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Canon EOS 500D

Digitalkamera Test
Canon EOS 500D
Seite 12

Video Bewegungserfassung & Bildschärfe

• 1080/20p Modus produziert sehr abgehackte und langsame Bewegungen
• 30p Modus gleichmäßiger, kann aber nur mit max. 1280 × 720 Auflösung benutzt werden
• Insgesamt ist die Bewegungserfassung besser als die der D5000, aber nicht so gut oder vielseitig wie ein regulärer HD-Camcorder
• 1920 × 1080 Videos sind sehr scharf – genauso scharf wie bei einem erstklassigen Camcorder

Umfassende Videotests und Analysen zur Verfügung gestellt von Andrea Soares

Video: Bewegungserfassung (7,95)


Eine herkömmliche Bildwiederholrate hat die Canon 500D nicht. Für die Aufnahmen von Full HD in 1080p hat die Kamera nur eine: 20 Bilder pro Sekunde. Das ist sehr ungewöhnlich, und uns fällt kein Camcorder mit dieser Bildfrequenz ein. Was oft zu sehen ist sind die 30p und 24p Einstellungen in Verbindung mit 60i Aufnahmen. Die 500D hat einen 30p Aufnahmemodus, das aber nur in Verbindung mit der 1280 x 720 Auflösung (oder der Standarddefinition VGA), aber keine 24p Bildfrequenz. Mehr zu CamcorderInfos Testverfahren Bewegungserfassung



Canon EOS-500D 1080/20p
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Das Filmmaterial wurde mit dem 1080/20p Modus der 500D aufgenommen. Mit der Bildfrequenz 20p hat die Kamera ein sehr langsames Video produziert, das aussieht als wäre es in Zeitlupe aufgenommen. Wir können uns einfach nicht vorstellen, dass diese Ästhetik bei den Nutzern ankommt, auch wenn sie sicherlich einigen wenigen gefallen wird. Ein 24p Modus wäre die bessere Wahl für Canon gewesen, da es die kinofilmähnliche Ästhetik mitbringt. Außer der merkwürdigen Framerate von 20p hat die 500D die Bewegungen sehr gut erfasst. Das Filmmaterial war etwas gleichmäßiger als das der Nikon D5000 und es waren weniger Artefakte und Frequenzstörungen sichtbar. Hätte Canon die 24p statt den 20p benutzt, wäre die 500D eher mit HD-Camcordern vergleichbar…   


Canon EOS-500D 720/30p
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Mit der niedrigeren Auflösung von 1280 x 720 kann die Canon 500D auch 30p Videos aufnehmen. Die Geschwindigkeit der 30p Videos ist viel natürlicher als die des 20p Materials bei 1920 x 1080. Doch 1280 x 720 ist nun mal nicht Full-HD und die Bildfrequenz von 30p ist auch eine etwas schwierige Wahl. Canon hätte auch hier die 24p mit anbieten sollen. Ein weiteres Problem der 500D, das auch nicht zu verachten ist, ist der Rolling-Shutter-Effekt, mit dem auch die Nikon D5000 zu kämpfen hat. Durch den Rolling-Shutter-Effekt wird das Filmmaterial, immer wenn die Kamera bewegt wird, verwackelt und sieht aus wie Wackelpudding. Uns ist noch keine videofähige DSLR in die Hand gekommen, die dieses Problem nicht hatte.



Nikon D5000
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Die Nikon D5000 ist nicht wirklich der große Gewinner, wenn es um die Bewegungserfassung geht. Die Kamera nimmt zwar alle Videos mit einer Bildfrequenz von 24p auf, aber sie hat auch viele Probleme wenn sie Bewegungen aufnehmen soll: Im Video sind viele Artefakte sichtbar. Das Filmmaterial ist auch ziemlich abgehackt und hat merkwürdige Frequenzstörungen in der Grauskala. Die schwarzen Linien des Windrads scheinen schief und gezackt zu sein, nicht gerade. Unserer Meinung nach ist die Canon also besser – solange man kein Problem mit dem Fehlen der 24p Bildfrequenz hat. 



Canon HF S100
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Der Canon HF S100 haben wir als Vergleichsgerät hinzugefügt, weil der Camcorder, zusätzlich zur Bildfrequenz von 60p auch 24p und 30p bietet. Die alternativen Bildwiederholraten der HF S100 aber nicht echt progressiv, sondern eigentlich 60i, die im Camcorder konvertiert wurden – im Gegensatz zu den 20p und 30p Bildfrequenzen der Canon 500D und dem 24p Modus der Nikon D5000, die alle echt progressiv sind und auch so aufgenommen werden. Hobbyvideografen werden den Unterschied kaum wahrnehmen, für Profis kann dieser aber riesig sein (vor allem wenn das Material mit einem nichtlinearen Programm bearbeitet werden soll). 



Sanyo VPC-HD2000
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Die meisten HD-Camcorder nehmen Videos mit einer Bildfrequenz von 60i auf, wie wir oben schon festgestellt haben. Der Sanyo VPC-HD2000 ist, mit der echt progressiven Bildwiederholrate von 60p, die Ausnahme. Damit hat der VPC-HD2000 gleichmäßigere Videos mit natürlicher Geschwindigkeit und Bewegungserfassung. Außerdem bietet der Camcorder auch einen 60i und einen 30p Modus, die alle in Full-HD verfügbar sind. Insgesamt haben die zwei Camcorder,  Sanyo VPC-HD2000 und Canon HF S100, etwas weniger Artefakte und die gleichmäßigeren, natürlicheren Bewegungen als die Canon 500D und andere DSLR.


Video: Bildschärfe (11,15)


In unserem Bildschärfe-Test hat die 500D ziemlich gut abgeschnitten. Im 1080/20p Modus hat die Kamera eine Horizontalauflösung von 650 lw/ph und 775 lw/ph vertikaler Auflösung gemessen. Das ist viel besser als die Nikon D5000, aber diese Kamera hat auch nur eine maximale Auflösung von 1280 x 720. Beim Test mit dem 720/30p Modus hatte die 500D aber nicht annähernd so gute Ergebnisse. Sie war, mit 600 lw/ph horizontal und 500 lw/ph vertikal, sogar etwas schlechter als die Nikon D5000 (575 lw/ph horizontal, 625 lw/ph vertikal). Mehr zu CamcorderInfos Testverfahren Bildschärfe

Video: Ergebnisvergleich Bildschärfe
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Die Videobildschärfe der 500D ist, im 1080/20p Modus, sehr gut. Es ist die erste DSLR, die es in Sachen Bildschärfe mit den High-End Consumer-Camcordern aufnehmen kann, aber eben nur im 1080p Modus. Trotzdem ist das Ergebnis des Canon HF S100 etwas besser.









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