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Canon EOS 500D

Digitalkamera Test
Canon EOS 500D
Seite 14

Videofunktionen

• Nutzt H.264 Kompression und speichert die Videos im MOV-Format
• Weißabgleich, Bildeffekte, Fokus und Belichtung können im Videomodus angepasst werden alles andere aber nicht
• Es gibt keine Live-Autofokus-Funktion während der Aufnahme (man muss entweder einen Knopf drücken oder manuell Fokussieren)
• Eingebautes Mono-Mikro ist die einzige Audiofunktion
• Handhabung wie ein DSLR-Kamera, LCD ist nicht beweglich – im Gegensatz zum drehbaren LCD der D5000

Umfassende Videotests und Analysen zur Verfügung gestellt von Andrea Soares

Video: Komprimierung (7,00)


Die Canon 500D komprimiert Videos mit dem H.264 Codec und die Dateien werden im MOV-Format gespeichert. Dieses Kompressionssystem ähnelt den MPEG-4 Codecs (einschließlich AVCHD), die von vielen Camcorder-Herstellern benutzt werden. Es ist auch ein weiter entwickelter Codec als das Motion JPEG, das die Nikon D5000 nutzt. Die Nutzung der MOV-Dateien ist eine gut für alle, die ihre Bilder mit Final Cut Pro bearbeiten oder QuickTime nutzen. Sie können direkt von der Kamera per Drag-and-Drop exportiert und leicht in FCP für die Bearbeitung importiert werden.

Format Auflösung Codec
20p 1920 x 1080 H.264
30p 1280 x 720, 640 x 480 H.264

Die Tabelle unten zeigt die Aufnahmezeiten der Kamera, abhängig von der Größe der benutzten SD/SDHC Karte. Einzelne Videodateien sind auf die Größe von 4 GB begrenzt. Sobald eine Aufnahme diese Größe erreicht stoppt die Kamera die Aufnahme automatisch, sie kann aber auch sofort (als neue Datei) durch Drücken des Auslösers wieder aufgenommen werden.

  1920 x 1080 1280 x 720 640 x 480
4 GB SDHC Karte 12 Min 18 Min 24 Min
16 GB SDHC Karte 49 Min 73 Min 99 Min



Belichtungseinstellungen
-2 bis +2 in 1/3 Stufen (insg. 12 Stufen)
Blendeneinstellungen
Keine
Verschlusszeiten
Keine
Weißabgleichseinstellungen
Auto, Tageslicht, Schatten, Bewölkt, Kunstlicht, Leuchtstoff, Blitz, Manuell
Lichtverstärker-Einstellungen
Keine
Video: Manuelle Bedienung (2,40)

Die Canon 500D bietet nicht viel, was manuelle Bedienung im Videomodus angeht. Am auffälligsten ist das Fehlen der Blendeneinstellung – was bedeutet, dass nicht viel mit Tiefenschärfe experimentiert werden kann. Das ist deswegen schlecht, weil die Tiefenschärfe ein einzigartiges Alleinstellungsmerkmal videofähiger DSLR ist. Auch die Verschlusszeit und ISO  kann im Videomodus nicht manuell eingestellt werden.

Der Videomodus der 500D muss direkt mit dem Moduswahlrad eingestellt werden. Dadurch können keine der Motivprogramme im Videomodus genutzt werden. Wie bei allen videofähigen Spiegelreflexkameras muss der LCD für die Aufnahmen benutzt werden, der Sucher funktioniert nicht für Videos.

Automatikbetrieb
Die Kamera hat ein komplett automatisiertes Bedienungssystem im Videomodus, mit Ausnahme des kontinuierlichen Autofokus. Belichtung, ISO und Verschlusszeit werden automatisch angepasst, wenn die Lichtbedingung von hell zu dunkel wechselt. Es gibt auch die Option die Belichtungsmessung, mit dem ISO-Knopf, zu speichern. Wird dieser Knopf gedrückt, wird die Belichtungseinstellung für eine bestimmte Zeit gespeichert. Die Länge dieser Speicherung kann auf 4, 16, 30 Sekunden sowie 1, 10 oder 30 Minuten eingestellt werden.


Ein großer Nachteil von videofähigen Spiegelreflexkameras ist das quasi Fehlen des Autofokus während der Aufnahme. Es geht schon, aber es ist sehr kompliziert und ganz anders als der Autofokus von Camcordern. Man muss einen Knopf drücken (der auf der rechten Seite, mit dem Sternchen) damit die Kamera fokussiert und das stört die Aufnahme. Das Fokussieren braucht 3 - 4 Sekunden und die Belichtung ändert sich oft für einige Sekunden, wenn die Scharfstellung beginnt. Diese Stellen müssten dann herausgeschnitten werden. Es gibt keinen Live-Autofokus, wie er in den meisten einfachen Camcordern zu finden ist.

Der Videoclip unten demonstriert die Schwierigkeiten des Autofokus im Videomodus:

 

Zoom: Bedienung und Faktor
Das Zoomen mit der 500D hängt ganz und gar vom benutzten Objektiv ab. Das Kit-Objektiv, ein EF-S 18-55mm Objektiv, hat nur einen geringen Zoomfaktor. Gezoomt wird mit dem großen Objektivring. Wer einen größeren Zoomfaktor will, der kann alle Objektive der EF- oder EF-S-Serie benutzen.


Fokus
Der Fokus mit dem Kit-Objektiv der 500D kann mit dem äußeren Objektivring, nahe dem Ende des Objektivs, manuell eingestellt werden. Natürlich reagieren alle Fokusringe anders. Es gibt auch einen 5x und 10x Fokushilfszoom, das im Live View Modus aktiviert werden kann.


Belichtung, Blende und Verschlusszeit
Belichtung kann im Videomodus der 500D eingestellt werden, sogar während der Aufnahme. Die Kamera hat eine Belichtungsreichweite von -2 bis +2 mit 1/3 Schritten. Es gibt auch die Möglichkeit die Belichtung zu speichern, wie schon weiter oben erwähnt. Eine direkte Einstellung der Verschlusszeit und der Blende ist nicht möglich. Das ist sehr enttäuschend, vor allem das Fehlen der Blende, da es die Möglichkeit der Tiefenschärfeneinstellung sehr einschränkt.


Video Menu
x Das Video Menü ist nur im Videomodus verfügbar. Darin können Fokusmodi, Audioaufnahme an- oder auszuschalten, das Format gewählt werden etc.


ISO
und Andere Funktionen
Im Videomodus kann ISO nicht eingestellt werden. Allerdings sind die gleichen Weißabgleicheinstellungen verfügbar wie im Fotomodus. Die Weißabgleichverschiebung kann aber nicht im Videomodus benutzt werden. Bildstile für Videoaufnahmen sind: Porträt, Landschaft, Neutral, Natürlich und Monochrom. Es gibt auch die benutzerdefinierten Bildeinstellungen, in dem  Schärfe, Kontrast, Sättigung und Farbton eingestellt werden können um einen eigenen Bildstil zu kreieren.


Gitterlinien können während den Videoaufnahmen beim Einrahmen der Aufnahme helfen. Außerdem können Fotos aus den Videos geschossen werden. Merkwürdigerweise nehmen diese Fotos den gesamten Rahmen auf, einschließlich den zwei Balken des 16:9 Bildverhältnisses oben und unten.

Audiofunktionen (0,25)


Die Canon 500D hat dieselben einfachen Audiofunktionen wie die Nikon D5000. Beide Alles, was die Kamera zu bieten hat ist ein eingebautes Mono-Mikrofon, das sich auf der Vorderseite der Kamera befindet. Es gibt keine externen Audioeingänge und die Kamera kann keinen Stereosound aufnehmen. Das schlimmste am internen Mikrofon der 500D ist, dass es Kamerageräusche mit aufnimmt. Der Autofokus, Zoom, Belichtungseinstellungen oder irgendein Knopfdruck an der Kamera wird aufgenommen. Das macht das Mikro eigentlich überflüssig und für gute Audioaufnahmen unbrauchbar. Für eine gute Soundaufnahme mit der 500D muss ein separates Gerät benutzt werden.


Das eingebaute Mikro ist nicht
sehr nützlich



  Canon EOS-500D Nikon D5000 Canon HF S100 Sanyo VPC-HD2000
Mini (1/8")NeinNeinJaJa
Kopfhörer NeinNeinJaJa
Lautstärkeregler NeinNeinJaNur externes Mikro
ZubehörschuhNeinNeinJa (Canon proprietär)Ja

Video: Handling (4,00)


Die Canon 500D ist eine Spiegelreflexkamera und die Handhabung ist ganz anders als ein HD Camcorder. Jeder, der eine DSLR benutzt hat weiß, das sie weder gewichtet noch mit der nötigen Stabilität designt sind, die für Videoaufnahmen nötig sind. 


Die Canon 500D von vorne

Um Videos aufzunehmen muss die Kamera in den Live View Modus gestellt werden, das bedeutet, der LCD-Monitor muss eingeschaltet werden. Da der Sucher im Videomodus nicht funktioniert, sind Aufnahmen in sehr hellen Umgebungen ein bisschen Schwierig. Die Nikon D5000 bietet ein praktisches, bewegliches LCD – der Bildschirm der 500D ist fest. Das ist sehr unpraktisch, nicht nur für Aufnahmen in verschiedenen Winkeln aber auch wenn die Kamera auf ein Stativ montiert ist.

Das Layout der Knöpfe ist besser als das der D5000. Videofunktionen können direkt über Live View mit dem Quick Menü eingestellt werden (wohingegen bei der D5000 der Live View Modus verlassen werden muss). Wann immer der Videomodus gewählt wird, erscheinen auf dem Bildschirm zwei graue Balken um zu verdeutlichen was alles aufgenommen wird (z.B. Balken oben und unten für 16:9 Videos und rechts und links für 4:3). Das ist ein viel besseres Design als das der Nikon D5000, bei diese Balken erst nach Beginn der Aufnahme erscheinen.

Das gute Knopflayout der 500D macht sie
einfacher zu nutzen als die D5000



Laut Canon kann die 500D mit voll aufgeladenem Akku ca. 1 Stunde und 10 Minuten aufnehmen. Canon warnt auch, dass die Kamera überhitzt, wenn sie für längere Zeit für Videoaufnahmen benutzt wird. Auf dem Bildschirm erscheint ein Warnzeichen sobald die innere Temperatur eine bestimmte Höhe erreicht. Wird weiter aufgenommen schaltet die 500D den Videomodus automatisch aus, bis die Kamera abgekühlt ist. Das gleiche Problem ist uns bei der Nikon D5000 aufgefallen, die aber einen Countdown mit der verbleibenden Zeit bis zum Ausschalten anzeigt.

















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