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Einleitung
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01.Produktübersicht
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02.Farben
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03.Bildrauschen
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04.Auflösung
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05.Weißabgleich
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06.Beispielbilder
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07.Wiedergabe
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08.Ausstattung
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09.Bedienung
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10.Design & Handling
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11.Video Farben & Bildrauschen
Canon EOS 500D
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Video Lowlight VerhaltenWeiter: Seite 15
Vergleich Canon EOS-1000D
Videofunktionen
• Nutzt H.264 Kompression und speichert die Videos im MOV-Format
• Weißabgleich, Bildeffekte, Fokus und Belichtung können im Videomodus angepasst werden alles andere aber nicht
• Es gibt keine Live-Autofokus-Funktion während der Aufnahme (man muss entweder einen Knopf drücken oder manuell Fokussieren)
• Eingebautes Mono-Mikro ist die einzige Audiofunktion
• Handhabung wie ein DSLR-Kamera, LCD ist nicht beweglich – im Gegensatz zum drehbaren LCD der D5000
| Umfassende Videotests und Analysen zur Verfügung gestellt von Andrea Soares |
|
Die Canon 500D komprimiert Videos mit dem H.264 Codec und die Dateien
werden im MOV-Format gespeichert. Dieses Kompressionssystem ähnelt
den MPEG-4 Codecs (einschließlich AVCHD), die von vielen
Camcorder-Herstellern benutzt werden. Es ist auch ein weiter
entwickelter Codec als das Motion JPEG, das die Nikon D5000 nutzt.
Die Nutzung der MOV-Dateien ist eine gut für alle, die ihre Bilder
mit Final Cut Pro bearbeiten oder QuickTime nutzen. Sie können
direkt von der Kamera per Drag-and-Drop exportiert und leicht in FCP für die Bearbeitung importiert werden.
| Format | Auflösung | Codec |
| 20p | 1920 x 1080 | H.264 |
| 30p | 1280 x 720, 640 x 480 | H.264 |
Die Tabelle unten zeigt die Aufnahmezeiten der Kamera, abhängig von der Größe der benutzten SD/SDHC Karte. Einzelne Videodateien sind auf die Größe von 4 GB begrenzt. Sobald eine Aufnahme diese Größe erreicht stoppt die Kamera die Aufnahme automatisch, sie kann aber auch sofort (als neue Datei) durch Drücken des Auslösers wieder aufgenommen werden.
| 1920 x 1080 | 1280 x 720 | 640 x 480 | |
| 4 GB SDHC Karte | 12 Min | 18 Min | 24 Min |
| 16 GB SDHC Karte | 49 Min | 73 Min | 99 Min |
| Belichtungseinstellungen |
| -2 bis +2 in 1/3 Stufen (insg. 12 Stufen) |
| Blendeneinstellungen |
| Keine |
| Verschlusszeiten |
| Keine |
| Weißabgleichseinstellungen |
| Auto, Tageslicht, Schatten, Bewölkt, Kunstlicht, Leuchtstoff, Blitz, Manuell |
| Lichtverstärker-Einstellungen |
| Keine |
Die Canon 500D bietet nicht viel, was manuelle Bedienung im
Videomodus angeht. Am auffälligsten ist das Fehlen der
Blendeneinstellung – was bedeutet, dass nicht viel mit
Tiefenschärfe experimentiert werden kann. Das ist deswegen
schlecht, weil die Tiefenschärfe ein einzigartiges
Alleinstellungsmerkmal videofähiger DSLR ist. Auch die
Verschlusszeit und ISO kann im Videomodus nicht manuell
eingestellt werden.
Der Videomodus der 500D muss direkt mit dem Moduswahlrad eingestellt
werden. Dadurch können keine der Motivprogramme im Videomodus
genutzt werden. Wie bei allen videofähigen Spiegelreflexkameras
muss der LCD für die Aufnahmen benutzt werden, der Sucher
funktioniert nicht für Videos.
Automatikbetrieb
Die Kamera hat ein komplett
automatisiertes Bedienungssystem im Videomodus, mit Ausnahme des
kontinuierlichen Autofokus. Belichtung, ISO und Verschlusszeit werden
automatisch angepasst, wenn die Lichtbedingung von hell zu dunkel
wechselt. Es gibt auch die Option die Belichtungsmessung, mit dem
ISO-Knopf, zu speichern. Wird dieser Knopf gedrückt, wird die
Belichtungseinstellung für eine bestimmte Zeit gespeichert. Die
Länge dieser Speicherung kann auf 4, 16, 30 Sekunden sowie 1, 10
oder 30 Minuten eingestellt werden.
Ein großer Nachteil von videofähigen Spiegelreflexkameras
ist das quasi Fehlen des Autofokus während der Aufnahme. Es geht
schon, aber es ist sehr kompliziert und ganz anders als der Autofokus
von Camcordern. Man muss einen Knopf drücken (der auf der rechten
Seite, mit dem Sternchen) damit die Kamera fokussiert und das
stört die Aufnahme. Das Fokussieren braucht 3 - 4 Sekunden und die
Belichtung ändert sich oft für einige Sekunden, wenn die
Scharfstellung beginnt. Diese Stellen müssten dann
herausgeschnitten werden. Es gibt keinen Live-Autofokus, wie er in den
meisten einfachen Camcordern zu finden ist.
Der Videoclip unten demonstriert die Schwierigkeiten des Autofokus im Videomodus:
Zoom: Bedienung und Faktor
Das Zoomen mit der 500D
hängt ganz und gar vom benutzten Objektiv ab. Das Kit-Objektiv,
ein EF-S 18-55mm Objektiv, hat nur einen geringen Zoomfaktor. Gezoomt
wird mit dem großen Objektivring. Wer einen größeren
Zoomfaktor will, der kann alle Objektive der EF- oder EF-S-Serie
benutzen.
Fokus
Der Fokus mit dem Kit-Objektiv der 500D kann mit dem
äußeren Objektivring, nahe dem Ende des Objektivs, manuell
eingestellt werden. Natürlich reagieren alle Fokusringe anders. Es
gibt auch einen 5x und 10x Fokushilfszoom, das im Live View Modus
aktiviert werden kann.
Belichtung, Blende und Verschlusszeit
Belichtung kann im
Videomodus der 500D eingestellt werden, sogar während der
Aufnahme. Die Kamera hat eine Belichtungsreichweite von -2 bis +2 mit
1/3 Schritten. Es gibt auch die Möglichkeit die Belichtung zu
speichern, wie schon weiter oben erwähnt. Eine direkte Einstellung
der Verschlusszeit und der Blende ist nicht möglich. Das ist sehr
enttäuschend, vor allem das Fehlen der Blende, da es die
Möglichkeit der Tiefenschärfeneinstellung sehr
einschränkt.
| Video Menu | |
![]() |
Das Video Menü ist nur im Videomodus verfügbar. Darin können Fokusmodi, Audioaufnahme an- oder auszuschalten, das Format gewählt werden etc. |
ISO und Andere Funktionen
Im
Videomodus kann ISO nicht eingestellt werden. Allerdings sind die
gleichen Weißabgleicheinstellungen verfügbar wie im
Fotomodus. Die Weißabgleichverschiebung kann aber nicht im
Videomodus benutzt werden. Bildstile für Videoaufnahmen sind:
Porträt, Landschaft, Neutral, Natürlich und Monochrom. Es gibt auch
die benutzerdefinierten Bildeinstellungen, in dem Schärfe,
Kontrast, Sättigung und Farbton eingestellt werden können um
einen eigenen Bildstil zu kreieren.
Gitterlinien können während den Videoaufnahmen beim Einrahmen der Aufnahme helfen. Außerdem können Fotos aus den Videos geschossen werden. Merkwürdigerweise nehmen diese Fotos den gesamten Rahmen auf, einschließlich den zwei Balken des 16:9 Bildverhältnisses oben und unten.
Die Canon 500D hat dieselben einfachen Audiofunktionen wie die Nikon
D5000. Beide Alles, was die Kamera zu bieten hat ist ein eingebautes
Mono-Mikrofon, das sich auf der Vorderseite der Kamera befindet. Es
gibt keine externen Audioeingänge und die Kamera kann keinen
Stereosound aufnehmen. Das schlimmste am internen Mikrofon der 500D
ist, dass es Kamerageräusche mit aufnimmt. Der Autofokus, Zoom,
Belichtungseinstellungen
oder irgendein Knopfdruck an der Kamera wird aufgenommen. Das macht das
Mikro eigentlich überflüssig und für gute Audioaufnahmen
unbrauchbar. Für eine gute Soundaufnahme mit der 500D muss ein
separates Gerät benutzt werden.
![]() |
| Das eingebaute Mikro ist nicht sehr nützlich |
| Canon EOS-500D | Nikon D5000 | Canon HF S100 | Sanyo VPC-HD2000 | |
| Mini (1/8") | Nein | Nein | Ja | Ja |
| Kopfhörer | Nein | Nein | Ja | Ja |
| Lautstärkeregler | Nein | Nein | Ja | Nur externes Mikro |
| Zubehörschuh | Nein | Nein | Ja (Canon proprietär) | Ja |
Die Canon 500D ist eine Spiegelreflexkamera und die Handhabung ist ganz anders als ein HD Camcorder. Jeder, der eine DSLR benutzt hat weiß, das sie weder gewichtet noch mit der nötigen Stabilität designt sind, die für Videoaufnahmen nötig sind.
![]() |
| Die Canon 500D von vorne |
Um Videos aufzunehmen muss die Kamera in den Live View Modus gestellt werden, das bedeutet, der LCD-Monitor muss eingeschaltet werden. Da der Sucher im Videomodus nicht funktioniert, sind Aufnahmen in sehr hellen Umgebungen ein bisschen Schwierig. Die Nikon D5000 bietet ein praktisches, bewegliches LCD – der Bildschirm der 500D ist fest. Das ist sehr unpraktisch, nicht nur für Aufnahmen in verschiedenen Winkeln aber auch wenn die Kamera auf ein Stativ montiert ist.
Das Layout der Knöpfe ist besser als das der D5000. Videofunktionen können direkt über Live View mit dem Quick Menü eingestellt werden (wohingegen bei der D5000 der Live View Modus verlassen werden muss). Wann immer der Videomodus gewählt wird, erscheinen auf dem Bildschirm zwei graue Balken um zu verdeutlichen was alles aufgenommen wird (z.B. Balken oben und unten für 16:9 Videos und rechts und links für 4:3). Das ist ein viel besseres Design als das der Nikon D5000, bei diese Balken erst nach Beginn der Aufnahme erscheinen.
![]() |
| Das gute Knopflayout der 500D macht sie einfacher zu nutzen als die D5000 |
Laut Canon kann die 500D mit voll aufgeladenem Akku ca. 1 Stunde und
10 Minuten aufnehmen. Canon warnt auch, dass die Kamera überhitzt,
wenn sie für längere Zeit für Videoaufnahmen benutzt
wird. Auf dem Bildschirm erscheint ein Warnzeichen sobald die innere
Temperatur eine bestimmte Höhe erreicht. Wird weiter aufgenommen
schaltet die 500D den Videomodus automatisch aus, bis die Kamera
abgekühlt ist. Das gleiche Problem ist uns bei der Nikon D5000
aufgefallen, die aber einen Countdown mit der verbleibenden Zeit bis zum Ausschalten anzeigt.
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