stabilisationssystems hinweisen.

Die gleichgroßen Crops unten wurden aus unseren Testbildern herausgeschnitten. Diese sollen eine Idee der bessere Bildschärfe vermitteln die das Stabilisationssystem bietet, wenn es sie denn gibt.

Vergleichstabelle Bildstabilisierung Erweitern
Leichte Verwacklung
IS Aus
Leichte Verwacklung
IS An
Hohe Verwacklung
IS Aus
Hohe Verwacklung
IS An
1/500
1/250
1/125
1/60
1/30
1/15
1/8
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